17.12.2019 – Domradio – „Epochale“ Entscheidung

17.12.2019
Reaktionen auf Abschaffung der Schweigepflicht bei Missbrauch „Epochale“ Entscheidung

Die deutschen Bischöfe haben die Abschaffung des „Päpstlichen Geheimnisses“ bei der Verfolgung von Missbrauch begrüßt. Der frühere kirchliche Chef-Strafverfolger für Missbrauchsdelikte, Erzbischof Scicluna, nannte die Entscheidung gar „epochal“.

Der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Stephan Ackermann, hat die Abschaffung des sogenannten Päpstlichen Geheimnisses bei der Verfolgung von Missbrauchsstraftaten begrüßt.

Die Instruktion von Papst Franziskus sei „der richtige Schritt in einem langen Prozess der Kirche, der von vielen Seiten als notwendig angesehen wurde“, sagte der Trierer Bischof am Dienstag in Bonn. Die Entscheidung ermögliche eine größere Transparenz und eine verbesserte Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden.

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20.11.2019 – Deutschlandfunk – Jugendämter vermittelten Pflegekinder an Pädophile

Berlin
Jugendämter vermittelten Pflegekinder an Pädophile

Es ist ein Skandal, der noch nicht aufgearbeitet ist: Seit den 60er Jahren gaben Berliner Jugendämter Pflegekinder in die Obhut von pädophilen Pflegevätern, die diese jahrelang sexuell missbrauchten. Mit einer Entschädigung der Opfer tut sich der Berliner Senat schwer.

Von Claudia van Laak

Sie kommt nur schleppend voran, die Aufarbeitung eines Vorgangs, den Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres zynisch, menschenverachtend und ungeheuerlich nennt. Seit Ende der 60er Jahre bis Anfang 2000 gaben mindestens zwei Jugendämter Kinder und Jugendliche in die Obhut von pädosexuellen Tätern. Diese kassierten Pflegegeld und missbrauchten die Kinder. Völlig unklar ist der Umfang des Skandals. Um wie viele Täter handelt es sich, um wie viele Opfer? Namentlich bekannt sind ein bereits verstorbener Täter und drei Betroffene. Mit zweien konnte der Deutschlandfunk sprechen – sie wollen anonym bleiben.

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14.12.2015 – Süddeutsche Zeitung – In fremden Händen

14. Dezember 2015 Aus Heft 50/2015 Familie

In fremden Händen

Jugendämter greifen zunehmend in Familien ein und bringen Kinder in Heimen oder Pflegefamilien unter. Manche Entscheidungen der Ämter sind verheerend – und wer einmal in die Mühlen geraten ist, kommt so leicht nicht mehr heraus. Sechs Leidensgeschichten.

Von Katrin Langhans und Rainer Stadler

In Deutschland gibt es rund 600 Jugendämter. Sie sind kommunale Behörden und sollen sicherstellen, dass Kinder geborgen und gesund aufwachsen. Sie planen Spielplätze, sie beraten Jugendliche, die sich beim Einstieg ins Berufsleben schwertun, sie unterstützen Eltern bei der Erziehung. Das Jugendamt soll aber nicht nur helfen, sondern auch kontrollieren, dass Kinder in ihren Familien nicht vernachlässigt oder misshandelt werden. Andernfalls kann es eine Inobhutnahme verfügen: Das Kind wird aus seiner Familie genommen und in einer Pflegefamilie oder einem Heim untergebracht. Die Zahl der Kinder, die Jugendämter aus ihren Familien nehmen, steigt: Vor zehn Jahren waren es rund 25 000 Kinder, vergangenes Jahr fast 50 000. In der Öffentlichkeit wird diese Entwicklung oft damit erklärt, dass Eltern mit ihrer Erziehungsaufgabe zunehmend überfordert seien. Es gibt aber Fälle, die eher den Verdacht nähren, dass ein Apparat außer Kontrolle geraten ist: dass Familien, die vielleicht Hilfe bräuchten, mit staatlicher Gewalt schikaniert und auseinandergerissen werden – mit wenig Rücksicht auf Gesetze und auf das Gut, das eigentlich über allem steht: das Kindeswohl.

