11.12.2013 – General-Anzeiger Bonn – Fall Anna: Verfahren gegen Jugendamtsmitarbeiterin eingestellt

Fall Anna : Verfahren gegen Jugendamtsmitarbeiterin eingestellt

BONN Am Ende ist es so gekommen, wie es die Richter der 1. Großen Strafkammer des Bonner Landgerichts in der vergangenen Woche vorgeschlagen hatten: Am zehnten Verhandlungstag gegen die 46 Jahre alte Sozialpädagogin, die als Mitarbeiterin des Jugendamtes Königswinter für die von ihrer Pflegemutter getötete neunjährige Anna zuständig war, wurde das Verfahren wegen geringer Schuld vorläufig eingestellt.

Von Benjamin Jeschor

Innerhalb von sechs Wochen muss die Angeklagte nun die ihr auferlegte Geldbuße in Höhe von 2000 Euro an die gemeinnützige Organisation „Terre des Hommes“ zahlen – danach wird das Verfahren endgültig eingestellt.

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14.12.2015 – Süddeutsche Zeitung – In fremden Händen

14. Dezember 2015 Aus Heft 50/2015 Familie

In fremden Händen

Jugendämter greifen zunehmend in Familien ein und bringen Kinder in Heimen oder Pflegefamilien unter. Manche Entscheidungen der Ämter sind verheerend – und wer einmal in die Mühlen geraten ist, kommt so leicht nicht mehr heraus. Sechs Leidensgeschichten.

Von Katrin Langhans und Rainer Stadler

In Deutschland gibt es rund 600 Jugendämter. Sie sind kommunale Behörden und sollen sicherstellen, dass Kinder geborgen und gesund aufwachsen. Sie planen Spielplätze, sie beraten Jugendliche, die sich beim Einstieg ins Berufsleben schwertun, sie unterstützen Eltern bei der Erziehung. Das Jugendamt soll aber nicht nur helfen, sondern auch kontrollieren, dass Kinder in ihren Familien nicht vernachlässigt oder misshandelt werden. Andernfalls kann es eine Inobhutnahme verfügen: Das Kind wird aus seiner Familie genommen und in einer Pflegefamilie oder einem Heim untergebracht. Die Zahl der Kinder, die Jugendämter aus ihren Familien nehmen, steigt: Vor zehn Jahren waren es rund 25 000 Kinder, vergangenes Jahr fast 50 000. In der Öffentlichkeit wird diese Entwicklung oft damit erklärt, dass Eltern mit ihrer Erziehungsaufgabe zunehmend überfordert seien. Es gibt aber Fälle, die eher den Verdacht nähren, dass ein Apparat außer Kontrolle geraten ist: dass Familien, die vielleicht Hilfe bräuchten, mit staatlicher Gewalt schikaniert und auseinandergerissen werden – mit wenig Rücksicht auf Gesetze und auf das Gut, das eigentlich über allem steht: das Kindeswohl.

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28.06.2019 – VOL – Gewaltschutzpaket von Ex-Regierung „zu voreilig geschnürt“

Politik
Gewaltschutzpaket von Ex-Regierung „zu voreilig geschnürt“
28.06.2019 13:55 (Akt. 28.06.2019 13:55)

Zufrieden und erleichtert, dass das „Gewaltschutzpaket“ der ehemaligen ÖVP-FPÖ-Koalition vorerst nicht beschlossen wird, ist der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF). „Das Paket wurde zu voreilig und schnell geschnürt und ist in vielen Punkten zu wenig durchdacht und unausgereift“, so AÖF-Geschäftsführerin Maria Rösslhumer in einer Stellungnahme am Donnerstagabend.

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28.03.2017 – OE24 – Schock: 51 Prozent der Buben können kein „Deudsch“

Eine neue Studie beweist: Um die Deutsch-Kenntnisse der Schüler steht es sehr schlecht.

