29.03.2013 – Standard – Die Versorgungsrepublik

Die Versorgungsrepublik
Kommentar | Alexandra Föderl-Schmid, 29. März 2013, 18:34

Parteibuchwirtschaft und Postenschacher sind selbstverständlich in Österreich

Weiterlesen

25.09.2012 – Tagesanzeiger – Im Dienste des finsteren Fürsten

Von Bernhard Odehnal . Aktualisiert am 25.09.2012 10 Kommentare

Wir waren jung und links, wir glaubten an die Reformierbarkeit der Partei. Heute folgt die Ernüchterung: Wie ich mithalf, die Demokratie in Österreich zu zerstören.

Er galt einst als Rebell: Josef Cap, der «Fürst der Finsternis».
Bild: Reuters

Weiterlesen

24.06.2012 – ortneronline.at – Wir haben zu viele Politiker, die sich selbst dienen

(von FRANK STRONACH) Anfang Juni habe ich wieder einmal ein paar Tage in Florida verbracht, wo ich das „Stronach Plant Science Center“ an der University of Gainsville eröffnete. Das ist eine Forschungseinrichtung, die sich mit nachhaltiger, biologischer Landwirtschaft befasst. Ganz in der Nähe besitze ich einige Hektar Farmland. In den kommenden Jahren möchte ich dort Freilandrinder züchten, die völlig natürlich, mit viel Auslauf auf großen grünen Wiesen und mit frischem Wasser aufwachsen.

Es gibt immer mehr Leute, die sich bewusst ernähren und die Lebensmittel ohne Hormone, Antibiotika, Pestizide oder andere chemische Zusätze bevorzugen. Massentierhaltung ist grausam für die Tiere und die daraus resultierenden Lebensmittel sind vermutlich nicht sehr gesund. Als Bio-Landwirt möchte ich gerne ein Vorbild für artgerechte Tierhaltung abgeben.

Da ich die Universität fördere, hat man sich im Rahmen einer schönen Eröffnungszeremonie bei mir bedankt. Die Redner hatten im Vorfeld recherchiert, was sie alles über meine Person sagen könnten. Überraschenderweise sind sie in ihren Nachforschungen auch auf mein politisches Engagement in Österreich gestoßen. Als wir nach dem Festakt in kleiner Runde zusammenstanden, haben sie mich ziemlich verwundert gefragt, warum ich mir das „antue“. Und sie waren nicht die ersten, die mich das gefragt haben.

Das Leben war unglaublich gut zu mir. Ich komme aus ganz einfachen Verhältnissen, habe sehr viel und sehr hart gearbeitet und mir dadurch einen gewissen Reichtum erworben. Nun möchte ich der Gesellschaft gerne etwas zurückgeben. Ich suche kein Amt und keinen Titel, aber mein Gewissen gebietet mir, meine Erfahrung und auch finanzielle Mittel einzubringen, damit ich etwas dazu beitragen kann, dass die nächsten Generationen in Österreich eine gute Zukunft haben können.

Meine Eltern waren beide Fabrikarbeiter. Mein Vater war ein aktiver, aber auch ein wenig verträumter Kommunist. Von meiner Mutter habe ich die Wertschätzung für harte Arbeit und das unternehmerische Denken gelernt. Von meinem Vater habe ich gelernt, wie wichtig der Sinn für Fairness und Gerechtigkeit gegenüber allen Menschen ist. Und dass man auch darum kämpfen muss.

Meine Philosophie war daher immer schon auf sozialem Denken aufgebaut. Ich habe schon öfter gesagt, wenn sich die richtigen Leute finden, die meine Grundprinzipien umsetzen wollen, würde ich sie unterstützen. Wenn ich sage die „richtigen Leute“, meine ich Leute mit einer gewissen Erfahrung und vor allem mit einem guten Charakter, die unserem Land dienen wollen. Wir haben leider zu viele Politiker, die sich in erster Linie selbst dienen und die mehr an ihrer Machterhaltung als an der Zukunft unseres Landes interessiert sind.

Von Frank Stronach

Quelle: ortneronline.at – http://www.ortneronline.at/?p=17711

13.12.2011 – Kurier.at – Düringers „Wutrede“ wird heiß diskutiert

Im ORF ist die letzte Klappe von „Dorfers Donnerstalk“ gefallen. Aber im Internet macht Roland Düringers Auftritt als „Wutbürger“ weiterhin die Runde.

