03.12.2020 – Die Welt – Sandra M. schrieb gern Grabreden für Kleinkinder

Nordrhein-Westfalen
Fall Greta
Sandra M. schrieb gern Grabreden für Kleinkinder
Stand: 03.12.2020 | Lesedauer: 5 Minuten
Von Till-Reimer Stoldt

Im April wurde ein dreijähriges Mädchen in ihrer Kita in Viersen getötet. Angeklagt ist die 25-jährige Erzieherin Sandra M. Nun wird der schreckliche Fall aufgearbeitet. Vor Gericht – und von der Politik. Warum musste Greta sterben?

Über ihr Leid spricht Gretas Mutter nicht – jedenfalls nicht vor den Kameras und Mikrofonen. Das überlässt sie ihrer Rechtsanwältin Marie Lingnau. Sie vertritt Gretas Mutter als Nebenklägerin. Nach dem ersten Prozesstag teilt die Anwältin vor dem Gerichtsgebäude mit, was ihr aufgetragen wurde: „Meine Mandantin sagt, sie lebt nicht, sie existiert.“ Sie habe aber noch zwei Söhne, die ihre Mutter nun dringender denn je bräuchten.

Kurz zuvor saß Gretas Mutter noch im Saal des Mönchengladbacher Landgerichts, als dort der Prozess begann. Angeklagt ist die 25-jährige Erzieherin Sandra M. Sie soll laut Staatsanwalt im April die dreijährige Greta in einer Viersener Kita getötet haben. Aber warum?

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19.11.2020 – NRZ – Fall Greta: Angeklagte wollte schon immer Erzieherin werden

Gerichtsprozess
Fall Greta: Angeklagte wollte schon immer Erzieherin werden

Von Denise Ludwig
Aktualisiert: 19.11.2020, 18:28

Mönchengladbach. Die Angeklagte im Fall Greta bestreitet alle Tatvorwürfe. Sie schildert unter Tränen, dass sie selbst von einem Onkel missbraucht worden sei.

Erzieherin zu werden, das sei von Anfang an ihr Wunschberuf gewesen. Doch in der Realität wollte es nicht so recht klappen. Ihr Anerkennungsjahr schaffte sie erst im zweiten Anlauf. Die „mangelhafte“ Leistung konnte sie ihrer Aussage nach durch ihre „guten“ schulischen Leistungen verbessern. Am Ende stand die Gesamtnote „Ausreichend“ auf dem Papier. Auch in den Kitas, in denen sie anschließend arbeitete, fiel sie negativ auf. An diesem zweiten Prozesstag im Fall der toten Greta (3) aus Viersen erfährt die Öffentlichkeit im Landgericht Mönchengladbach nur wenig, wer die Frau ist, die die Dreijährige während des Mittagsschlafes erstickt und andere Kinder auf ähnliche Weise misshandelt haben soll.

Justizbeamte führen die 25-jährige Angeklagte wenige Minuten nach 12 Uhr in den Gerichtssaal A 100, über dem in geschwungenen Lettern „Schwurgerichtsaal“ steht. Wie schon am ersten Verhandlungstag hält sie sich eine Kladde vors Gesicht. Ihre Anwälte, Felix Menke und Ingo Herbort, schirmen ihre Mandantin gekonnt mit ihren Körpern ab. Sie wirkt selbst noch fast wie ein Kind. Sie ist nicht besonders auffällig, nicht besonders groß, von schlanker Statur. Eine Seelsorgerin aus der Justizvollzugsanstalt hat neben den Verteidigern Platz genommen. Sie betreut Sandra M. .

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28.05.2020 – Süddeutsche Zeitung – Die Akte Sandra M.

28. Mai 2020, 17:29 Uhr
Viersen
Die Akte Sandra M.

Greta aus Viersen ist nicht der einzige Fall, der mit der 25-jährigen Erzieherin in Zusammenhang steht. Polizei und Staatsanwaltschaft berichten von Vorfällen mit mindestens drei weiteren Kindern in anderen Kitas.

Von Jana Stegemann, Viersen/Mönchengladbach

Direkt vor dem Kita-Eingang sitzen an diesem Donnerstagmittag zwei Security-Männer in einem Fiat 500. Das Medieninteresse ist so groß, dass diese Maßnahme seit Montagmorgen nötig ist. Die Kita „Steinkreis“ in der nordrhein-westfälischen Stadt Viersen in einem gepflegten Neubaugebiet ist geöffnet, es dringen Kinderstimmen nach draußen. Den Spielplatz hinter der Kita umgibt eine hohe grüne Hecke, rechts von dem weißen Flachbau fließt ein künstlich angelegter, mit Beton eingefasster Kanal.

