25.07.2019 – FAZ – Kinderhandel in Italien: Eine fast unheimliche Parallele zu Hänsel und Gretel

Kinderhandel in Italien : Eine fast unheimliche Parallele zu Hänsel und Gretel
Aktualisiert am 25.07.2019-17:23

Im norditalienischen Bibbiano wurde jahrelang mit Kindern gehandelt. Verdächtigt werden zahlreiche Mediziner und Sozialarbeiter, sogar der Bürgermeister soll beteiligt gewesen sein. Nun wird die Sache zum Politikum.

Von Matthias Rüb

Bibbiano ist ein Städtchen von rund zehntausend Einwohnern in Norditalien. Ende Juni wurde dort Anklage erhoben gegen 27 Verdächtige, darunter Psychologen und Psychotherapeuten, Ärzte und Sozialarbeiter. Auch der Bürgermeister steht unter Hausarrest. Den Angeklagten werden Kindesmisshandlung und Körperverletzung, Betrug und Amtsmissbrauch, Fälschung von Dokumenten und Diagnosen sowie allerlei weitere Delikte vorgeworfen.

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26.09.2018 – Domradio – Erschrecken nach Missbrauchsstudie im Auftrag der Bischöfe

Ergebnisse der Studie zu Missbrauch in der katholischen Kirche

Bei der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz ist die Missbrauchsstudie offiziell vorgestellt worden. Rund vier Jahre lang arbeitete ein Forscherkonsortium um den Mannheimer Psychiater Harald Dreßing daran. Die Untersuchung, die die katholischen Bischöfe in Auftrag gaben, hat 356 Seiten und umfasst die Jahre 1946 bis 2014. Alle 27 Bistümer nahmen – für unterschiedliche Zeiträume – an der Studie teil, einige Bistümer wurden vertieft für die gesamte Phase untersucht. Sowohl Namen der Betroffenen als auch der Bistümer selbst sind anonymisiert.

Einige der wichtigsten Ergebnisse: In den 38.156 ausgewerteten Akten der 27 deutschen Bistümer gab es bei 1.670 Klerikern (4,4, Prozent) Hinweise auf Beschuldigungen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. Darunter waren 1.429 Diözesanpriester (5,1 Prozent aller Diözesanpriester), 159 Ordenspriester (2,1 Prozent) und 24 hauptamtliche Diakone (1,0 Prozent).

3.677 Kinder und Jugendliche sind als Opfer dieser Taten dokumentiert. Bei 54 Prozent der Beschuldigten lagen Hinweise auf ein einziges Opfer vor, bei 42,3 Prozent Hinweise auf mehrere Betroffene zwischen 2 und 44, der Durchschnitt lag bei 2,5. 62,8 Prozent der von sexuellem Missbrauch Betroffenen waren männlich, 34,9 Prozent weiblich, bei 2,3 Prozent fehlten Angaben zum Geschlecht. Das deutliche Überwiegen männlicher Betroffener unterscheidet sich nach Angaben der Forscher vom sexuellen Missbrauch an Minderjährigen in nicht-kirchlichen Zusammenhängen. Beim ersten Missbrauch waren 51,6 Prozent der Betroffenen jünger als 14 Jahre alt. 25,8 Prozent waren 14 oder älter, bei 22,6 Prozent war das Alter nicht dokumentiert.

Drei von vier Betroffenen standen mit den Beschuldigten in einer kirchlichen oder seelsorgerischen Beziehung, zum Beispiel als Messdiener oder als Schüler im Rahmen von Religionsunterricht, Erstkommunion- oder Firmvorbereitung. Bei 566 Beschuldigten (33,9 Prozent) wurden kirchenrechtliche Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger eingeleitet, bei 53 Prozent nicht, bei 13,1 Prozent fehlten entsprechende Angaben. Rund ein Viertel aller eingeleiteten kirchenrechtlichen Verfahren endete ohne Sanktionen. Aus dem Klerikerstand entlassen wurden 41 Beschuldigte, 88 wurden exkommuniziert, also aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen.

