14.12.2015 – Süddeutsche Zeitung – In fremden Händen

14. Dezember 2015 Aus Heft 50/2015 Familie

In fremden Händen

Jugendämter greifen zunehmend in Familien ein und bringen Kinder in Heimen oder Pflegefamilien unter. Manche Entscheidungen der Ämter sind verheerend – und wer einmal in die Mühlen geraten ist, kommt so leicht nicht mehr heraus. Sechs Leidensgeschichten.

Von Katrin Langhans und Rainer Stadler

In Deutschland gibt es rund 600 Jugendämter. Sie sind kommunale Behörden und sollen sicherstellen, dass Kinder geborgen und gesund aufwachsen. Sie planen Spielplätze, sie beraten Jugendliche, die sich beim Einstieg ins Berufsleben schwertun, sie unterstützen Eltern bei der Erziehung. Das Jugendamt soll aber nicht nur helfen, sondern auch kontrollieren, dass Kinder in ihren Familien nicht vernachlässigt oder misshandelt werden. Andernfalls kann es eine Inobhutnahme verfügen: Das Kind wird aus seiner Familie genommen und in einer Pflegefamilie oder einem Heim untergebracht. Die Zahl der Kinder, die Jugendämter aus ihren Familien nehmen, steigt: Vor zehn Jahren waren es rund 25 000 Kinder, vergangenes Jahr fast 50 000. In der Öffentlichkeit wird diese Entwicklung oft damit erklärt, dass Eltern mit ihrer Erziehungsaufgabe zunehmend überfordert seien. Es gibt aber Fälle, die eher den Verdacht nähren, dass ein Apparat außer Kontrolle geraten ist: dass Familien, die vielleicht Hilfe bräuchten, mit staatlicher Gewalt schikaniert und auseinandergerissen werden – mit wenig Rücksicht auf Gesetze und auf das Gut, das eigentlich über allem steht: das Kindeswohl.

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18.02.2011 – Hamburger Abendblatt – Wahnsinnige Liebe – droht eine Borderline-Gesellschaft?

18.02.11
Psychische Krankheiten
Wahnsinnige Liebe – droht eine Borderline-Gesellschaft?

Anton verliebt sich in Claudia aus Hamburg, sie soll die Richtige sein. Sie ist jedoch eine von immer mehr Deutschen mit psychischen Krankheiten.

Von Alexander Schuller

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08.02.2014 – DerWesten – Erzieherin soll Schüler missbraucht haben

Erzieherin soll Schüler missbraucht haben
08.02.2014 | 00:18 Uhr
2014-02-08T00:18:00+01:00

Er war 13, als die Erzieherin seiner Realschule ihm ihre „Liebe“ gestand. Um ihn sexuell missbrauchen zu können, soll die 29-Jährige massiven psychischen Druck auf den Schüler ausgeübt haben. Vor der Jugendschutzkammer am Landgericht Essen muss sich die 29-Jährige ab dem 12. Februar wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes, Nötigung und Stalking verantworten. 46 Fälle sind angeklagt. 

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28.10.2011 – MV-Online – Wir sind keine Zahlväter – Interview mit Tilmann Spieker, VAFK Münster

Münster – Tilmann Spieker ist der Leiter des Vereins „Väteraufbruch für Kinder“ (VAFK) in Münster. Regelmäßig organisiert er Treffen und Gesprächsrunden für Väter, die ihre Kinder aufgrund einer Trennung nur eingeschränkt sehen dürfen. Mit Meike Lorenzen sprach er über die Angebote des Vereins und gibt betroffenen Männern Verhaltens-Tipps.

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