01.10.2020 – Katholisch – Umbruch am Institut zu Missbrauchs-Prävention und Aufarbeitung

Der Leiter geht – ein Trägerverein steht
Umbruch am Institut zu Missbrauchs-Prävention und Aufarbeitung

Als „think tank“ soll das Institut für Prävention und Aufarbeitung (IPA) Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft im Kampf gegen Missbrauch beraten. Ein Jahr nach Gründung der Einrichtung steht ein Wandel an.

Von Joachim Heinz (KNA) | Grafschaft – 01.10.2020

Beim Start vor einem Jahr mangelte es nicht an Ambitionen. In dem kleinen Ort Lantershofen an der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sollte nicht weniger als ein „Zentrum für Grundlagenforschung zur Prävention und Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs“ entstehen. Die Initiative dazu kam von Triers Bischof Stephan Ackermann, zugleich Missbrauchsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz. Die Leitung übernahm Oliver Vogt, bis dahin Interventionsbeauftragter des Erzbistums Köln für den Umgang mit Fällen von sexuellem Missbrauch.

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16.12.2019 – Die Welt – Neue Studie: Vier von sechs LKA-Chefs in NRW waren NS-Kriegsverbrecher

Vier von sechs LKA-Chefs in NRW waren NS-Kriegsverbrecher
Veröffentlicht am 16.12.2019

Ein Historiker erhielt den Auftrag, die ersten Chefs des LKA Nordrhein-Westfalen unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis ist bestürzend. Innenminister Reul sagt, die Betreffenden hätten nie mehr als Polizisten arbeiten dürfen.

Schießbefehle, Massenerschießungen, Judenverfolgung: Die ersten vier ehemaligen Chefs des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen sind nach Ansicht von Historikern an NS-Verbrechen beteiligt gewesen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die am Montag in Düsseldorf vorgestellt wurde. Der Polizeihistoriker Martin Hölzl (Münster) hatte für die Studie in Archiven mehrerer europäischer Länder geforscht.

Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen war im Oktober 1946 gegründet worden. Im Oktober 2016 hatte die Behörde ihr 70-jähriges Bestehen gefeiert.

Im Vorfeld waren Zweifel aufgekommen, ob es klug wäre, alle Behördenchefs bei dieser Gelegenheit zu ehren. Polizeihistoriker Hölzl erhielt den Auftrag, sich auf die Spurensuche zu begeben, und wurde in erheblichem Ausmaß fündig.

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02.12.2019 – Deutschlandfunk – Kindesmissbrauch in Bergisch Gladbach: Immer mehr Verdächtige in ganz Deutschland

Seit im Oktober Fälle von Kindesmissbrauch in Bergisch Gladbach bekannt wurden, haben die Ermittler Spuren zu weiteren möglichen Tätern in ganz Deutschland aufgedeckt. Die Kripo spricht von einer „erschreckend empathielosen Szene“. Der Fall insgesamt gilt als größer als der Missbrauchsskandal von Lügde.

Von Moritz Küpper

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14.12.2015 – Süddeutsche Zeitung – In fremden Händen

14. Dezember 2015 Aus Heft 50/2015 Familie

In fremden Händen

Jugendämter greifen zunehmend in Familien ein und bringen Kinder in Heimen oder Pflegefamilien unter. Manche Entscheidungen der Ämter sind verheerend – und wer einmal in die Mühlen geraten ist, kommt so leicht nicht mehr heraus. Sechs Leidensgeschichten.