Alfred Dorfer überließ seinem langjährigen Bühnenpartner Roland Düringer vergangenen Donnerstag die ehrenvolle Aufgabe, bei der letzten TV-Sendung nach mehr als sieben Jahren „Dorfers Donnerstalk“ den Schlusspunkt zu setzen. Nachdem ein voraufgezeichnetes Video gezeigt wurde, in dem Düringer eher ungelenk bei einem „Wutbürger-Kongress“ in einem Gasthaus spricht, bat Dorfer den Kabarettkollegen zu sich auf die Bühne. Als „Wutbürger“ solle er die Gelegenheit bekommen, seine Ansichten „vor einem Millionenpublikum“ (ganz so viele waren es nicht) noch einmal formulieren zu können. Und dies tat Düringer plötzlich auf fulminante Weise.

So fulminant, dass mehrere Versionen des Clips bisher bereits insgesamt mehr als 50.000 Klicks auf YouTube verzeichnen konnten. In der Brandrede gibt sich Düringer als Sprecher einer zunehmend unzufriedenen Mittelschicht aus und echauffiert sich als „Wutbürger“ lautstark über die derzeitigen gesellschaftspolitischen Umstände: „Wir sind all jene Systemtrottel, die es schön langsam satt haben im Hamsterrad zu laufen.“ Abschließend brüllt er: „Wir sind die, die nicht mehr ihre Stimmen in Urnen werfen werden. Wir werden sie behalten, damit wir schreien können: Wir sind wütend!“

Video: „Wir sind wütend!“

Düringer hat sich für seine Rede literarisch inspirieren lassen und bezieht sich auf das Buch „Vom Systemtrottel zum Wutbürger“ von Rahim Taghizadegan und Eugen Maria Schulak (Ecowin-Verlag). Bei der Publikation handelt es sich allerdings weniger um eine politikwissenschaftliche Analyse, denn eine Art Lebensratgeber von den beiden Leitern des privaten Instituts für Wertewirtschaft in Wien, das unter anderem Coachings anbietet. Düringers Leseempfehlung auf dessen Facebook-Profil: „Ein böses buch für gute menschen und eine aufforderung uns unseres eigenen verstandes zu bedienen. Eine pflichtlektüre für alle gleichgesinnten. Unbedingt lesen.“

[…]

TIPP: Auch der letzte maschek-Clip im Rahmen von „Dorfers Donnerstalk“ ist auf Youtube zu sehen (siehe Link unten). Darin erscheint der große Politikeraufmarsch mit Fischer, Faymann und Dörfler am 10. 10. 2010 zum 90. Jahrestag der Kärntner Volksabstimmung in einem völlig neuen Licht.

Video-Link maschek: Faymann gibt Kärnten zurück (extern)

Letztes Update am 14.12.2011, 17:34

Artikel vom 13.12.2011 16:44 | KURIER | Peter Temel

Quelle: Kurier.at – http://kurier.at/kultur/4477822-dueringers-wutrede-wird-heiss-diskutiert.php

19.08.2011 – Wiener Zeitung – Der Bürger ist mehr als die Summe seiner niederen Instinkte

Im Verhältnis zwischen Politik und Bürgern knirscht es, und das noch dazu vernehmlich. Mit dem Hinweis, dass dies schon immer so war, ist es nicht getan. Vieles deutet darauf hin, dass der Vertrauensverlust zu tief geht, als dass man einfach so weitermachen könnte wie bisher.

Weiterlesen

20.08.2011 – Frankfurter Rundschau – FR-Serie: Welt im Wandel – Die Unordnung der Dinge

Die Welt ändert sich mit jedem Tag. Die Turbulenzen sind mit Herausforderungen und Zumutungen verbunden. Wie reagiert der Mensch auf die Irritation? Der Schriftsteller und Historiker Philipp Blom analysiert unsere „Welt im Wandel“.

Es ist eine fast banale historische Wahrheit, dass die Geschichte sich beschleunigt. In diesen Wochen ist das deutlicher denn je. Der arabische Frühling revolutioniert eine ganze Weltregion, das globale Machtgefüge hat sich innerhalb weniger Generationen völlig verschoben (noch bis vor dem Zweiten Weltkrieg regierte Großbritannien ein Drittel der Welt) und verändert sich weiter. Wissenschaft, Technologie und Unterhaltungsindustrie schaffen eine Lebenswelt der galoppierenden Veränderung.

Das Informationsvolumen, das ein heutiger Mensch an einem einzigen Tag aufnimmt, ist wahrscheinlich größer als alles, was Landbewohner vor einigen Jahrhunderten in ihrem Leben kennenlernten. In einer Tageszeitung stehen mehr Fakten, als ein Mensch des achtzehnten Jahrhunderts bis zu seinem Tod erfuhr, und auf der Fifth Avenue in New York, auf den Champs-Elysées in Paris oder auf der Shiyuba-Kreuzung in Tokio sieht man an einem gewöhnlichen Mittag mehr Menschen, als unsere Vorfahren je zu Gesicht bekamen.

