08.11.2016 – Standard – Heftige Kritik an Staatsakt für Missbrauchsopfer

Heftige Kritik an Staatsakt für Missbrauchsopfer
Steffen Arora, Katharina Mittelstaedt
8. November 2016, 09:55

Republik und Kirche veranstalten kommende Woche einen Staatsakt im Parlament. Doch viele Opfer wollen Taten sehen

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10.02.2003 – Deutsches Ärzteblatt – Parental Alienation Syndrome: Nicht instrumentalisieren lassen

WISSENSCHAFT
Parental Alienation Syndrome: Nicht instrumentalisieren lassen
PP 2, Ausgabe Februar 2003, Seite 81

Andritzky, Walter

Nach einer Scheidung werden Therapeuten und Ärzte oft in die Sorgerechtsstreitigkeiten verwickelt. Wichtig ist, zwischen verschiedenen Konfliktkonstellationen unterscheiden zu können.

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26.03.2014 (Mittwoch) um 18:00h – Töchter ohne Väter – Podiumsdiskussion im Weltmuseum, 1010 Wien

26.03.2014 (Mittwoch) um 18:00h

Weltmuseum Wien
Neue Burg
Heldenplatz, 1010 Wien

Tel. +43 1 534 30 – 5052 oder 5053
info@weltmuseumwien.at

Eintritt frei

Anfahrt & Kontakt Weltmuseum

Töchter ohne Väter – Podiumsdiskussion im Weltmuseum, 1010 Wien

Podium

  • Univ.Prof.Dr. Johann Missliwetz
  • Dr. Alexander Krasser
  • Claudia Aschenbrenner

Moderation

  • Dr. Hannes Berger

 

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08.02.2014 – DerWesten – Die Mutter eines Hochbegabten wehrt sich

Bochum.
Die Mutter eines Hochbegabten wehrt sich
08.02.2014 | 00:18 Uhr

Bochum. Es ist eine Niederlage mit Signalwirkung für das Jugendamt Bochum: Der kleine Jamie (5) darf mit einem Intelligenzquotienten von 141 als hochbegabt gelten, immerhin besuchte er schon mit vier Jahren die zweite Klasse. Allerdings bringt das im Alltag Probleme mit sich, über die Mutter Dina Biernath zuerst in dieser Zeitung offen berichtete. Jamie fühlt sich oft unterfordert. Auf der Suche nach einer Schule riet eine Rektorin ihr sogar, „Jamie die Bücher wegzunehmen. Das Problem sei hausgemacht“.

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29.10.2013 – Spiegel – Erfundene Vergewaltigung: Freispruch für Vater nach sieben Jahren Haft

Erfundene Vergewaltigung: Freispruch für Vater nach sieben Jahren Haft

DPA

Familienvater Heinz-Dieter G. vor Gericht: „Kein faires Verfahren“

Das Memminger Landgericht hat einen spektakulären Justizirrtum korrigiert. Sieben Jahre saß ein Familienvater im Gefängnis, weil er von seiner Tochter der Vergewaltigung bezichtigt worden war. Schließlich zog die heute 33-Jährige ihre Vorwürfe zurück, ihr 62-jähriger Vater wurde jetzt freigesprochen.

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09.06.2013 (Sonntag) ab 10:00h – Vatertag mit Väter ohne Rechte – Solidaritätskundgebung zum Vatertag am Reumannplatz

09.06.2013 (Sonntag) ab 10:00h

Reumannplatz, Nähe Eissalon Tichy

1100 Wien

Du sollst Vater und Mutter ehren, so steht es in einem der christlichen Gebote. Leider erhalten viele Kinder diese Chance nicht, wenn sie vorsätzlich vom getrennt lebenden Elternteil entfremdet werden. Das Parental-Alienation-Syndrome (PAS) bedeutet lebenslanges Leid für die Kinder. Längst existiert die Forderung, die vorsätzliche Entfremdung von Kindern auch in Österreich endlich unter Strafandrohung zu stellen.

Die Mitarbeiter von Väter ohne Rechte nehmen auch heuer wieder den Vatertag zum Anlass, mit einem Infostand auf Missstände in der Gesetzgebung und Rechtspraxis hinzuweisen. Unser Team-PAGO wird anwesend sein.