Von Katrin Langhans und Rainer Stadler

In Deutschland gibt es rund 600 Jugendämter. Sie sind kommunale Behörden und sollen sicherstellen, dass Kinder geborgen und gesund aufwachsen. Sie planen Spielplätze, sie beraten Jugendliche, die sich beim Einstieg ins Berufsleben schwertun, sie unterstützen Eltern bei der Erziehung. Das Jugendamt soll aber nicht nur helfen, sondern auch kontrollieren, dass Kinder in ihren Familien nicht vernachlässigt oder misshandelt werden. Andernfalls kann es eine Inobhutnahme verfügen: Das Kind wird aus seiner Familie genommen und in einer Pflegefamilie oder einem Heim untergebracht. Die Zahl der Kinder, die Jugendämter aus ihren Familien nehmen, steigt: Vor zehn Jahren waren es rund 25 000 Kinder, vergangenes Jahr fast 50 000. In der Öffentlichkeit wird diese Entwicklung oft damit erklärt, dass Eltern mit ihrer Erziehungsaufgabe zunehmend überfordert seien. Es gibt aber Fälle, die eher den Verdacht nähren, dass ein Apparat außer Kontrolle geraten ist: dass Familien, die vielleicht Hilfe bräuchten, mit staatlicher Gewalt schikaniert und auseinandergerissen werden – mit wenig Rücksicht auf Gesetze und auf das Gut, das eigentlich über allem steht: das Kindeswohl.

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28.06.2019 – Aachener Nachrichten – „Ich habe zu lange geschwiegen“

„Ich habe zu lange geschwiegen“
Ex-Priester macht sich Vorwürfe und zeigt sich selbst bei der Kirche an
28. Juni 2019 um 10:46 Uhr
Der ehemalige Amtspriester Jochen Becker steht vor der Kirche St. Ursula. Foto: dpa/Oliver Berg

Köln. Jochen Becker hat sich selbst bei der Kirche angezeigt. Er wirft sich vor, von einem Fall von sexuellem Kindesmissbrauch gewusst, den Täter aber erst nach mehreren Jahren gemeldet zu haben. „Ich habe zu lange geschwiegen“, sagt er.

Von Christoph Driessen, dpa

Die zum 1. Juni erlassenen neuen Regeln von Papst Franziskus zum Umgang mit Missbrauch haben ihn zu der Selbstanzeige veranlasst. Bisher habe er von den kirchlichen Behörden allerdings nur eine Eingangsbestätigung erhalten.

Dem Missbrauchsbeauftragten der Deutschen Bischofskonferenz, Stephan Ackermann, ist der Fall nach Angaben seiner Pressestelle bekannt. Beckers Kritik werde nachgegangen, teilt eine Sprecherin mit.

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10.11.2018 – Kölner Stadt-Anzeiger – Umgang mit sexuellem Missbrauch: Evangelische Kirche zunehmend unter Druck

Kölner Stadt-Anzeiger Politik Umgang mit sexuellem Missbrauch: Evangelische Kirche zunehmend unter Druck
Umgang mit sexuellem Missbrauch Evangelische Kirche zunehmend unter Druck
Von Joachim Frank
Joachim Frank ist Chefkorrespondent von Kölner Stadt-Anzeiger, Berliner Zeitung und Mitteldeutsche Zeitung.
10.11.18, 13:36 Uhr

Köln – Es gibt keine Lösung, weil es kein Problem gibt. Der bisherige Umgang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit sexuellem Missbrauch erinnert bisweilen fatal an dieses scharfzüngige Bonmot des französischen Künstlers Marcel Duchamp. Natürlich, es gebe Missbrauch durch Pfarrer auch bei den Protestanten. Jeder einzelne Fall sei zu beklagen und müsse aufgearbeitet werden, sagt der frühere EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber. Aber es gebe „bei uns nicht dieselben strukturellen Voraussetzungen wie in der katholischen Kirche – Stichworte: hierarchische Struktur, Autoritätsverhältnisse, Pflichtzölibat, Sexualmoral.“ Und auch international habe das Problem im evangelischen Bereich „nicht die gleiche Dramatik“.

Inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass die EKD diese Linie räumen muss. „Die Missbrauchsvergehen und die institutionelle Mitverantwortung der Kirchenleitungen bundesweit und nach gemeinsamen Standards aufzuarbeiten, ist überfällig“, sagt zum Beispiel die Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD), Susanne Kahl-Passoth.

