01.06.2015 – Berliner Morgenpost – Missbrauch in Berlin: Wenn der Staat zum Täter wird

Kommentar
Missbrauch in Berlin – Wenn der Staat zum Täter wird

Berlins Behörden haben sich an Schutzbefohlenen versündigt – und breiten darüber immer noch den Mantel des Schweigens. Eine Aufklärung ist das Mindeste, kommentiert Joachim Fahrun.
01.06.2015, 12:51
Joachim Fahrun

Vor mehr als fünf Jahren war die Blockade beendet. Diese Zeitung machte 2010 als erste öffentlich, dass in den Siebziger- und Achtzigerjahren am Berliner Jesuitengymnasium mehrere Patres über Jahre gegenüber Schülern sexuell übergriffig waren – und ihre Oberen sahen weg.

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14.10.2014 – FAZ – Unter dem Deckmantel der Vielfalt

Sexualaufklärung in Schulen
Unter dem Deckmantel der Vielfalt

Kinder sollen ihre „Lieblingsstellung“ zeigen, Puffs planen, Massagen üben. Die sexuelle Aufklärung missachtet Grenzen. Die Politik will es so. Kinderschützer schlagen Alarm.

14.10.2014, von Antje Schmelcher

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25.03.2013 – Spiegel Online – Schweiz: Missbrauch bei der Alm-Therapie

Schweiz: Missbrauch bei der Alm-Therapie

Von Christian Füller

Der Schulsozialarbeiter Tibor B. gewann Preise für seine Arbeit, war in der Schweiz hoch anerkannt. Was nur wenige wussten: Er verging sich an Kindern. Auch die Stiftung des bekannten Hirnforschers Gerald Hüther engagierte ihn für ein vielgelobtes Alm-Projekt – auch dort wurde er übergriffig.

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21.05.2012 – Profil – Heimskandal: Historikerbericht dokumentiert Gewaltexzesse

Die Historikerkommission zum Wiener Heimskandal erklärt Gewalt und Missbrauch mit NS-Traditionen, autoritärem Spießertum, fehlender Kontrolle und feigem Wegschauen.

Schon die Aufzählung so genannter Erziehungsmethoden, die in Kinder- und Jugendheimen des sozialdemokratisch regierten Wien üblich waren, lässt einem Tränen in die Augen schießen: Schläge mit dem Ochsenziemer, Kniebeugen um Mitternacht, eiskalte Duschen, Kellerhaft, Redeverbot, Klogang in Gruppen, Demütigung durch Blöße, Zwang aufzuessen, auch das Erbrochene.

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10.04.2012 – TAZ – Sexuelle Gewalt gegen Kinder: Den Kopf immer tiefer im Sand

Was hat die Gesellschaft begriffen nach zwei Jahren Aufdeckung von Missbrauchsfällen? Nichts. Eher im Gegenteil, zumindest wenn man die Reformpädagogik betrachtet.

Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) nennt es gerne eine „neue Kultur des Hinschauens“. Das bedeutet, kurz gesagt: Lehrer, Eltern, Pfarrer, die Polizei, die Öffentlichkeit, alle müssen viel sensibler auf Missbrauchsverdachte achten und schnell reagieren – zum Schutz der Opfer. Das muss die Lehre sein aus der Aufdeckung schwerster und umfangreicher Missbrauchsfälle in Kollegs, Klöstern und der Odenwaldschule. Denkt man.

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