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01.10.2011 – Kurier – Vater darf seit Jahren Kind nicht sehen

Letztes Update am 05.12.2011, 08:42
Vater darf seit Jahren Kind nicht sehen
Ein geschiedener Vater darf sein Kind seit acht Jahren nicht sehen – trotz eingeräumten Besuchsrechts. Die Mutter weigert sich

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25.01.2013 – Heute – Sensationurteil: Schmerzensgeld für Vater, der nicht zum Sohn darf

Sensationurteil
Schmerzensgeld für Vater, der nicht zum Sohn darf

Vater Leopold Hronek (50) kämpfte vor Gericht um seinen Sohn (© Privat )
Erstmals in Österreich sprach ein Gericht einem Vater Schmerzensgeld zu, weil die Mutter ihn seinen Sohn nicht sehen ließ. Jahrelang kämpfte Leopold Hronek vergeblich – jetzt bekam er 2.000 Euro zugesprochen. Ein richtungsweisendes Urteil.

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15.10.2012 (Montag) um 23:40h ARD – „Das Kind kriegst du nicht!“ – Ein Film von Gesa Berg und Uta König

15.10.2012 (Montag) um 23:40h

ARD

„Das Kind kriegst du nicht!“

Ein Film von Gesa Berg und Uta König

„Das Kind kriegst du nicht!“
Eltern im Scheidungskampf

Etwa eine Million Kinder in Deutschland haben keinen Umgang mit ihren Vätern oder Müttern, weil der andere Elternteil dies nicht zulässt. Der Film erzählt vom Schicksal der Eltern, die nach der Trennung vom Partner die gemeinsamen Kinder gar nicht oder nur sehr selten sehen dürfen. Es sind Väter und Mütter, die sich zuvor auch im Alltag intensiv um ihre Kinder gekümmert hatten und eine liebevolle Beziehung zu ihnen pflegten. Nun wurden sie von einem Tag auf den anderen aus dem Leben ihrer Kinder gestoßen – trotz eines gemeinsamen Sorgerechts. Eine existenzielle Lebenskrise, vor der die Betroffenen fassungslos und ohnmächtig stehen.

„Das Kind kriegst du nicht“
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In neun von zehn Fällen sind es die Mütter, die von den Gerichten – gemäß alter Rollenklischees – das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen bekommen, und damit die Macht haben zu entscheiden. Oft sind es gekränkte Gefühle und Rachegelüste, die – bewusst oder unbewusst – auf dem Rücken der gemeinsamen Kinder ausgetragen werden. Mit oft tragischen Folgen. Wissenschaftliche Studien zeigen: Kinder, die im Machtkampf der Eltern instrumentalisiert werden, erleiden schwere seelische Schäden, die sie häufig bis ins Erwachsenenalter verfolgen.

Einfühlsam erzählen Grimme-Preisträgerin Uta König und Gesa Berg die dramatischen und bewegenden Geschichten mehrerer Väter und einer Mutter, die nach Trennung und Scheidung von ihren Kindern ferngehalten werden. Im Film wird deutlich, wie groß die Angst der Betroffenen ist, die geliebten Kinder ganz zu verlieren und wie verzweifelt ihre Bemühungen sind, ihnen auch nach der Scheidung Vater oder Mutter sein zu dürfen. Anhand der persönlichen Schicksale zeigt sich auch, welche psychologischen Mechanismen im Machtkampf der Eltern wirken und warum viele Richter vor der zerstörerischen Kraft des „mächtigeren“ Elternteils kapitulieren. Damit sich Eltern bei der Trennung nicht im eigenen Gefühlschaos verlieren und das Wohl ihrer Kinder im Auge behalten, plädieren Experten dafür, den Scheidungspaaren professionelle Hilfe anzubieten. Anstatt juristischer Beschlüsse setzen mittlerweile viele Familiengerichte auf Mediation – mit gutem Erfolg, wie der Film zeigt.

