16.10.2019 – NZZ – Zu spät für den Solidaritätsbeitrag – Gericht legt Frist für Verdingkinder strikt aus

Zu spät für den Solidaritätsbeitrag – Gericht legt Frist für Verdingkinder strikt aus

Das Bundesverwaltungsgericht weist die Beschwerde eines mutmasslichen Verdingkinds ab. Der Mann hatte vergeblich darum ersucht, die Einreichefrist für den Solidaritätsbeitrag zu verlängern.

Kathrin Alder
16.10.2019, 12:00 Uhr

Bis zum 31. März 2018 hatten ehemalige Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen Zeit, beim Bundesamt für Justiz (BJ) ein Gesuch für einen Solidaritätsbeitrag zu stellen. Rund 9000 Betroffene haben dies fristgerecht getan. 212 Opfer haben die Frist hingegen verpasst. Ihnen gegenüber blieb das BJ bis anhin hart – bereits früh hatte es bekanntgegeben, es werde die Eingabefrist nicht verlängern und zu spät eingetroffene Gesuche nur in Ausnahmefällen akzeptieren. Etwa dann, wenn der Antragsteller oder die Antragstellerin physisch oder psychisch schwer erkrankt ist. Weiterlesen

25.06.2017 – Epoch Times – Ist das Böse weiblich? Gerichts-Psychiaterin auf der Suche nach den „Schuldigen“

Verblüffende Einblicke bei der psychiatrischen Begutachtung von Verbrechen öffnen Hanna und Nora Ziegert in ihrem Buch „Die Schuldigen“. Sie nennen es einen Bericht über „Wahre Verbrechen. Echte Täterinnen. Und das, was sie menschlich macht.“

Von Roland R. Ropers / Gastautor
25. June 2017 Aktualisiert: 26. Juni 2017 0:01

Die 1953 in Berlin geborene Psychiaterin und Lehranalytikerin Dr. Hanna Ziegert arbeitet seit Jahrzehnten in eigener Praxis in München und als Gutachterin bei Gerichtsprozessen. Aus der Fülle ihrer empathischen Begegnungen mit Strafgefangenen hat sie gemeinsam mit ihrer Tochter Nora Ziegert, promovierte Juristin und angehende Notarin, ein Buch zusammengestellt, das dem Leser Einblick geben soll in das Leben von schicksalhaften Tätern und Opfern.

Hanna Ziegert: „Das Buch ist insofern etwas Besonderes, als wir es als Mutter und Tochter gemeinsam gestalten konnten. Wir finden es insbesondere spannend, dass wir in dieser Konstellation über die Destruktivität von Frauen berichten. Außerdem erzählt erstmals eine psychiatrische Gutachterin aus ihrem beruflichen Alltag.

Der Beitrag, den Frauen zu Verbrechen leisten, findet oft nicht ausreichend Beachtung. Unsere Gesellschaft mag vordergründig männer-dominiert sein – hintergründig ist sie männer-feindlich. Nicht nur im Umgang mit Straftätern wird deutlich, dass wir allzu oft Mann und Frau in bewährte Täter- und Opferrollen einordnen, ohne ihr Handeln im Einzelnen zu hinterfragen.“ Weiterlesen

28.04.2017 – Süddeutsche Zeitung – Schwurgericht hat Urteile möglicherweise ohne rechtliche Grundlage gefällt

28. April 2017, 14:38 Uhr
Irrtum
Schwurgericht hat Urteile möglicherweise ohne rechtliche Grundlage gefällt

Das Münchner Schwurgericht hatte offenbar über Jahre hinweg keinen gültigen Geschäftsverteilungsplan, das heißt, es hatte nicht festgelegt, welcher Richter sich welches Verfahrens annehmen wird.

Das könnte nun dazu führen, dass einige Prozesse gegen bereits verurteilte Mörder neu aufgerollt werden müssen.

