06.02.2018 – Steirerblatt – Erstmals Jugendamt nach Missstandsduldung zu Schmerzensgeld verurteilt

Erstmals Jugendamt nach Missstandsduldung zu Schmerzensgeld verurteilt
von Steirerblatt am 6. Februar 2018

Am Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz war es vier Jahre nach den Vergewaltigungen von vier Mädchen in einer Erziehungsanstalt in Graz zum Urteil gegen die Stadt Graz gekommen. Die von der Stadt Graz zwischenzeitlich geschlossene Erziehungsanstalt billigte Skandalwirtschaft und Missstandsduldung. So habe man laut Gerichtsurteil die Aufsichtspflicht verletzt und trotz Kenntnisse über die Vorgeschichte von einem der Täter Mädchen und Burschen ohne Trennung untergebracht. Sowohl das Versperren der Zimmer als auch der Duschräumlichkeiten seien nicht möglich gewesen. Den Stein ins Rollen brachte die Mutter zweier Opfer – damals 9 und 11 Jahre alt, die auch bei der Polizei Anzeige erstattete – im Gegensatz zur verantwortlichen Behörde.

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28.06.2019 – VOL – Gewaltschutzpaket von Ex-Regierung „zu voreilig geschnürt“

Politik
Gewaltschutzpaket von Ex-Regierung „zu voreilig geschnürt“
28.06.2019 13:55 (Akt. 28.06.2019 13:55)

Zufrieden und erleichtert, dass das „Gewaltschutzpaket“ der ehemaligen ÖVP-FPÖ-Koalition vorerst nicht beschlossen wird, ist der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF). „Das Paket wurde zu voreilig und schnell geschnürt und ist in vielen Punkten zu wenig durchdacht und unausgereift“, so AÖF-Geschäftsführerin Maria Rösslhumer in einer Stellungnahme am Donnerstagabend.

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28.03.2019 – Neue Westfälische – Kinderschutz: Studie offenbart schwere Defizite in Jugendämtern

Die polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnete für 2017 12.447 Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen sowie 7.818 Fälle von Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung von Kinder- und Jugendpornografie.

Bielefeld
Kinderschutz: Studie offenbart schwere Defizite in Jugendämtern

Probleme: Der Schutz von Kindern krankt laut der Untersuchung an einer Überforderung der unterfinanzierten Behörden, weil das Personal schlecht ausgebildet und überlastet ist.

Carolin Nieder-Entgelmeier
28.03.2019 | Stand 28.03.2019, 15:54 Uhr

Bielefeld. Im Fall des tausendfachen Kindesmissbrauchs im lippischen Lügde werden immer neue Missstände öffentlich, die vor allem die Arbeit der Jugendämter in Frage stellen. Viele Jugendämter in OWL nehmen den Fall aktuell zum Anlass, um die eigene Arbeit und insbesondere die Pflegeverhältnisse zu prüfen. Doch das reicht nach Einschätzung der Koblenzer Sozialwissenschaftlerin Kathinka Beckmann im Kampf gegen die Misshandlung von Kindern nicht aus. Beckmann offenbart in ihrer Studie zu den Allgemeinen Sozialen Diensten der Jugendämter in Deutschland eklatante Defizite in der Einarbeitung der Fachkräfte und der Finanzierung der Ämter.

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13.03.2016 – Kurier – Neue Mittelschule: „Eine verlorene Generation“

Neue Mittelschule: „Eine verlorene Generation“
Die Realität mancher Mittelschulen ist fern von dem, was Bildungspolitiker versprechen.

Von Bernhard Gaul, Jürg Christandl, Ute Brühl
13.03.2016, 08:00

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03.01.2017 – Die Presse – Kindergarten: „Ein Mann mit Kind wird oft als Täter gesehen“

Kindergarten: „Ein Mann mit Kind wird oft als Täter gesehen“

Forscher Bernhard J. Koch über die „Hausfrauenkultur im Kindergarten“ und männliche Pädagogen als „Magnete auf zwei Beinen“.

03.01.2017 | 16:27 | Von Julia Neuhauser (DiePresse.com)

Die Presse: Derzeit sind unter den Kindergartenpädagogen weniger als zwei Prozent männlich. Wann werden es 20 Prozent sein?

Bernhard J. Koch: In Norwegen hat man vor 20 Jahren begonnen, Maßnahmen zur Erhöhung des Männeranteils zu setzen. Man wollte 20 Prozent erreichen. Heute sind es zehn. Insofern glaube ich ehrlich gesagt nicht daran, dass der Männeranteil in Kindergärten einmal so hoch wie der Frauenanteil in Führungspositionen sein wird. Weiterlesen

17.03.2016 – Die Presse – Heimkinder: Wenig Chancen auf gute Ausbildung

Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen sind an Sonderschulen überrepräsentiert. Die Uni Klagenfurt untersucht ihren Werdegang.

17.03.2016 | 12:19 | (DiePresse.com)

11.000 Kinder und Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen wachsen in Österreich zumindest zeitweise in institutioneller Betreuung wie Wohngemeinschaften oder Pflegefamilien auf, mit 18 Jahren fallen sie aus der Jugendfürsorge und sind auf sich allein gestellt. Nun sollen erstmals systematisch Bildung und Arbeitssituation dieser Gruppe beleuchtet werden, teilte die Uni Klagenfurt mit.

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06.12.2014 – Die Welt – Prostitution ist Drecksarbeit, nicht Sexarbeit

Käuflicher Sex
„Prostitution ist Drecksarbeit, nicht Sexarbeit“

Die meisten Prostituierten arbeiten freiwillig? Für die Frauenrechtlerin Lea Ackermann ist diese These die „große Lüge der Frauenpolitik“. Ein Gespräch über einen merkwürdigen „runden Tisch“ in NRW.

Von Till-R. Stoldt

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