Film von Gesa Berg und Uta König

Quelle: DasErste.de – http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/ndr/2012/das-kind-kriegst-du-nicht-eltern-im-scheidungskampf-15102012-100.html

10.10.2012 – Standard – Koalition einig: Mehr Rechte für Väter bei Streit um Kinder

Justizministerin und Frauenministerin einig: Gemeinsame Obsorge auch gegen Willen der Mutter, ledige Väter können Obsorge beantragen

Künftig bekommen Väter in Sorgerechtsfragen mehr Rechte: Darauf haben sich Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) geeinigt. Demnach bekommen Väter ein Recht, die Obsorge zu beantragen – auch wenn die Mutter das nicht gutheißt. Zudem werden unverheiratete Väter den verheirateten gleichgestellt.

Die Regelung im Detail: Väter können, egal zu welchem Zeitpunkt, bei Gericht einen Antrag auf Obsorge stellen – und zwar unabhängig davon, ob sie mit der Mutter verheiratet sind oder nicht. Sind sich Mutter und Vater einig, dass sie ein gemeinsames Sorgerecht wünschen, so können sie das künftig am Standesamt tun und müssen nicht mehr zum Gericht.

Das sei ein Fortschritt, da auch der Antrag auf Vaterschafts-Anerkennung am Standesamt gestellt werden muss, so Karl. Künftig könne somit beides in einem erledigt werden. Die Gefahr, dass die Mutter überrumpelt wird, habe man im Gesetz ausgeräumt, sagt Heinisch-Hosek: Beide Elternteile müssen zum Standesamt gehen, zudem besteht ein achtwöchiges Widerrufsrecht.

Vorläufige Regelung

Auch in der heiß diskutierten Frage der gemeinsamen Obsorge nach einer Trennung im Streit gibt es nun eine gesetzliche Lösung: Können sich Mutter und Vater auf keine Sorgerechtslösung einigen, legt das Gericht eine vorläufige Obsorgeregelung für sechs Monate fest. Das bedeutet: Wurde das Kind vor der Trennung von beiden Elternteilen betreut, wird das auch in den ersten sechs Monaten danach so sein – es sei denn, das Kindeswohl ist durch eine gemeinsame Obsorge gefährdet. Nach der Sechs-Monats-Frist beurteilt das Gericht, ob die Lösung funktioniert hat und beibehalten werden kann.

In der Sechs-Monats-Frist wird das Kind vom Gericht einem Elternteil zugeteilt und hauptsächlich von diesem betreut, dem anderen Elternteil ist jedoch „ein derart ausreichendes Kontaktrecht einzuräumen, dass er auch die Pflege und Erziehung des Kindes wahrnehmen kann“, heißt es im Gesetzesentwurf.

Verpflichtende Beratung

Sollte sich ein Elternteil in der Sechs-Monats-Frist nicht an das vereinbarte Kontaktrecht halten, sind Maßnahmen vorgesehen: Wenn beispielsweise ein Elternteil dem anderen den Kontakt zum Kind vorenthält oder ein Elternteil zum vereinbarten Zeitpunkt nicht auftaucht, sieht das Gesetz einen verpflichtenden Besuch bei der Familienberatungsstelle vor. Auch ein Termin bei der Agressionsberatungsstelle kann einem Elternteil gerichtlich vorgeschrieben werden.

Kommt der betreffende Elternteil diesem Termin nicht nach, „wird das in die richterliche Beurteilung einfließen“, meint Karl – es wirkt sich also aus Sicht des jeweiligen Elternteils negativ auf die endgültige Obsorgeentscheidung aus.

Eine weitere Neuerung: Künftig sollen bei strittigen Trennungen sogenannte „BesuchsmittlerInnen“ zum Zug kommen, die überprüfen, ob sich beide Elternteile an die vereinbarte Besuchsregelung halten. Dabei soll es sich um PsychologInnen, PädagogInnen oder SozialarbeiterInnen handeln, die auch der Kindesübergabe anwesend sein können. Die BesuchsmittlerInnen dienen dem Gericht als Entscheidungshilfe, wenn es um die Festlegung der endgültigen Obsorgeregelung geht. Auch die Familiengerichtshilfe soll das Gericht bei der Entscheidung unterstützen.

Kommt das Gericht zu dem Schluss, dass sechs Monate für die Entscheidung nicht ausreichen, kann es die Frist verlängern.

