01.05.2013 – DWN – Lebensmittel: Wie Monsanto heimlich die EU unterwandert

Lebensmittel: Wie Monsanto heimlich die EU unterwandert
Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 01.05.13, 02:18 | Aktualisiert: 01.05.13, 02:26 | 116 Kommentare

Was die Europäer essen, dürfte in Zukunft entscheidend vom Saatgut-Konzern Monsanto bestimmt werden. In Brüssel hat sich Monsanto bereits tief in den EU-Strukturen festgesetzt. Das Unternehmen entsendet gemeinsam mit anderen Industrie-Vertretern hochrangige Mitarbeiter in die EU-Gremien, und erstellt die wissenschaftlichen Studien für neue Getreide-Sorten gleich selbst. Den Bürgern bleiben die Vorgänge verborgen – bis es womöglich zu spät ist.

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16.04.2013 – domradio.de – „Das darf es einfach nicht geben“

16.04.2013
Lea Ackermann über Menschenhandel in Europa
„Das darf es einfach nicht geben“

Der Menschenhandel in der EU boomt. Doch viele Staaten, darunter auch Deutschland, nähmen die Bekämpfung von Zwangsprostitution nicht ernst genug, kritisiert im domradio.de-Interview die SOLWODI-Gründerin Lea Ackermann.

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08.08.2012 – Bernhard Odehnal – Ungarns letzte liberale Zeitung bangt um ihre Existenz

am 8. August 2012 in Tagesanzeiger

«Népszabadság» gehört zu den wenigen ungarischen Medien, die kritisch über die Regierung berichten. Nun herrscht Unruhe auf der Redaktion: Will der Schweizer Medienkonzern Ringier das Blatt verkaufen?

Von Bernhard Odehnal, Wien

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29.06.2011 – Mannschafft.ch – Auch Tschechien will gemeinsame Obhut als Regel

Mittwoch, den 29. Juni 2011 um 19:14 Uhr

Das tschechische Parlament hat am 21. Juni die gemeinsame Obhut (auch Wechselmodell genannt) als Regelfall nach einer Scheidung im Familienrecht verankert. Damit setzt ein weiteres Land in Europa die gemeinsame Elternschaft in die Wirklichkeit um. Und die Schweiz fällt immer weiter zurück.

Tschechien (oder vielmehr die damalige Tschechoslowakei) kennt seit 1963 das gemeinsame Sorgerecht – nicht nur nach einer Scheidung, sondern auch für unverheiratete Eltern. Dennoch war es auch dort so, dass das Gericht im Rahmen einer Trennung die Kinder zur Mutter gab. Der Vater hatte das Nachsehen – auch wenn er willens und in der Lage war, seine Kinder mit zu betreuen. Dies obwohl der einschlägige Gesetzesparagraph bisher durchaus Platz für ein väterliches Engagement einräumte – so es denn Mutter und Richter es zuliessen. Er lautete:

Wenn beide Eltern fähig sind, ein Kind aufzuziehen und daran Interesse zeigen, kann das Gericht ein Kind den Eltern gemeinsam oder alternierend überlassen, wenn dies im Interesse des Kindes liegt und so seine Bedürfnisse am besten befriedigt werden.

Nach ausgiebigen Diskussionen und mit nur knappem Ergebnis hat sich die grosse Kammer des tschechischen Parlamentes für eine kleine, aber entscheidende Änderung im Text des Artikels entschieden. Dies nachdem zahlreiche Einwände in Bezug auf die Beeinträchtigung der kindlichen Psyche durch einen regelmässigen Wechsel des Wohnsitzes ausgeräumt wurden und einer lebendigen Beziehung zu beiden Elternteilen den Vorrang erhalten hat. Mit der neuen Formulierung kann ein Gericht einem interessierten Vater nur in Ausnahmefällen die gemeinsame Obhut verweigern, während es zuvor gute Gründe nennen musste, wenn es die gemeinsame Obhut gegen den Willen eines Elternteils verfügen wollte. Der neue Paragraph lautet nun wie folgt:

Falls beide Eltern erziehungsfähig und an der Kindeserziehung interessiert sind, vertraut das Gericht das Kind der gemeinsamen Obhut beider Elternteile an, falls es dem Kindeswohl entspricht.

Doch diese wegweisende Reform ist noch nicht in trockenen Tüchern: Der Senat als die zweite Kammer des Parlaments muss der Novelle noch zustimmen und schliesslich muss das Gesetz noch vom Staatspräsidenten unterschrieben werden.

Auch im Nachbarland Slowakei sind Bestrebungen im Gange, die gemeinsame Obhut als Regelfall zu etablieren. Die Slowaken haben vor drei Wochen noch weiter reichendere Formulierung fast durchbekommen – dort müsste das Gericht zwangsweise die gemeinsame Obhut anordnen, falls nicht eindeutig bewiesen ist, dass es gegen die Interessen des Kindes verstösst. Das Gesetz ist wegen einer einzigen Stimme nicht durchgekommen. Und das noch durch Irrtum des Chefs einer der kleinen Parteien, der die Abstimmungen verwechselte und der seinen 5 Kollegen eine falsche Anweisung gab. Zu seiner Ehrenrettung muss man jedoch sagen, dass er sich öffentlich im Interview im Fernsehen bei den Kindern entschuldigte! Die slowakischen Abgeordneten haben es nun in unveränderter Fassung noch einmal zur Abstimmung vorgelegt – sie schaffen es aber vor der Sommerpause wohl nicht mehr.

Quelle: Mannschafft.ch – http://www.mannschafft.ch/aktuelles/meldungen/589-auch-tschechien-will-gemeinsame-obhut-als-regel-