Das Tosen der Fakten

Das Tosen der Fakten um uns herum wird durch Entertainment geschickt und kommerziell kanalisiert oder ausgeblendet und im Cyberspace eröffnen sich noch einmal neue Möglichkeiten sich zu informieren oder in Chatrooms und Games gleich neu zu erfinden. Eine der Konsequenzen dieses explosiven Anstiegs von Information und Entertainment ist das kognitive Hintergrundrauschen einer hochtechnisierten Zivilisation auf das Leben von Primaten, die nicht dafür evolviert sind und die diese Entwicklung innerhalb weniger Generationen physisch und psychisch unvorbereitet trifft – uns selbst.

Noch vor dreihundert Generationen (also etwa sechstausend Jahren) jagten die meisten unserer Vorfahren in kleinen Gruppen oder lebten in primitiven Dörfern, vor sechs Generationen gab es noch weder Strom noch Fotografie oder Eisenbahnen, heute geht man davon aus, dass sich das Faktenwissen der Naturwissenschaften in jedem Jahrzehnt verdoppelt und allein in Deutschland werden 100000 Bücher pro Jahr veröffentlicht. Die Wahrnehmung von Wandel hängt nicht von seiner tatsächlichen Geschwindigkeit ab, sondern davon, wie tief er in das Leben der Menschen eingreift und wie groß ihre intellektuelle und emotionale Aufnahmefähigkeit für diese Veränderungen sind.

Trotz römischer Eroberung und Christianisierung bestimmten starke Kontinuitäten über Jahrhunderte das Leben der ländlichen Mehrheit in Europa. Die Pestepidemie 1348 veränderte das Gesicht der Gesellschaften radikal und gab den Anstoß zu einem Umdenken, das in die Renaissance mündete. Dennoch, trotz Renaissance, Reformation und Gegenreformation, trotz fürchterlicher Kriege und der Entdeckung neuer Kontinente lebten viele Menschen vor der Französischen Revolution nicht wesentlich anders, als es Generationen vor ihnen getan hatten. Dann aber ging es Schlag auf Schlag in eine neue, kapitalistische, durch Industrie, Technologie und Standardisierung geprägte urbane Welt: die Revolution, die napoleonischen Kriege (und das Gedankengut, was die Besatzer brachten), die Revolutionen 1848, der Kolonialismus und der Innovations- und Industrialisierungsschub der Gründerzeit, der rauschhafte Taumel der Erneuerung vor 1914.

Gerade am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts war es nicht nur die technologische Durchdringung einer immer stärker urbanisierten und geplanten Welt sondern (auch dadurch verursacht) besonders die Verschiebung im Geschlechterverhältnis, die immer wieder als schwindelerregend rasch und von Männern oft auch als bedrohlich wahrgenommen wurde. Wer in die Stadt kam, war per Definition entwurzelt und musste sich eine neue Identität konstruieren. Da Arbeiterfamilien nicht von einem Lohn allein leben konnten, waren auch die Frauen meist gezwungen, einen Job anzunehmen und begannen, wie etwa die Textilarbeiterinnen in Nordengland, sich energisch für ihre Rechte, für Geburtenkontrolle, Gleichbehandlung, Mädchenerziehung und für das universelle Wahlrecht einzusetzen. Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen, deren Eltern noch ein Leben geführt hatten, das ihren fernen Vorfahren wesentlich ähnlicher war, als dem ihrer Kinder, hatte sich unwiderruflich verschoben.

Seite 2: Warum wir zur Zivilisation ohne Zukunftsvisionen wurden

Quelle: Frankfurter Rundschau –  http://www.fr-online.de/kultur/die-unordnung-der-dinge/-/1472786/9555610/-/index.html

In den Familien der Mittelschicht drückte sich diese Verschiebung anders aus. Die Erfindung des Fahrrads zeigt, wie in diesem Prozess technologische und moralische Faktoren ineinandergriffen. Fahrräder brachten jungen Frauen, die oft unter ständiger Aufsicht lebten, eine ganz neue Freiheit und ein ganz neues Körpergefühl, zumal die sportliche Betätigung dazu verleitete, das Korsett abzulegen und bequeme Reformkleidung anzulegen.

