06.02.2018 – Steirerblatt – Erstmals Jugendamt nach Missstandsduldung zu Schmerzensgeld verurteilt

Erstmals Jugendamt nach Missstandsduldung zu Schmerzensgeld verurteilt
von Steirerblatt am 6. Februar 2018

Am Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz war es vier Jahre nach den Vergewaltigungen von vier Mädchen in einer Erziehungsanstalt in Graz zum Urteil gegen die Stadt Graz gekommen. Die von der Stadt Graz zwischenzeitlich geschlossene Erziehungsanstalt billigte Skandalwirtschaft und Missstandsduldung. So habe man laut Gerichtsurteil die Aufsichtspflicht verletzt und trotz Kenntnisse über die Vorgeschichte von einem der Täter Mädchen und Burschen ohne Trennung untergebracht. Sowohl das Versperren der Zimmer als auch der Duschräumlichkeiten seien nicht möglich gewesen. Den Stein ins Rollen brachte die Mutter zweier Opfer – damals 9 und 11 Jahre alt, die auch bei der Polizei Anzeige erstattete – im Gegensatz zur verantwortlichen Behörde.

Weiterlesen

11.02.2015 – FAZ – Der größte Fehler seines Lebens

Jugendamt-Odyssee: Der größte Fehler seines Lebens

Von Katrin Hummel

Ein Vater kämpft um seine Tochter. Gegen seine frühere Frau, die das Kind gegen ihn aufhetzt, gegen das Jugendamt, das falsche Behauptungen verbreitet. Eine Geschichte über die Allmacht der Ämter.

Dies ist eine Geschichte über die Allmacht der Jugendämter und das Ausgeliefertsein der Eltern. Eine wahre Geschichte, die zeigt, was passieren kann, wenn ein Elternteil bei Mitarbeitern des Jugendamts in Ungnade fällt. Eine Geschichte darüber, wie Jugendamtsmitarbeiter ihre Macht missbrauchen und ihren ursprünglichen Auftrag aus dem Blick verlieren können, der lautet, Kinder zu schützen und für sie da zu sein.

Weiterlesen

14.12.2015 – Süddeutsche Zeitung – In fremden Händen

14. Dezember 2015 Aus Heft 50/2015 Familie

In fremden Händen

Jugendämter greifen zunehmend in Familien ein und bringen Kinder in Heimen oder Pflegefamilien unter. Manche Entscheidungen der Ämter sind verheerend – und wer einmal in die Mühlen geraten ist, kommt so leicht nicht mehr heraus. Sechs Leidensgeschichten.

Von Katrin Langhans und Rainer Stadler

In Deutschland gibt es rund 600 Jugendämter. Sie sind kommunale Behörden und sollen sicherstellen, dass Kinder geborgen und gesund aufwachsen. Sie planen Spielplätze, sie beraten Jugendliche, die sich beim Einstieg ins Berufsleben schwertun, sie unterstützen Eltern bei der Erziehung. Das Jugendamt soll aber nicht nur helfen, sondern auch kontrollieren, dass Kinder in ihren Familien nicht vernachlässigt oder misshandelt werden. Andernfalls kann es eine Inobhutnahme verfügen: Das Kind wird aus seiner Familie genommen und in einer Pflegefamilie oder einem Heim untergebracht. Die Zahl der Kinder, die Jugendämter aus ihren Familien nehmen, steigt: Vor zehn Jahren waren es rund 25 000 Kinder, vergangenes Jahr fast 50 000. In der Öffentlichkeit wird diese Entwicklung oft damit erklärt, dass Eltern mit ihrer Erziehungsaufgabe zunehmend überfordert seien. Es gibt aber Fälle, die eher den Verdacht nähren, dass ein Apparat außer Kontrolle geraten ist: dass Familien, die vielleicht Hilfe bräuchten, mit staatlicher Gewalt schikaniert und auseinandergerissen werden – mit wenig Rücksicht auf Gesetze und auf das Gut, das eigentlich über allem steht: das Kindeswohl.

Weiterlesen

14.06.2017 – katholisch.de – Missbrauchskommission beklagt Versagen von Müttern

Missbrauchskommission beklagt Versagen von Müttern

Die Unabhängige Missbrauchskommission hat ihren ersten Zwischenbericht vorgelegt. Darin klagt sie vor allem über ein Versagen vieler Mütter. Aber auch deutliche Kritik an der Bundespolitik wird laut.

Missbrauch | Berlin – 14.06.2017

Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung von Kindesmissbrauch hat am Mittwoch in Berlin einen ersten Zwischenbericht vorgelegt. Danach haben sich in den vergangenen Monaten rund 1.000 Betroffene bei dem Gremium gemeldet. 200 Menschen konnten die Mitglieder bereits anhören. Die Vorsitzende der Kommission, Sabine Andresen, sprach mit Blick auf die Einrichtung des Gremiums von einer wichtigen Entscheidung der Politik. Dieser Schritt zeige, dass die Gesellschaft bereit sei, Verantwortung zu übernehmen, so Andresen.