„Großer Wurf“

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und der österreichische Verfassungsgerichtshof hatten die bisherigen Obsorgeregelungen für rechtswidrig erklärt. Die Regierung hatte noch bis 31. Jänner 2013 Zeit, ein neues Gesetz zu schaffen – der Gesetzesentwurf kam daher in letzter Sekunde und geht noch am Mittwoch in Begutachtung, um mit 1. Februar 2013 in Kraft treten zu können. „Unser Kompromiss zeigt trotz aller Unkenrufe, dass diese Regierung sehr wohl sehr gut arbeitet“, sagte Karl bei der Präsentation des Entwurfs, den auch Heinisch-Hosek als „großen Wurf“ bezeichnet.

„Es gibt weiterhin keine Automatik bei der gemeinsamen Obsorge“, betont die Frauenministerin. Ein automatisches Eintreten des gemeinsamen Sorgerechts hatte Heinisch-Hosek bekämpft. Sie sieht durch das neue Gesetz gewährleistet, dass „weiterhin das Gericht entscheidet, was besser ist“. Demnach werde es eine alleinige Obsorge für die Mutter „nicht nur bei Gewalt durch den Vater oder bei Gefahr in Verzug“ geben, sondern auch in anderen Fällen.

Das Gericht hat anhand eines Zwölf-Punkte-Katalogs zu entscheiden, was dem Kindeswohl am ehesten entspricht. In diesem Katalog finden sich Elemente wie „eine angemessene Versorgung, insbesondere mit Nahrung, medizinischer und sanitärer Betreuung und Wohnraum, sowie eine sorgfältige Erziehung“, aber auch „die Vermeidung der Gefahr für das Kind, Übergriffe oder Gewalt an wichtigen Bezugspersonen mitzuerleben“.

Neues Namensrecht

Änderungen gibt es auch im Namensrecht. So können in Zukunft alle Familienmitglieder einen Doppelnamen tragen – unabhängig davon, ob die Eltern verheiratet sind oder nicht. Der Familienname darf aus höchstens zwei Elementen bestehen. Auch unverheiratete Paare können in Zukunft für das Kind den Namen des Vaters wählen – bislang war das nicht möglich. Können sich die Eltern auf keinen Namen einigen, erhält das Kind automatisch den Nachnamen der Mutter.

Alltags-Obsorgerechte auch für Lesben und Schwule

Die Obsorge des Alltags soll von einem Elternteil auf unverheiratete PartnerInnen übertragen werden können. Das gilt auch für lesbische und schwule Lebensgemeinschaften. So sollen in Zukunft auch gleichgeschlechtliche PartnerInnen als Angehörige Auskunft im Spital einholen oder ein Entschuldigungsschreiben für das Fernbleiben des Kindes von der Schule anfertigen können.

Kritik von Grünen und BZÖ

Kritik am Gesetzesentwurf kam am Mittwoch von der Opposition. „Zu denken, dass eine gesetzlich verordnete gemeinsame Obsorge, auch wenn die Eltern sich streiten, dem Kindeswohl dient, ist absurd und realitätsfremd“, meinte hingegen die Grüne Familiensprecherin Daniela Musiol. Die Grünen befürworteten eine gemeinsame Obsorge nur dann, wenn sich beide Eltern darauf einigen können. Sie fordern die Einrichtung einer Schlichtungsstelle, um eine solche Einigung herbeizuführen. „Das Gemeinsame kann nicht per Gesetz verordnet werden“, ergänzte Justizsprecher Albert Steinhauser. Erfreut zeigten sich die Grünen dagegen über die Liberalisierung des Namensrechts.

„Nur wenige Verbesserungen für die Kinder“ in den ausgehandelten Obsorge-Regelungen sieht BZÖ-Familiensprecherin Ursula Haubner. Dass die gemeinsame Obsorge zum Regelfall werde, sei „leider verpasst“ worden. Positiv sei die Beschleunigung der Verfahren, auch die Verankerung des Kindeswohls im Gesetz sei zu begrüßen, so Haubner. (Maria Sterkl, derStandard.at, 10.10.2012)

Von Maria Sterkl, 10. Oktober 2012, 12:43

Quelle: Standard – http://derstandard.at/1348285608005/Gericht-kann-gemeinsame-Obsorge-anordnen