Ein Münchner Anwalt hatte bei einem Prozess die fehlerhafte Praxis gerügt und beim Bundesgerichtshof geklagt.

Von Christian Rost

Das Münchner Schwurgericht hat möglicherweise über Jahre hinweg ohne rechtliche Grundlage Urteile gefällt. Weil die Kammer es versäumt hat, vor den Prozessen festzulegen, welcher Richter für welche Verfahren zuständig ist, hat der Bundesgerichtshof (BGH) nun das erste Urteil in einem Fall von versuchtem Totschlag gekippt. Nach dem Beschluss des BGH muss das Verfahren komplett neu aufgerollt werden. Dies droht nun nach der Einschätzung des Münchner Strafverteidigers Adam Ahmed auch in einer Reihe anderer Fälle. Weiterlesen

05.09.2013 – Süddeutsche Zeitung – Nach Kritik kaltgestellt

5. September 2013, 15:04 Uhr
Gerichtsgutachterin in Bayern
Nach Kritik kaltgestellt

„Ich weiß nicht, ob ich mich jemals begutachten lassen würde.“ Hanna Ziegert hat sich bei „Beckmann“ zum Fall Gustl Mollath kritisch über die bayerische Justiz und die Vergabe forensischer Gutachten geäußert. Prompt wird sie in mehreren Verfahren als Gutachterin abgelehnt.

Von Hans Holzhaider

Weil sie sich in einer Fernsehsendung kritisch über die bayerische Justiz und die psychiatrische Begutachtung von Straftätern geäußert hat, muss die Münchner Psychiaterin Hanna Ziegert jetzt mit erheblichen beruflichen Problemen rechnen. Die Staatsanwaltschaft München I hat die Fachärztin, die seit mehr als 30 Jahren im ganzen Bundesgebiet als forensisch-psychiatrische Gutachterin tätig ist, in mehreren Verfahren „wegen Besorgnis der Befangenheit“ abgelehnt. Weiterlesen

28.03.2015 – NZZ – Neues Unterhaltsrecht Der gleichgestellte Vater

Neues Unterhaltsrecht
Der gleichgestellte Vater
Kommentar von Seraina Kobler
28.3.2015, 07:00 Uhr

Auch Männer in der Schweiz könnten in Zukunft nach einer Trennung gute Chancen haben, ihr Kind mit zu betreuen. Nun liegt es an den Gerichten, das revidierte Unterhaltsrecht weiterzuentwickeln.

Ein Kommentar von Seraina Kobler

Erfreulich ist, dass sich die meisten Eltern gar nicht streiten. Für sie wird sich auch mit dem revidierten Unterhaltsrecht nichts ändern. Wer aber den Staat braucht, um sein Privatleben nach einer Trennung oder Scheidung zu regeln, der wird sich auch in Zukunft streiten – und das nicht zu knapp. Denn neu werden Mütter und Väter nicht nur um die Höhe des Unterhalts für das Kind kämpfen, sondern auch darum, wer wie viel betreuen darf. Und das ist gut so.

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22.12.2016 (Donnerstag) um 21:05h – Gebt mir mein Kind zurück! – ORF Am Schauplatz

22.12.2016 (Donnerstag) um 21:05h

ORF Am Schauplatz

Gebt mir mein Kind zurück!

Siehe auch Artikel vom 28.09.2012

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18.01.2016 – Extrajournal.Net – Familiengerichtshilfe wird besser, hoffen die Anwälte

Wien. Die Familiengerichtshilfe soll bei Scheidungen und anderen Familienstreitigkeiten die Verfahren beschleunigen und einvernehmliche Lösungen fördern. Die gesetzlichen Grundlagen dafür wurden vor drei Jahren geschaffen, heute ist sie an allen Bezirksgerichten verfügbar – doch gibt es auch Kritik der Anwälte an den Abläufen. Nun soll ein Erlass des Justizministeriums für reibungslosere Hilfeleistung sorgen. Brigitte Birnbaum, Vizepräsidentin der Rechtsanwaltskammer Wien, sieht positive Ansätze.

