08.12.2011 – Frankfurter Rundschau – Sexueller Missbrauch: Er mag es, wenn man um Hilfe schreit

Jahrelang wurde eine Ministrantin von ihrem Pfarrer sexuell missbraucht. Der Täter leugnet – und die katholische Kirche zeigt, was ihre vollmundigen Versprechen wert sind.

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25.12.2011 – focus.de – Zollitsch fordert weniger Konsum zu Weihnachten

Führende Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche haben zu Weihnachten weniger Konsum gefordert und auf die Grenzen des Wohlstands hingewiesen.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Freiburgs Erzbischof Robert Zollitsch, sagte der „Neuen Ruhr/Neue Rhein Zeitung“ (Weihnachtsausgabe): „Wenn der Schwerpunkt oder der ganze Sinn von Weihnachten auf Geschenke gelegt und auf Konsum reduziert wird, ist das eine Fehlentwicklung.“ Geschenke hätten einen tieferen Sinn – „schließlich zeigt uns Weihnachten, dass Gott uns beschenkt hat“.

Der Erzbischof von Berlin, Rainer Maria Woelki, sagte, „der Traum vom grenzenlosen Aufstieg der Menschen, vom grenzenlosen Fortschritt und Wohlstand“ sei endgültig ausgeträumt. „Die Folgen sind mehr als deutlich spürbar: ein zunehmendes Auseinanderklaffen der sozialen Schere in den Schichten unserer Gesellschaft, mangelnde Teilhabe gerade bei Kinder und Jugendlichen aus den ärmeren Schichten“, sagte Woelki in seiner vorab veröffentlichten Predigt in der St.-Hedwig-Kathedrale. Das Weihnachtsfest bleibe aber über das ganze Jahr „ein Zeichen der Hoffnung und des Lebens“.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, sagte in der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag), an Weihnachten gehe es um Hoffnung auf eine gerechtere und friedlichere Welt. „Weihnachten zeigt: Gott ist mit uns unterwegs. Und das Evangelium ist nicht nur für den Einzelnen da. Es will auch die Welt verändern.“

Der evangelische Bischof von Berlin und Brandenburg, Markus Dröge, rief zu einem größeren Zusammenhalt der Gesellschaft auf. Weihnachten erinnere daran, dass die Visionen einer gerechten Art, mit Reichtum umzugehen, keineswegs verbraucht seien, sagte Dröge in seiner Predigt im Berliner Dom laut vorab verbreitetem Manuskript.

Der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx warnte davor, Europa nur auf die gemeinsame Währung zu reduzieren. „So wichtig die Finanzen, das Geld, das Kaufen und Verkaufen, das Verbrauchen und Benutzen sind, es geht letztlich nicht um die Zukunft des Euro, sondern um die Zukunft des Menschen“, betonte Marx in der Christmette im Münchner Liebfrauendom laut vorab veröffentlichtem Text. Angesichts der aktuellen Schulden- und Finanzkrise in der EU müsse nun wieder das „wahre und richtige Menschenbild“ in den Mittelpunkt rücken.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann sieht in der Weihnachtsbotschaft ein „Vorbeugungsmittel gegen Radikalismus, Fremdenfeindlichkeit und Menschenverachtung“. Wo Perspektivlosigkeit, Einsamkeit und Isolation um sich griffen, wachse auch die Versuchung, Ideologie und Menschenhass zu erliegen. Die Weihnachtsbotschaft sei hiergegen ein Kontrapunkt, sagte der Bischof laut Mitteilung bei der Christmette im Dom.
dpa

Quelle: focus.de – http://www.focus.de/politik/deutschland/kirchen-zollitsch-fordert-weniger-konsum-zu-weihnachten_aid_697251.html

30.12.2011 – derStandard.at – Burgstaller: „Pelinkas Bestellung schädigt ORF“

Salzburgs Landeshauptfrau kritisiert die SPÖ und erklärt sich mit ORF-Redakteuren solidarisch – Hunderte Interessenten für Büroleiterjob

Salzburg/Wien – Dass Nikolaus Pelinka Büroleiter von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz werden soll, wird nicht einmal von allen führenden Sozialdemokraten goutiert. Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller sagt im STANDARD-Gespräch, „Pelinkas Bestellung schädigt den ORF“.

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28.12.2011 – Blick.ch – Vater kämpft seit Jahren um Besuchsrecht: „Ich durfte mein Kind noch nie sehen“

AFFOLTERN AM ALBIS ZH – Urs Brechbühl (41) kämpft seit Jahren um das Besuchsrecht für seinen Sohn (4).
Von Nadine Chaignat | Aktualisiert um 00:35 | 28.12.2011

Als sein Sohn zur Welt kam, erfuhr Urs Brechbühl (41) aus Affoltern am Albis ZH nichts davon. «Ich bekam nie eine Mitteilung, dass das Kind da ist», erzählt der Werkzeugmechaniker. «Kein Foto, nichts. Ich musste auf die Heimatgemeinde gehen und nachfragen, ob ich jetzt ein Kind habe oder nicht. Im Familienbüchlein sah ich es dann.»