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12.02.2014 – TAZ – Neuer Haasenburg-Bericht: Alles bestens, alles fein

Neuer Haasenburg-Bericht
Alles bestens, alles fein

Trotz der heftigen Missstände habe die Heimaufsicht bei der Haasenburg GmbH funktioniert, behauptet ein Ministeriumsbericht.

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24.11.2014 (Montag) um 10:00h – Schwarzbuch Jugendwohlfahrt – Buchpräsentation mit Johann Missliwetz und Angelika Schlager im Presseclub Concordia, 1010 Wien

24.11.2014 (Montag) um 10:00h

Schwarzbuch Jugendwohlfahrt – Buchpräsentation mit Johann Missliwetz und Angelika Schlager im Presseclub Concordia, Wien

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07.11.2014 – ORF – Chicagos Kardinal publiziert Missbrauchsdossier

Chicagos Kardinal publiziert Missbrauchsdossier

Die Erzdiözese Chicago (US-Bundesstaat Michigan) hat am Donnerstag (Ortszeit) Tausende interne Dokumente zum Thema sexueller Missbrauch durch Priester – und dessen Vertuschung – zugänglich gemacht.

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25.07.2013 – Gleichmass – Zusammenfassung der Jugendamtsumfrage des Gleichmass e. V.

In diesen Tagen geht die Zusammenfassung unserer 2012 erarbeiteten und im ersten Halbjahr 2013 ausgewerteten Umfrage zur Arbeit der Jugendämter als Anschreiben an die 17 Landesjugendämter in Deutschland raus. Im Rahmen unserer Möglichkeiten gehen Anfragen an einige Medien raus; selbstverständlich freuen wir uns über jeden weiteren Medienkontakt beispielsweise per eMail, über den wir die Umfrageauswertung weiterreichen können.

Unsere Umfrage zur Arbeit deutscher Jugendämter mit dem Schwerpunkt auf Kindesentziehung / Inobhutnahmen beantworteten 301 Teilnehmer* aus allen gesellschaftlichen und Bildungsschichten, Berufs- und Altersgruppen sowie aus 104 angegebenen Orten und Städten. 21,26% der Teilnehmer waren weiblich, 30,90% männlich, 47,84% machten keine Angabe zum Geschlecht. Die größte Gruppe der Teilnehmer ist in den 1960er Jahren geboren.

Die wiederum größte Betroffenengruppe kam aufgrund von Sorgerechts-/Umgangsproblemen mit dem Jugendamt in Kontakt.

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17.07.2013 – PNN – Was ein Geständnis ist, entscheidet der Richter

17.07.2013 | von Alexander Fröhlich
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Misshandlungsfall in Perleberg
„Was ein Geständnis ist, entscheidet der Richter“
von Alexander Fröhlich

Die Justiz hält das Vorgehen des Prignitzer Jugendamtes in einem Misshandlungsfall für nicht haltbar – doch das weist alles von sich

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12.07.2013 – RBB – Justiz erhebt schwere Vorwürfe gegen Prignitzer Jugendamt

Ermittlungsverfahren eingeleitet
Justiz erhebt schwere Vorwürfe gegen Prignitzer Jugendamt

Hat das Jugendamt des Landkreises Prignitz die Justiz behindert? Nach Recherchen des rbb hat die Neuruppiner Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen eine Mitarbeiterin im Jugendamt in Perleberg eingeleitet.

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18.04.2013 – ORF – Steidl entschuldigt sich bei Ex-Heimkindern

Steidl entschuldigt sich bei Ex-Heimkindern

Tausende Salzburger Heimkinder haben von 1945 weg jahrelang unfassbare Zustände erlebt. Das belegt ein Historikerbericht, der jetzt unter dem Titel „Abgestempelt und ausgeliefert“ als Buch erschienen ist. Landesrat Walter Steidl (SPÖ) entschuldigt sich bei den Betroffenen.

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