Vor der Kita liegen bunte Steine. Kleine und große, auf vielen steht in Kinderschrift ein Name: Greta. So heißt das kleine Mädchen, das in dieser Kita getötet worden sein soll – von seiner 25-jährigen Erzieherin Sandra M.

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16.12.2019 – Die Welt – Neue Studie: Vier von sechs LKA-Chefs in NRW waren NS-Kriegsverbrecher

Vier von sechs LKA-Chefs in NRW waren NS-Kriegsverbrecher
Veröffentlicht am 16.12.2019

Ein Historiker erhielt den Auftrag, die ersten Chefs des LKA Nordrhein-Westfalen unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis ist bestürzend. Innenminister Reul sagt, die Betreffenden hätten nie mehr als Polizisten arbeiten dürfen.

Schießbefehle, Massenerschießungen, Judenverfolgung: Die ersten vier ehemaligen Chefs des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen sind nach Ansicht von Historikern an NS-Verbrechen beteiligt gewesen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die am Montag in Düsseldorf vorgestellt wurde. Der Polizeihistoriker Martin Hölzl (Münster) hatte für die Studie in Archiven mehrerer europäischer Länder geforscht.

Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen war im Oktober 1946 gegründet worden. Im Oktober 2016 hatte die Behörde ihr 70-jähriges Bestehen gefeiert.

Im Vorfeld waren Zweifel aufgekommen, ob es klug wäre, alle Behördenchefs bei dieser Gelegenheit zu ehren. Polizeihistoriker Hölzl erhielt den Auftrag, sich auf die Spurensuche zu begeben, und wurde in erheblichem Ausmaß fündig.

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11.12.2013 – General-Anzeiger Bonn – Fall Anna: Verfahren gegen Jugendamtsmitarbeiterin eingestellt

Fall Anna : Verfahren gegen Jugendamtsmitarbeiterin eingestellt

BONN Am Ende ist es so gekommen, wie es die Richter der 1. Großen Strafkammer des Bonner Landgerichts in der vergangenen Woche vorgeschlagen hatten: Am zehnten Verhandlungstag gegen die 46 Jahre alte Sozialpädagogin, die als Mitarbeiterin des Jugendamtes Königswinter für die von ihrer Pflegemutter getötete neunjährige Anna zuständig war, wurde das Verfahren wegen geringer Schuld vorläufig eingestellt.

Von Benjamin Jeschor

Innerhalb von sechs Wochen muss die Angeklagte nun die ihr auferlegte Geldbuße in Höhe von 2000 Euro an die gemeinnützige Organisation „Terre des Hommes“ zahlen – danach wird das Verfahren endgültig eingestellt.

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08.07.2019 – Volksanwaltschaft – Verhungerte Frauen in Wien: Volksanwaltschaft stellt Missstand fest

Verhungerte Frauen in Wien: Volksanwaltschaft stellt Missstand fest
8. Juli 2019

Rund um den tragischen Hungertod einer Mutter und ihrer Zwillingstöchter in Wien ist die Prüfung der Volksanwaltschaft mittlerweile abgeschlossen. Volksanwalt Bernhard Achitz: „Aufgrund eindeutiger Hinweise auf eine schwere psychische Erkrankung der Mutter hätte die Kinder- und Jugendhilfe von sich aus regelmäßig kontrollieren und mehr unterstützende Maßnahmen ergreifen müssen.“

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10.10.2019 – El Mundo – Detenida una mujer por estrangular a su hijo de siete años en El Ejido

Almería
En el barrio de Las Norias de Daza, en El Ejido
Detenida una mujer por estrangular a su hijo de siete años en El Ejido

Actualizado Jueves, 10 octubre 2019 – 16:22

Una vecina llamó a Emergencias al ver que el niño, quee estaba dentro de un coche, tenía los labios morados

La Guardia Civil ha detenido en Las Norias de Daza, en El Ejido (Almería), a una mujer de 38 años, de nacionalidad española y cuyas iniciales son A. M. B. L., por su presunta relación con la muerte violenta de su hijo de 7 años.

Fuentes de la Comandancia de Almería han indicado a Efe que los hechos han tenido lugar esta mañana y que la Policía Judicial del cuerpo se ha hecho cargo de la investigación de lo sucedido, que lleva el Juzgado de guardia de El Ejido.