Über den Kino-Blockbuster Fack ju Göhte hat noch ganz Österreich gelacht – jetzt ist es traurige Realität! Das Ergebnis einer großen Studie über die Deutsch-Kenntnisse unserer Jugendlichen, bei der alle 73.000 Schüler der vierten Klasse NMS, Hauptschule und AHS antraten, erschüttert: Weiterlesen

14.03.2017 – Standard – 20 Jahre Ethikunterricht zwischen Pflicht, Luxus und Freistunde

20 Jahre Ethikunterricht zwischen Pflicht, Luxus und Freistunde
Lisa Nimmervoll
14. März 2017, 07:04

Der Schulversuch Ethik läuft seit 1997. Was tun? Ethik für alle? Nur für „Religionsabmelder“? Zeit für eine Bilanz mit den Bildungssprechern der Parteien. Die Regierung hat Ethik nicht auf ihrer Agenda

Wien – Das Wort „Versuch“ impliziert gemeinhin eigentlich eine überschaubare Dauer mit einem absehbaren Ende. Im Zusammenhang mit Bildungspolitik kann die allerdings etwas länger werden, ja, mehrere Jahrzehnte des Versuchens in Anspruch nehmen. Einer der vielen Schulversuche in Österreich – laut Rechnungshof gab es 2012/13 5367 Schulversuche an 2900 Standorten (an einer Schule kann es mehrere geben) – geht heuer in sein 20. Versuchsjahr: „Ethik als Pflichtgegenstand für SchülerInnen, die keinen Religionsunterricht besuchen“. Weiterlesen

30.12.2016 – Die Presse – (K)ein großes Bildungsreformjahr

(K)ein großes Bildungsreformjahr

Ein paar Punkte wurden 2016 abgehakt. Die Umsetzung der größten Brocken der Bildungsreform ist aber auf 2017 verschoben.

von Bernadette Bayrhammer
30.12.2016 um 17:48

Eigentlich hätte 2016 das große Bildungsreformjahr werden sollen. Bis zum Sommer sollten die mühevoll ausgehandelten Neuerungen für Schule und Kindergarten eigentlich in Gesetze gegossen sein. Doch es zieht sich. Mehr als ein Jahr nachdem die damalige Bildungsministerin, Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), mit ÖVP-Staatssekretär Harald Mahrer per Handschlag die „fast geile“ Bildungsreform vorstellten, sind immerhin drei der paktierten Vorhaben konkretisiert worden.

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01.04.2016 – Standard – Leseschwäche bei Schülern: Da ist nichts „sehr gut“

Leseschwäche bei Schülern: Da ist nichts „sehr gut“
Kommentar
Lisa Kogelnik
1. April 2016, 17:43

Es ist unverständlich, dass Heinisch-Hosek das österreichische Bildungssystem lobt

Nein, das öffentliche Bildungswesen funktioniert nicht „sehr gut“. Man fragt sich, welche Zahlen Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) gelesen hat, bevor sie die Ergebnisse der Bildungsstandards mit diesen Worten kommentiert hat. Diese zeigen nämlich: 15 Prozent der Viertklässler in der Volksschule erreichen die Ziele in Deutsch nicht. Das sind mehr als 11.000 Schüler, die Schwierigkeiten haben, zu verstehen, was sie lesen, und auch massive Probleme beim Schreiben haben.

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13.03.2016 – Kurier – Neue Mittelschule: „Eine verlorene Generation“

Neue Mittelschule: „Eine verlorene Generation“
Die Realität mancher Mittelschulen ist fern von dem, was Bildungspolitiker versprechen.

Von Bernhard Gaul, Jürg Christandl, Ute Brühl
13.03.2016, 08:00

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11.12.2016 – Mittelbayerische – „Mitten unter uns blüht das Verbrechen“

Sonntag, 11. Dezember 2016
Menschenrechte
„Mitten unter uns blüht das Verbrechen“

Die Prostitutionsgegnerin Lea Ackermann prangert die tägliche Ausbeutung von Frauen und Kindern durch das Sex-Geschäft an.

Von Curd Wunderlich, MZ
11. Dezember 2016 21:00 Uhr

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17.03.2016 – Die Presse – Heimkinder: Wenig Chancen auf gute Ausbildung

Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen sind an Sonderschulen überrepräsentiert. Die Uni Klagenfurt untersucht ihren Werdegang.

17.03.2016 | 12:19 | (DiePresse.com)

11.000 Kinder und Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen wachsen in Österreich zumindest zeitweise in institutioneller Betreuung wie Wohngemeinschaften oder Pflegefamilien auf, mit 18 Jahren fallen sie aus der Jugendfürsorge und sind auf sich allein gestellt. Nun sollen erstmals systematisch Bildung und Arbeitssituation dieser Gruppe beleuchtet werden, teilte die Uni Klagenfurt mit.

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