Urs Brechbühl und seine Frau trennten sich, da war sie mit dem Wunschkind schwanger. Warum die Ehe scheiterte, darüber mag Brechbühl gar nicht mehr nachdenken: «Es war schlimm, aber es ist vorbei. Meine Frau hat da schon gedroht, dass ich das Kind nie sehen werde.»

Brechbühls Sohn Nathan ist inzwischen 4 ½ Jahre alt. Und die Frau hat ihre Drohung wahrgemacht: Das Einzige, was Urs Brechbühl von seinem Bub gesehen hat, ist das Foto aus der Akte des Vaterschaftstests. Ein winziger Baby-Hinterkopf.

Wie die Behörden mit dem Vater umspringen, ist kaum zu glauben. Zehn Tage nach der Geburt reichte Brechbühl einen Antrag für das Besuchsrecht ein: «Die Vormundschaftsbehörde hat mich ans Gericht verwiesen. Das wiederum sagte, die Behörde sei zuständig. Es war ein Pingpong-Spieli.» Bei der Scheidung 2009 wird ihm einstweilen kein Sorgerecht zugesagt. «In der Akte stand, man befürchte unkontrollierte Reaktionen», so Brechbühl. «Das ist skandalös.»

Der Kampf ums Kind, der ständige Ärger, machte den Vater krank. Brechbühl war lange krankgeschrieben, verlor seine Arbeit, musste seine 5 ½-Zimmer-Wohnung räumen. Heute hat er eine 1-Zimmer-Sozialwohnung und lebt von knapp 960 Franken im Monat. Anwälte kann er nicht bezahlen.

Mit Hilfe eines Freundes reicht er im April 2011 einen neuen Antrag auf Besuchsrecht ein. Die Vormundschaftsbehörde in Eglisau ZH schickte ihn prompt zurück. Seine Ex-Frau ist inzwischen weggezogen. Und die Behörde will ihm den neuen Aufenthaltsort nicht nennen. So hat Urs Brechbühl keine Chance, bei der neuen Vormundschaftsbehörde einen Besuchsrechts- Antrag zu stellen.

Im September erhält er schliesslich Unterstützung von einem Anwalt. Gratis. Der zieht den Fall vors Obergericht. Endlich ein erster Erfolg: Das Gericht rüffelt die Vormundschaftsbehörde. Die mittlerweile 5,5 kg schweren Akten seien ein einziges Chaos und müssen bis Ende Jahr geordnet sein.

«Jetzt zieht sich der Entscheid halt wieder hin», sagt Brechbühl. «Vielleicht wird es Februar. Man darf sich nie zu früh freuen. Ich rechne mit allem. Wenn es nicht geht, dann suche ich einen neuen Weg.»

Urs Brechbühl kämpft: «Ich will mit meinem Kind mal einen Zoobesuch machen können, mit ihm gemeinsam etwas unternehmen. Das ist mein Traum. Ich weiss nichts von ihm, durfte ihn noch nie sehen. Ich habe seine ganze Kindheit verpasst bis jetzt. Das ist traurig, wirklich! Ich will, dass die Behörden endlich mein Besuchsrecht anerkennen und es durchsetzen. Ein Kind hat das Recht darauf, den Vater zu sehen.»

Wie sein Sohn heute aussieht, will sich Brechbühl gar nicht vorstellen. «Das blocke ich ab. Ich muss meine Gefühle ausklammern, sonst könnte ich mich nur noch verkriechen und weinen.»

Quelle: Blick.ch – http://www.blick.ch/news/schweiz/n5-mein-kind-190546

26.12.2011 – Süddeutsche Zeitung – Bremer Ex-Jugendamtschef wird Honorarprofessor – Karriere trotz Kevin

Der Fall sorgte 2006 bundesweit für Entsetzen: Die Leiche des zweijährigen Kevin war vom drogensüchtigen Ziehvater in einen Kühlschrank gesteckt worden, während der Junge in den Akten als wohlauf geführt wurde. Der damalige Leiter des Jugendamts wurde an der Hochschule Bremen „geparkt“ – und soll nun Honorarprofessor werden. Die Studenten sind entsetzt. Weiterlesen

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Die Arbeit für die Vereinbarkeit von Menschenwürde und Familienrecht in Österreich und über seine Grenzen hinaus wird von der freiwilligen und vor allem unbezahlten Arbeit zahlreicher Menschen getragen. Weiterlesen

21.12.2011 – Presse – Häusliche Gewalt zur Stillen Nacht

Rund um die Weihnachtsfeiertage ist das Nervenkostüm besonders dünn, sind die Erwartungen besonders hoch. Und immer öfter schlagen Emotionen in Gewalt um.

Wien. Auf einem Gefühlsseismografen würde man rund um die Weihnachtsfeiertage besonders viele und heftige Ausschläge registrieren. Kaum eine Zeit ist derart stark mit Emotionen aufgeladen, in kaum ein Fest werden derart viele und hohe Erwartungen gesteckt. Und gerade in einer derart sensiblen Phase, in der das Nervenkostüm ohnehin schon sehr dünn ist, reichen oft Kleinigkeiten, um eine Situation kippen zu lassen. Was in Streitereien münden kann, in lautstarke Vorwürfe, zugeknallte Türen – und immer wieder auch in Gewalt.

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