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06.10.2019 – Kleine Zeitung – 35 Jahre nach Pflegeskandal: „Wie ich das überlebt habe, weiß ich nicht“

Misshandlungen und Mord
35 Jahre nach Pflegeskandal: „Wie ich das überlebt habe, weiß ich nicht“

35 Jahre danach: Der 50-jährige Kurt P. spricht erstmals über den Horror, den er und andere Pflegekinder auf einem Bauernhof in der Südoststeiermark durchlebten.

Von Hans Breitegger | 05.50 Uhr, 06. Oktober 2019

Geschlagen, eingesperrt, abgestempelt zum Geisteskranken: Das Leben des 50-jährigen Kurt P. ist von Gewalt geprägt. Besonders schlimm war es dort, wo er sich geborgen fühlen sollte – bei seinen Adoptiveltern auf einem Bauernhof in der Südoststeiermark: in einem von der Politik, den Behörden und öffentlichen Institutionen hochgepriesenen Sozialprojekt für geistig behinderte Kinder und Jugendliche, das vom Wiener Ehepaar Eva Maria und Karl P. Ende der 70er-Jahre ins Leben gerufen worden war – und das ein Kind das Leben kosten sollte.

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14.12.2015 – Süddeutsche Zeitung – In fremden Händen

14. Dezember 2015 Aus Heft 50/2015 Familie

In fremden Händen

Jugendämter greifen zunehmend in Familien ein und bringen Kinder in Heimen oder Pflegefamilien unter. Manche Entscheidungen der Ämter sind verheerend – und wer einmal in die Mühlen geraten ist, kommt so leicht nicht mehr heraus. Sechs Leidensgeschichten.

Von Katrin Langhans und Rainer Stadler

In Deutschland gibt es rund 600 Jugendämter. Sie sind kommunale Behörden und sollen sicherstellen, dass Kinder geborgen und gesund aufwachsen. Sie planen Spielplätze, sie beraten Jugendliche, die sich beim Einstieg ins Berufsleben schwertun, sie unterstützen Eltern bei der Erziehung. Das Jugendamt soll aber nicht nur helfen, sondern auch kontrollieren, dass Kinder in ihren Familien nicht vernachlässigt oder misshandelt werden. Andernfalls kann es eine Inobhutnahme verfügen: Das Kind wird aus seiner Familie genommen und in einer Pflegefamilie oder einem Heim untergebracht. Die Zahl der Kinder, die Jugendämter aus ihren Familien nehmen, steigt: Vor zehn Jahren waren es rund 25 000 Kinder, vergangenes Jahr fast 50 000. In der Öffentlichkeit wird diese Entwicklung oft damit erklärt, dass Eltern mit ihrer Erziehungsaufgabe zunehmend überfordert seien. Es gibt aber Fälle, die eher den Verdacht nähren, dass ein Apparat außer Kontrolle geraten ist: dass Familien, die vielleicht Hilfe bräuchten, mit staatlicher Gewalt schikaniert und auseinandergerissen werden – mit wenig Rücksicht auf Gesetze und auf das Gut, das eigentlich über allem steht: das Kindeswohl.

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FPÖ Kärnten sagt Pressekonferenz 28.08.2019 zum Fall Serena ab

FPÖ Kärnten sagt Pressekonferenz 28.08.2019 zum Fall Serena ab

Am Vormittag des 28.08.2019 hätte die Pressekonferenz zum „Fall Serena“ in den Räumlichkeiten des Freiheitlichen Landtagsklubs im Landhaus in Klagenfurt stattfinden sollen. Einen Tag davor wurde dieser Termin nun von der Kärntner FPÖ abgesagt.

Der Hintergrund dieser Absage dürfte ein e-mail sein, dass der Freiheitliche Landtagsklub laut Aussagen des Klubdirektor Siegfried Jost in der Nacht auf den 27.08.2019 erhalten hat. In dieser e-mail würden schwere Anschuldigungen gegen Serenas Vater Franz Grasmann erhoben. Es wird zu klären sein, ob die Absenderin des e-mails ermittelt werden kann, sobald die FPÖ Kärnten dieses Beweismittel an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt herausgibt.

Franz Grasmann bedauert den Rückzieher der Kärntner FPÖ rund um Mag. Gernot Darmann und kündigt bereits jetzt die Vorbereitung eines Ersatztermins an. Eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt zur vorliegenden Verleumdung wurde bereits polizeilicherseits eingebracht.

Bezieht sich auf https://teampago.wordpress.de/2019/08/26/28-08-2019-mittwoch-um-1030h-fall-serena-pressekonferenz-mit-franz-grasmann-im-landhaus-9020-klagenfurt/