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19.10.2016 – La Repubblica – Parla male dell’ex marito al figlio: condannata a 30 mila euro di multa

Parla male dell’ex marito al figlio: condannata a 30 mila euro di multa

Sentenza del tribunale civile di Roma nei confronti di una moglie separata, accusata di „palesare disapprovazione nei confronti del coniuge“. Il verdetto accompagnato dal monito a cambiare comportamento, pena la modifica delle condizioni di affido del minore. Per i giudici resta prioritaria la tutela dei bambini. L’esperto: „Pronuncia storica“

di CECILIA GRECO
19 ottobre 2016

Contesi, usati come ‚merce di ricatto‘, costretti a sorbirsi insulti e frecciate che un genitore rivolge all’altro. Spesso sono i minori le vere vittime dei divorzi e delle separazioni e sono loro i primi che devono essere tutelati e difesi. La conferma arriva ora dal Tribunale civile di Roma con la sentenza che ha condannato a 30 mila euro di multa una mamma che parlava male di papà. Per i giudici non ci sono giustificazioni che tengano: il coniuge separato, in presenza di figli, è prima di ogni cosa genitore e deve salvaguardare la serenità e il diritto alla bigenitorialità del proprio figlio. Il diritto-dovere cioè, di tutelare il rapporto con i figli e di intervenire nella loro educazione, anche in caso di separazione o divorzio.

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29.10.2016 (Samstag) von 09:00h bis 17:00h – Fachtagung „Doppelresidenz – Chancen und Gefahren“ – Vorträge, aktive Teilnahme und Diskussion zum Thema Wechselmodell, 5020 Salzburg

Fachtagung „Doppelresidenz – Chancen und Gefahren“

29.10.2016 (Samstag) von 09:00h bis 17:00h

Ort:
Hotel Heffterhof, Salzburgsaal
Maria-Cebotari-Straße 1
5020 Salzburg

Begrüßung:
DI. in Gabriele Fischer – Vorstandsvorsitzende der ÖPA
Mag. a Martina Berthold – Salzburger Landesrätin für Soziales
Ida Lanbacher – ENoS Präsidentin

ExpertInnenrunde:
Anton Pototschnig
Plattform Doppelresidenz
Mag. a Barbara Erblehner-Swann
Kinder- & Jugendanwaltschaft
Mag. a Birgit Eigelsreiter
Bundesministerium für Gesundheit und Frauen
Mag. a Birgit Thaler Haag
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
Mag. a Dagmar Bojdunyk-Rack
Rainbows Österreich
RA Edith Schwab
Bundesverband des VAMV (Bundesverband alleinerziehender Mütter und Väter – Deutschland)
DI. in Gabriele Fischer
Vorstandsvorsitzende der ÖPA
ENoS Mitglieder aus Deutschland, Italien, der Schweiz und Spanien

Input aus Forschung und Praxis:
Mag. a Doris Täubel-Weinreich
Sprecherin der österreichischen FamilienrichterInnen
Die rechtliche Situation in Österreich
Dr. in Sabine Walper
Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut
Stand der aktuellen Forschung
Vertreterin aus der Praxis – angefragt
Folgen für Frauen aus Sicht der Beratungsstellen

Moderation;
Dr. in Katharina Novy

Anmeldung:
Entweder telefonisch uner Tel: +4318903890 oder Email an oepa@oepa.at

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18.09.2014 – Die Welt – Breiviks Vater bricht sein Schweigen

Breiviks Vater bricht sein Schweigen
Was machte aus Anders Breivik einen Massenmörder? Welche Rolle spielten Familie und Erziehung? Der Vater des Killers erzählt über das verkorkste Leben seinen Sohnes und macht sich schwere Vorwürfe.

Von

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