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27.09.2018 – FAZ – Springer muss zahlen: Fall erledigt, sagt Kachelmann

Das Schmerzensgeld, das Springer Jörg Kachelmann zahlen muss, ist beachtlich. Der BGH hat es bestätigt. Es geht immer noch um den Prozess, in dem der Moderator vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen wurde.

Der Springer-Verlag muss dem Wettermoderator Jörg Kachelmann abermals Schmerzensgeld zahlen. Der Bundesgerichtshof (BGH) wies eine Beschwerde des Unternehmens zurück. Springer hatte beanstandet, dass gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln aus dem Jahr 2016 keine Revision zugelassen worden war. Damit wird die OLG-Entscheidung rechtskräftig. Springer muss Kachelmann folglich eine Entschädigung von 170.000 Euro zahlen. Einschließlich Schadenersatz und Zinsen seit August 2010 belaufe sich der Betrag auf rund 236.000 Euro, sagte Kachelmanns Anwalt Ralf Höcker.

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20.09.2014 (Samstag) von 09:00h bis 18:00h – Workshop IV – Verfahrensrecht / Strafrecht und familienrechtlicher Streit des VafK Köln e.V., 50670 Köln

20.09.2014 (Samstag) von 09:00h bis 18:00h

Workshop IV – Verfahrensrecht / Strafrecht und familienrechtlicher Streit

Alte Feuerwache

Melchiorstr. 3

50670 Köln

Teilnehmerzahl: Die Teilnehmerzahl ist auf je 25 Personen begrenzt.

Arbeitsmaterial: Alle Teilnehmer sollen sich das Buch „Familienrecht“ aus der Reihe „Beck-Texte im dtv“ (ISBN 978-3-423-05577-2) besorgen und mitbringen.

Kosten: inklusive Tagesverpflegung 45 € pro Person. Für VafK / EfKiR Mitglieder und Geringverdiener / Arbeitslose 25 € pro Person und Veranstaltung.

Anmeldung: Nach Ihrer Anmeldung und unserer Rückbestätigung gilt Ihre Teilnahme erst mit Überweisung des Kostenbeitrags als von uns verbindlich gebucht und reserviert. Überweisen Sie bitte den Betrag an folgendes Konto:

Väteraufbruch für Kinder
Sparkasse KölnBonn
BIC COLSDE33
IBAN DE95 3705 0198 1931 8812 60

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl werden Anmeldungen nach Zahlungseingang berücksichtigt.

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21.06.2014 (Samstag) ab 09:00h – Workshop VI: Familiengerichtliches Verfahren zur Vorbereitung einer Verfassungs- und Menschenrechtsbeschwerde – 2-tägiger Intensiv-Workshop des VafK-Köln, 50670 Köln

21.06.2014 (Samstag) und 22.06.2014

Alte Feuerwache

Melchiorstr. 3

50670 Köln

Anmeldung per Mail an koeln@vafk.de

Kostenbeitrag: Für 2 Tage inklusive Tagesverpflegung 90€ pro Person. Für VafK / EfKiR Mitglieder und Geringverdiener / Arbeitslose 50€ pro Person und Veranstaltung.

Workshop VI: Familiengerichtliches Verfahren zur Vorbereitung einer Verfassungs- und Menschenrechtsbeschwerde

2-tägiger Intensiv-Workshop des VafK-Köln

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22.03.2014 (Samstag) von 09:00h bis 18:00h – Workshop II – Umgangsrecht – Workshop des VafK Köln in der Alten Feuerwache, 50670 Köln

22.03.2014 (Samstag) von 09:00h bis 18:00h

Alte Feuerwache

Melchiorstr. 3

50670 Köln

Workshop II – Umgangsrecht – des VafK Köln

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