Begleitet von den düsteren Prognosen männlicher Ärzte, die vorhersagten, der Kontakt mit dem Fahrradsattel würde Frauen in einen Zustand dauernder sexueller Überstimulation versetzen und ihnen bleibenden Schaden zufügen, radelte eine ganze Generation von Mädchen augenscheinlich ohne Schäden einem neuen Rollenverständnis entgegen.

Sexuelle Identitäten um 1910

Die Veränderung der Jahre um 1910 hatte besonders sexuelle Identitäten zum Angelpunkt. Männer mussten selbst ein neues Rollenmodell definieren, eine neue Männlichkeit. Hunderttausende scheiterten daran, wie die Welle der Neurastheniker bezeugt, der (überwiegend männlichen) Nervenpatienten, deren Akten immer wieder Gefühle der sexuellen Minderwertigkeit und Angst widerspiegeln, aber viele nutzten auch die neuen Freiheiten oder suchten ihr Heil in einer traditionell martialischen Männlichkeit der Schnurrbärte und Uniformen. Nie zuvor wurden so viele Duelle ausgetragen wie kurz vor 1914.

Der Wandel der Jetztzeit betrifft ebenfalls unser tiefstes Selbstverständnis und ruft ähnliche Fluchtreaktionen hervor, wenn auch der Kern dieser Wandlung weniger das sexuelle als das soziale und kulturelle Selbstverständnis prägt. Keine Politikerin die, kein Politiker der nicht wüsste, wie sehr die Zeit drängt und trotzdem, vielleicht gerade deswegen, herrscht kulturelle und soziale Stagnation. Der Cyberspace wird zum Refugium für virtuelle Beziehungen, Linksparteien – früher Motoren gesellschaftlicher Reformen – sind zu konservativen Kräften geworden. Es geht darum, nicht loszulassen, was man glaubt, einmal zu besitzen.

Noch halb betäubt vom Scheitern der großen Ideologien und überfordert von den anstehenden Entscheidungen sind wir zur Zivilisation ohne Zukunftsvision geworden. Renten und Gesundheitssystem, Klima und Energieversorgung, internationale Machtgefüge, Überbevölkerung und Überschuldung: Jede Veränderung ist Verschlechterung.

Unsere Gesellschaften scheinen längst resigniert zu haben vor der Notwendigkeit, die Umwälzungen der Welt mitzusteuern. Zwar hat die deutsche Regierung mit sicherem, populistischen Reflex plötzlich gegen die Kernkraft optiert – in anderen, weniger medienwirksamen Fragen aber herrscht Erstarrung. Die EU – die einzige Chance für die europäischen Länder in einer Welt, in der 2100 nur noch 5% der Menschen Europäer sein werden – wirkt weitgehend handlungsunfähig, der Euro ist in Gefahr weil die Europäer nicht den Mut haben, das Unausweichliche zu begreifen, dass nämlich zwischen so unterschiedlichen Wirtschaftsräumen eine Währungsunion ohne politische Union nicht möglich ist.

Festung der Ängstlichen

Europa ist zur Festung der ängstlichen Begüterten geworden, die Flüchtlinge aus Afrika (die kein Ghaddafi mehr zurück in die Wüste schickt) lieber zu Hunderten im Mittelmeer ertrinken lässt, als es sich mit dem eigenen Wahlvolk zu verscherzen. Gleichzeitig geht ein Gutteil unserer kulturellen Energien dahin, die große Vergangenheit aufzubereiten und zu kommerzialisieren, die intellektuelle und künstlerische Gegenwart ist bestimmt von musealen Riten, konservatorischen Bedenken und der lärmenden Leere einer hochsubventionierten Avantgarde, die ihre schöpferische Armut und mit kokett nihilistischer Geste verschleiert.

Die dominanten intellektuellen Diskurse teilen die Vorsilbe „Post“, ganz so, als hätten wir uns zwischen Postdemokratie, Poststrukturalismus, Postmoderne, Postkolonialismus, Postfeminismus und Postkapitalismus mit der Rolle eines Nachtrags auf unsere eigene Kultur abgefunden. Von jetzt ab kommt nichts Neues mehr. Der Wandel vollzieht sich dabei längst ohne uns, mit jedem Tag schneller und weniger beeinflussbar. Die Beschleunigung der Geschichte ist nicht aufzuhalten. Wenn sie nicht gelenkt und genutzt wird, bleibt von Europa nichts als eine Landzunge im Westen Asiens, die gegen ein angemessenes Eintrittsgeld besichtig werden kann von den Bürgern einer neuen Weltordnung.

Wir brauchen kein Disneyland Paris und keinen europäischen Snobismus gegenüber einer globalen Kommerzkultur, wir zimmern längst am Disneyland Europe, einem historischen Themenpark mit eigener Währung.

