23.12.2018 – Schwäbische Zeitung – Wenn Kinder bei einer Trennung zur Waffe werden

Wenn Kinder bei einer Trennung zur Waffe werden
Kinder leiden, wenn die Familie auseinanderbricht und die Verbindung zu einem Elternteil abgeschnitten wird.
23. Dezember 2018
Simone Haefele, Redakteurin

Die dunklen Augen der zierlichen hübschen Frau füllen sich mit Wasser, als das Gespräch auf das nahende Weihnachtsfest kommt. Doch in dem Ravensburger Café sitzen an diesem Nachmittag viele andere Gäste. Sie reißt sich also zusammen, will nicht in Tränen ausbrechen, sagt nur leise: „Ich darf gar nicht daran denken.“ Vermutlich wird das kommende das erste Weihnachten sein, das sie ohne ihren 13-jährigen Sohn feiern muss. Und das, obwohl der Junge nur ein paar Straßen weiter wohnt – beim Vater.

Doch seit ein paar Monaten hat sie so gut wie keinen Kontakt mehr zu ihm. Nach einem Streit mit der Mutter hat der 13-Jährige seinen Rucksack gepackt und ist zu seinem Vater gezogen. Na ja – die Überreaktion eines Pubertierenden halt, möchte man meinen. Doch der Junge entfernt sich in den kommenden Wochen immer mehr von seiner Mutter, die vermutet, dass der Vater einen Keil zwischen ihr und den Sohn treiben will. Die Folgen sind gravierend, nicht nur für die Mutter. In solchen Fällen leiden nämlich vor allem die Kinder – oft ihr Leben lang.

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03.12.2018 – Focus – Mangelnde „Vaterkraft“: Darum fehlt Kindern oft Struktur und Halt

Nachrichten Familie Experten Mangelnde „Vaterkraft“: Darum fehlt Kindern oft Struktur und Halt
Was ist ein guter Vater?
Experte beklagt mangelnde „Vaterkraft“: Papa muss nicht die bessere Mama sein
Struktur und Halt geben, liebevoll sein: Was muss ein Vater seinem Kind geben?

FOCUS-Online-Experte Matthias Stiehler

Montag, 03.12.2018, 14:33

Väter wollen nicht mehr nur Versorger sein, sondern aktiv die Beziehung zu ihren Kindern gestalten. Doch mit der Familie verbrachte „Quality time“ ist nicht alles. Und ein Papa muss nicht die bessere Mama sein. Wir brauchen ein geschärftes Bewusstsein über die wichtigen Aufgaben von „Väterlichkeit“.

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19.03.2018 – Badische Zeitung – Breisgau-Hochschwarzwald: Landratsamt organisiert nach dem Fall Alessio sein Jugendamt um

Breisgau-Hochschwarzwald
Landratsamt organisiert nach dem Fall Alessio sein Jugendamt um
Von Wulf Rüskamp

Mo, 19. März 2018 um 20:41 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Das Jugendamt des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald wird derzeit personell vergrößert und intern umorganisiert. Das Landratsamt setzt damit Empfehlungen von Experten um, die das Handeln des Amtes im Fall Alessio untersucht haben.

Der Dreijährige, der unter Beobachtung des Jugendamts gestanden hatte, war im Januar 2015 von seinem Stiefvater in Lenzkirch erschlagen worden. Es ist der Weg aus einer großen Krise – und die unausgesprochene Zurücknahme des damals gefallenen Worts der Landrätin Störr-Ritter, es habe keine Fehler gegeben.

Diese Aussage hatten schon das in München ansässige Deutsche Jugendinstitut und eine achtköpfige Expertenkommission indirekt mit ihrer Aufarbeitung des Falls Alessio zerpflückt. Ihre Empfehlungen, die sich auf den Personalmangel ebenso bezogen wie auf interne Beratungsabläufe oder die Zusammenarbeit mit externen Jugendschutzorganisationen, nahm das Landratsamt als Handlungsanweisungen.

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05.03.2018 – Stuttgarter Zeitung – Missbrauchsfall von Staufen: „Da herrscht demonstrative Ignoranz“

Missbrauchsfall von Staufen
„Da herrscht demonstrative Ignoranz“
Von Eberhard Wein 05. März 2018 – 11:53 Uhr

Haben Gerichte und Jugendamt im Missbrauchsfall von Staufen versagt? Wenn ja, ist fraglich, ob es je aufgeklärt wird. Denn das hat bei deutschen Behörden keine Tradition, sagt der Konstanzer Verwaltungswissenschaftler Wolfang Seibel.

Wolfgang Seibel ist Professor in Konstanz, er beschäftigt sich unter anderem mit Fehlern von Behörden.

Staufen/Konstanz – Ein neunjähriger Bub wird von seiner Mutter und deren vorbestraften Lebensgefährten missbraucht und pädophilen Männern im Internet angeboten. Der Fall aus Staufen bei Freiburg hat Entsetzen hervorgerufen und auch die Behörden in die Kritik gebracht, die die Gefahr für das Kind unterschätzten. Der Konstanzer Verwaltungswissenschaftler Wolfgang Seibel erforscht das Versagen von Behörden. Schwerwiegende Fälle seien zwar selten, sagt er. Allerdings gebe es klare strukturelle Probleme, die Fehler begünstigten.

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