06.07.2014 – Deutscher Arbeitgeber Verband – Goldmarie durch Geschlecht

Monika Ebeling, Autorin
Goldmarie durch Geschlecht – Frauenquote ist Selbstbetrug

Es war ein eigentümliches Klima in den Siebzigern und Achtzigern des vorigen Jahrhunderts. Ein Klima in dem sich radikale, abstruse und längst wieder verworfene Ideen, und auch die sogenannte ´Frauenbefreiung´, Bahn brachen. Man wollte nicht mehr hinnehmen, dass sich ´Frauenrechte´ prozesshaft, gesellschaftskonform oder gar ´bio-dynamisch´ entwickeln. Nun sollte mit Macht, Gewalt und per Gesetz endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Eine friedliche Reform für die Rechte von Frauen, die eines öffentlichen und privaten Dialoges würdig gewesen wäre, war ´out´. Mittels Geschlechterkampf sollte die Befreiung der Frau und ihre Selbstverwirklichung möglichst schnell erreicht werden. Aber, meine Damen, ´das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht´.

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06.08.2012 – Focus – Nach außen Gleichstellung, von innen Feminismus

FOCUS Magazin | Nr. 32 (2012)
POLITIK
Nach außen Gleichstellung, von innen Feminismus
Montag, 06.08.2012, 00:00 · von Birgit Kelle (The European)

Seit 15 Jahren ist die Gleichstellungspolitik (Gender Mainstreaming) EU-weit verbindlich festgeschrieben. Doch es war eine Mogelpackung EINE BILANZ VON BIRGIT KELLE

Wo Gleichstellung draufsteht, ist Frau drin. Mehr als 1900 kommunale Frauen- und Gleichstellungsbüros auf der einen Seite. Männerbeauftragte: null. Über 100 Lehrstühle für Frauen- und Gender-Forschung. Lehrstühle für Männerforschung: null. Eine Bewegung, die angetreten ist, die Gleichstellung zwischen den Geschlechtern zu erreichen, ist nach 15 Jahren immer noch dort, wo sie schon immer sein wollte: bei der Frau. Da nützt es auch nichts, wenn die unzähligen Frauenbeauftragten im Land jetzt Gleichstellungsbeauftragte heißen.

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03.11.2012 (Samstag) von 09:00h bis 17:00h – 3. Internationales Antifeminismus-Treffen – Region Zürich

03.11.2012 (Samstag) von 09:00h bis 17:00h

3. Internationales Antifeminismus-Treffen

Region Zürich

Der Anmeldeschluss ist der 25. Oktober 2012

 

Informationen

Das 3. Internationale Antifeminismus-Treffen findet am Samstag, 3. November in der Region Zürich statt. Wiederum ist es uns gelungen, kompetente Referentinnen und Referenten für den einmaligen internationalen Anlass zu gewinnen.

Podiumsdiskussion mit 8 Gästen und unseren Teilnehmern

Auf vielfachen Wunsch unserer Teilnehmer, führen wir in diesem Jahr erstmalig eine Podiumsdiskussion durch, an welcher unsere Teilnehmer aktiv mitwirken können. Wir hoffen damit interessante Diskussionen zu führen und einen weiteren Schritt für einen gelungenen, abwechslungsreichen und interessanten Anlass zu unternehmen.

Die gesamte Veranstaltung wird in hochdeutscher Sprache abgehalten.

Tagesprogramm

10.00 Begrüssung
Michael Balmer/Bruno Ribi – Vorstand Verein Antifeministen

10.10 Feminismus – eine marxistische Ideologie zerstört Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Wohlstand
Urs Bleiker – Präsident Verein Antifeministen – Pfäffikon (CH)

10.40 Wehrt Euch!
Monika Ebeling – Diplom. Soz.päd/Soz.arb, ehemalige Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar (D)

11.20 Genderwahnsinn
Karlheinz Klement – ehemaliger Nationalrat der FPÖ, Klagenfurt(A)

12.00 Mittagessen/Mittagspause

13.30 Der Fall Mansour – warum Marion Mansour seit 2 1/2 Jahren um die Freiheit ihres Mannes kämpft
Marion Mansour– dipl. Pianistin und Organistin – Zürich (CH)

14.00 Frauen sind die besseren Menschen
Mathieu Carrière – Schauspieler und Autor – Hamburg (D)

14.40 Pause

15.00 Podiumsdiskussion mit den Teilnehmern
Wir diskutieren über Ihre Themen
Teilnehmer: Urs Bleiker (CH), Detlef Bräunig/Leutnant Dino (A), Mathieu Carrière (D), Monika Ebeling (D), Karlheinz Klement (A), Bernhard Lassahn (D), Marion Mansour (CH), Michail Savvakis (D)
Diskussionsleitung: René Kuhn – Gründer IGAF – Luzern (CH)

17.00 Schluss des offiziellen Teils. Anschliessend Gespräche, Diskussionen und Kennenlernen (open end-Abendprogramm)

Hier können Sie das Programm zum 3. Internationalen Antifeminismus-Treffen downloaden! [448 KB]

Abendprogramm

Wie bereits beim 2. Internationalen Antifeminismus-Treffen endet das Treffen nicht nach dem offiziellen Teil um 17.00 Uhr. Für alle, welche den Tag noch gemütlich bei interessanten Gesprächen und Kennenlernrunden ausklingen lassen wollen, besteht die Möglichkeit am Abendprogramm teilzunehmen, wo auch die Möglichkeit für ein gemeinsames Abendessen besteht. Die Kosten für das Abendprogramm richten sich je nach Wahl des Abendessens. Bitte bei der Anmeldung angeben, ob Sie am Abendprogramm teilnehmen, damit unser Gastgeber für die Küche genügend Personal einteilen kann.