Innerkirchliche Risikofaktoren, die die Wissenschaftler in der katholischen Kirche ausmachen: Sie raten dazu, den Klerikalismus zu überdenken, den sie „als das Bestreben, einer Religion über die religiös-geistige Einflusssphäre hinaus weltliche Macht zu verleihen und religiösen Dogmen politische Geltung und politisches Gewicht zu verschaffen“ zu überdenken. Auch solle über den Zölibat (die aus religiösen gewählte Ehelosigkeit der Priester) sowie die Einstellung der Kirche zur Homosexualität nachgedacht werden. (kna/Stand 25.09.2018)

Weitere Veränderungen – aber keine Rücktritte erwartet Weiterlesen

19.10.2016 – La Repubblica – Parla male dell’ex marito al figlio: condannata a 30 mila euro di multa

Parla male dell’ex marito al figlio: condannata a 30 mila euro di multa

Sentenza del tribunale civile di Roma nei confronti di una moglie separata, accusata di „palesare disapprovazione nei confronti del coniuge“. Il verdetto accompagnato dal monito a cambiare comportamento, pena la modifica delle condizioni di affido del minore. Per i giudici resta prioritaria la tutela dei bambini. L’esperto: „Pronuncia storica“

di CECILIA GRECO
19 ottobre 2016

Contesi, usati come ‚merce di ricatto‘, costretti a sorbirsi insulti e frecciate che un genitore rivolge all’altro. Spesso sono i minori le vere vittime dei divorzi e delle separazioni e sono loro i primi che devono essere tutelati e difesi. La conferma arriva ora dal Tribunale civile di Roma con la sentenza che ha condannato a 30 mila euro di multa una mamma che parlava male di papà. Per i giudici non ci sono giustificazioni che tengano: il coniuge separato, in presenza di figli, è prima di ogni cosa genitore e deve salvaguardare la serenità e il diritto alla bigenitorialità del proprio figlio. Il diritto-dovere cioè, di tutelare il rapporto con i figli e di intervenire nella loro educazione, anche in caso di separazione o divorzio.

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26.01.2015 – Spiegel – Katholische Kirche: Was wurde eigentlich aus dem Missbrauchsaufklärer Pater Mertes?

Missbrauchsaufklärer vom Canisius-Kolleg: Jesuiten-Pater Klaus Mertes

Mit seinen Untersuchungen fing alles an: Vor fünf Jahren wurde Deutschland vom Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche überrollt. Wie denkt Jesuiten-Pater Klaus Mertes heute über seine Rolle, was hat sich verändert – in der Kirche, in seinem Leben?

Von Annette Langer

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10.06.2014 – Rhein-Zeitung – Geschiedene: Ackermann drängt auf Lösung

10.06.2014, 06:00 Uhr
Geschiedene: Ackermann drängt auf Lösung

Trier – Die katholische Kirche muss nach Ansicht des Trierer Bischofs Stephan Ackermann dringend Lösungen für ihren Umgang mit wiederverheirateten Katholiken finden. „Ich sehe das in der Tat als ein drängendes pastorales Problem, weil es Menschen in Distanz zur Kirche bringt“, sagte Ackermann. Schnellschusslösungen seien aber nicht möglich, weil die Frage zu komplex sei.

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09.04.2013 – Rhein-Zeitung – Missbrauchsvorwürfe gegen 21 Priester: Über Sanktionen ist kaum etwas bekannt

Trier – Liegt es an der harten Hand des katholischen Missbrauchsbeauftragten Stephan Ackermann oder der seines obersten Richters Georg Holkenbrink? Oder ist die Zahl der Missbrauchspriester im Bistum Trier höher als in anderen Diözesen? Seit Februar 2010 wurden im Bistum Trier gegen 21 der insgesamt 700 Priester sogenannte kirchenrechtliche Voruntersuchungen eingeleitet, sagte jetzt Bischofssprecher André Uzulis auf Anfrage des Trierischen Volksfreund. Dabei geht es um eine mögliche Bestrafung der Geistlichen durch die katholische Kirche.

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01.04.2013 – 16vor – Ackermann will Bischofshof räumen

Der Trierer Bischof denkt offenbar ernsthaft darüber nach, sich nach einer neuen Bleibe umzuschauen. Hintergrund für Stephan Ackermanns Vorhaben, dass er nach bislang unbestätigten Informationen von 16vor heute Abend in einer Vesper im Dom verkünden will, ist die Absicht des neuen Papstes, die ihm zustehenden Gemächer im Apostolischen Palast nicht zu beziehen. Wenn Franziskus in einem Gästehaus wohne, könne er nicht mehr in einem barocken Palais residieren, soll Ackermann gegenüber Vertrauten geäußert haben. Hinter dem Dom ist man indes alles andere als begeistert von den Plänen, denn auch Mitglieder des Domkapitels, die Weihbischöfe und der Generalvikar müssten dann wohl über kurz oder lang ihre Kurien räumen.

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