Quelle: Frankfurter Rundschau – http://www.fr-online.de/kultur/die-unordnung-der-dinge/-/1472786/9555610/-/item/1/-/index.html

 

Zur Sache

Philipp Blom, Jg. 1970, lebt heute als Schriftsteller, Übersetzer und Journalist in Wien. Stark beachtet wurden auch seine letzten Bücher „Der taumelnde Kontinent. Europa 1900 – 1914“ (Hanser 2009) und „Böse Philosophen: Ein Salon in Paris und das vergessene Erbe der Aufklärung“ (Hanser 2011).

So viel Wandel war nie: Klimawandel, demographischer Wandel, Wertewandel. Die Schlagworte des Wechsels tauchen ständig in den Medien auf, werden von Politik und Wissenschaft diskutiert. Doch erleben wir tatsächlich historische Umbrüche oder dramatisieren wir nur den Gang der Geschichte, um als Zeitgenossen einer großen Epoche da zustehen? Auf diese Frage haben Wissenschaftler und Intellektuelle Antworten gesucht und in Essays für die Frankfurter Rundschau und das Nordwestradio aufgeschrieben. Wir veröffentlichen ihre Beiträge von heute an auf den Meinungsseiten und im Feuilleton der FR unter dem Titel „Die Unordnung der Dinge – Welt im Wandel“. Es erscheinen u.a. Texte von Dirk Baecker, Jens Reich, Claudia Kemfert, Claus Leggewie.

Quelle: Frankfurter Rundschau – http://www.fr-online.de/kultur/die-unordnung-der-dinge/-/1472786/9555610/-/item/1/-/index.html

 

06.06.2011 – Demokratie in der Krise – Wutbürger im Kommen – Diskussionsveranstaltung im Juridicum, Wien

Montag, 06.06.2011 um 18:00h

Dachgeschoß im Juridicum

Schottenbastei 10–16

1010 Wien

Eintritt frei , Anmeldung bis 3. Juni 2011 unter leservorteile@diepresse.com

DEMOKRATIE IN DER KRISE – WUTBÜRGER IM KOMMEN

Es sind keine großen Revolutionen wie in der arabischen Welt, wo die Menschen gegen lange herrschende Diktatoren ankämpfen, es ist ein eher kleines Aufbegehren. Dennoch: Auch in entwickelten Demokratien wie der österreichischen fühlt sich die Bevölkerung von der Politik nur noch unzureichend vertreten; das Vertrauen in den Staat und seine Institutionen schwindet. Wutbürger protestieren gegen Bauprojekte in ihrem Nahbereich, fordern aber auch große Reformen für die Bildung oder gegen die Verschwendung im öffentlichen Bereich ein. Was bedeutet das für die Demokratie?

Diskutierende:

  • Rudolf Burger, Philosoph und Publizist in Wien
  • Heinz Mayer, Verfassungsrechtler und Dekan der Wiener Rechtswissenschaftlichen Fakultät
  • Sighard Neckel, Vorstand des Instituts für Soziologie an der Universität Wien
  • Anneliese Rohrer, Journalistin und Kolumnistin der „Presse“
  • Erich Stekovics, Unternehmer und Begründer der Namensliste NESt (Frauenkirchen)

Moderation:

  • Benedikt Kommenda, „Die Presse“

[…]

Eine Veranstaltung der „Presse“ und der Wiener Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Quelle: Fakultätsvertretung Jus (Stand: 02.06.2011 um 19:10h)

Vertiefende Lektüre zum Thema, sowie der Bericht über den letzten Stammtisch der Wutbürger unter Leitung von Anneliese Rohrer im Cafe Museum unter Wutbürger: „Beklagen ist sinnlos – handle“ – 09.05.2011 | 21:23 | Von Julia Neuhauser (DiePresse.com)

13.05.2011 – Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar, Monika Ebeling unter feministischem Druck

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar, Monika Ebeling setzt sich seit Jahren für die wirkliche Gleichstellung der Geschlechter ein. Dass damit auch die Interessen von „männlichen Menschen“ gemeint sind, passt der sexistisch/feministischen/linken Szene in Goslar nicht. Monika Ebeling stört die guten Geschäfte und soll gehen, wenn es nach den Linken geht.

News dazu:

01.06.2011 um 22:15h – Monika Ebeling live in Stern-TV – Weshalb Gleichberechtigung offenbar nur für Frauen gilt.

Die Einladung von Monika Ebeling in die Sendung wurde aus unbekannten Gründen wenige Stunden vor dem Sendetermin widerrufen.

 

Weiterlesen