Weiterlesen

25.06.2017 – Epoch Times – Ist das Böse weiblich? Gerichts-Psychiaterin auf der Suche nach den „Schuldigen“

Verblüffende Einblicke bei der psychiatrischen Begutachtung von Verbrechen öffnen Hanna und Nora Ziegert in ihrem Buch „Die Schuldigen“. Sie nennen es einen Bericht über „Wahre Verbrechen. Echte Täterinnen. Und das, was sie menschlich macht.“

Von Roland R. Ropers / Gastautor
25. June 2017 Aktualisiert: 26. Juni 2017 0:01

Die 1953 in Berlin geborene Psychiaterin und Lehranalytikerin Dr. Hanna Ziegert arbeitet seit Jahrzehnten in eigener Praxis in München und als Gutachterin bei Gerichtsprozessen. Aus der Fülle ihrer empathischen Begegnungen mit Strafgefangenen hat sie gemeinsam mit ihrer Tochter Nora Ziegert, promovierte Juristin und angehende Notarin, ein Buch zusammengestellt, das dem Leser Einblick geben soll in das Leben von schicksalhaften Tätern und Opfern.

Hanna Ziegert: „Das Buch ist insofern etwas Besonderes, als wir es als Mutter und Tochter gemeinsam gestalten konnten. Wir finden es insbesondere spannend, dass wir in dieser Konstellation über die Destruktivität von Frauen berichten. Außerdem erzählt erstmals eine psychiatrische Gutachterin aus ihrem beruflichen Alltag.

Der Beitrag, den Frauen zu Verbrechen leisten, findet oft nicht ausreichend Beachtung. Unsere Gesellschaft mag vordergründig männer-dominiert sein – hintergründig ist sie männer-feindlich. Nicht nur im Umgang mit Straftätern wird deutlich, dass wir allzu oft Mann und Frau in bewährte Täter- und Opferrollen einordnen, ohne ihr Handeln im Einzelnen zu hinterfragen.“ Weiterlesen

18.02.2011 – Hamburger Abendblatt – Wahnsinnige Liebe – droht eine Borderline-Gesellschaft?

18.02.11
Psychische Krankheiten
Wahnsinnige Liebe – droht eine Borderline-Gesellschaft?

Anton verliebt sich in Claudia aus Hamburg, sie soll die Richtige sein. Sie ist jedoch eine von immer mehr Deutschen mit psychischen Krankheiten.

Von Alexander Schuller

Weiterlesen

26.01.2015 – Spiegel – Katholische Kirche: Was wurde eigentlich aus dem Missbrauchsaufklärer Pater Mertes?

Missbrauchsaufklärer vom Canisius-Kolleg: Jesuiten-Pater Klaus Mertes

Mit seinen Untersuchungen fing alles an: Vor fünf Jahren wurde Deutschland vom Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche überrollt. Wie denkt Jesuiten-Pater Klaus Mertes heute über seine Rolle, was hat sich verändert – in der Kirche, in seinem Leben?

Von Annette Langer

Weiterlesen

24.04.2013 – OTS – Volksanwaltschaft baut intensiv am Menschenrechtshaus der Republik

Stichworte: Berichte, Parlament, Volksanwaltschaft Channel: Politik
OTS0034 24. Apr. 2013, 09:03
Volksanwaltschaft baut intensiv am Menschenrechtshaus der Republik
2012: 15.649 Beschwerden, 9.315 Prüfverfahren, 1.519 Missstände

Weiterlesen

06.12.2014 – Die Welt – Prostitution ist Drecksarbeit, nicht Sexarbeit

Käuflicher Sex
„Prostitution ist Drecksarbeit, nicht Sexarbeit“

Die meisten Prostituierten arbeiten freiwillig? Für die Frauenrechtlerin Lea Ackermann ist diese These die „große Lüge der Frauenpolitik“. Ein Gespräch über einen merkwürdigen „runden Tisch“ in NRW.

Von Till-R. Stoldt

Weiterlesen

20.11.2014 – Schwarzwälder-Bote – Trauer sieht bei Kindern oft anders aus

Erwin Schäfer von der Hechinger Hospizgruppe und Marion Bauer, Logotherapeutin und Trauerbegleiterin, informierten über Trauer bei Kindern.

Hechingen. Zeit heilt alle Wunden – das Sprichwort ist geläufig und falsch. Auch bei der Trauerbewältigung gilt es nur dahingehend, dass der Mensch allenfalls lernt, mit den Schmerzen umzugehen. Bei Kindern, die den Tod von Eltern, Geschwistern oder Großeltern verarbeiten müssen, trifft es schon gar nicht zu.

Weiterlesen