Anmeldeformalitäten

Jede Personen muss sich separat anmelden. Mit jeder Anmeldung ist eine Kopie eines amtlichen Ausweises (Pass/Identitätskarte) einzureichen (der IGAF bekannte Personen müssen keine Kopie einreichen sowie Personen, welche bereits an einem Antifeminismus-Treffen teilgenommen haben). Nach Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung mit den Angaben für die Zahlung des Teilnehmerbetrages. Eine Anmeldung kann ohne Angaben von Gründen abgelehnt werden. Der Anmeldeschluss ist der 25. Oktober 2012. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir anschliessend keine weiteren Anmeldungen akzeptieren können.

Kosten

Die Teilnahmegebühr inkl. Mittagessen (Salat, Hähnchengeschnetzeltes an Rahmsauce mit Gemüsereis und Dessert) beträgt CHF 50.00. Ohne Essen beträgt die Teilnahmegebühr CHF 20.00. Bitte beachten Sie, dass nur ein einziges Menü serviert werden kann. Der Betrag muss bis spätestens am 1. November auf dem Postkonto 85-429881-2 einbezahlt sein. Teilnehmer aus dem Ausland können den Betrag direkt vor Ort bezahlen um hohe Bankgebühren vermeiden zu können. Bei Abmeldung bzw. Nichterscheinen kann der Teilnahmebeitrag nicht zurück erstattet werden.

Kontoangaben:
Verein Antifeministen
8808 Pfäffikon SZ

Konto-Nr. 85-429881-2
IBAN CH93 0900 0000 8542 9881 2
BIC POFICHBEXXX

Post Finance
Oberstrasse 153
9020 St. Gallen

Oder einfach und schnell mit PayPal

Austragungsort

Der Austragungsort wird erst kurz vor dem Treffen den angemeldeten Personen bekannt gegeben. Der Ort liegt in der Region Zürich und ist mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Parkplätze stehen zur Verfügung.

Unterkunft

Am Austragungsort stehen Zimmer zu folgenden Spezial-Konditionen zur Verfügung:

Einzelzimmer: CHF 115.00/Nacht inkl. Frühstück
Doppelzimmer: CHF 130.00/Nacht inkl. Frühstück
Dreibettzimmer: CHF 155.00/Nacht inkl. Frühstück

Bitte Zimmerreservation bei der Anmeldung angeben. Reservierte Zimmer werden in jedem Fall in Rechnung gestellt.

Quelle: igaf.ch – http://www.igaf.ch/informationen/index.html

25.05.2012 – Goslarsche Zeitung – Ebeling-Abgang: Bücherhall folgt der Netzschlacht

GOSLAR. Ein Jahr nach ihrem öffentlichkeitswirksamen und von einer Internet-Schlacht begleiteten Abgang folgt der mediale Nachhall: Gleich drei neue Publikationen befassen sich mit der Abwahl der Gleichstellungsbeauftragten Monika Ebeling im Mai 2011 durch den Goslarer Rat.

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30.10.2011 – WDR – Dame sticht König, Frauen auf dem Vormarsch? – west.art-Talk, Sendung vom 30. Oktober 2011

Gäste in der Sendung:

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19.08.2011 – Spiegel – Gefeuerte Gleichstellungsbeauftragte „Für diesen Job braucht man eine Gebärmutter“

Sozialpädagogin Ebeling: „Männer dürfen diesen Job meist nicht machen“

Monika Ebeling ist streitbar. Ihren Job als Gleichstellungsbeauftragte in Goslar verlor die Sozialpädagogin, weil sie sich zu sehr für Männer einsetzte. Im Interview kritisiert sie einen Feminismus, den sie als verzopft, ideologisch, männerfeindlich beschreibt.

Im niedersächsischen Städtchen Goslar leitet Monika Ebeling einen Kindergarten und wurde 2008 zusätzlich Gleichstellungsbeauftragte. Im Mai dieses Jahres hat sie die Halbtagsstelle wieder verloren – mit erheblichem Getöse: Goslars Stadtrat berief Ebeling mit deutlicher Mehrheit ab. Gehen musste sie, weil sie sich in ihrer Arbeit nach Auffassung der Kritiker zu einseitig Männer-Belangen widmete, etwa geschiedenen Vätern, die ihre Kinder nicht sehen dürfen.

Schon länger hatte es Auseinandersetzungen zwischen Ebeling, 51, und Ratsmitgliedern gegeben. Sie gipfelten im „Tüten-Streit“ : Im Zuge einer Kinderschutzwoche sollte eine Botschaft auf Brötchentüten gedruckt werden. Der Vorschlag „Gewalt gegen Frauen und Kinder kommt nicht in die Tüte“ schien der Gleichstellungsbeauftragten unausgewogen; der Slogan richte sich zu einseitig gegen Männer und Väter, wie auch ein Handbuch zu einer Ausstellung über häusliche Gewalt. Männer aber seien nicht immer nur Täter; es gebe auch männliche Opfer durch gewalttätige Übergriffe von Frauen.

KarriereSPIEGEL: Frau Ebeling, knapp drei Jahre lang waren Sie Gleichstellungbeauftragte einer Kommune. Wie wird man das?

Ebeling: Bei mir war es so, dass die Stelle schon zwei, drei Jahre vakant war und jemand gesucht wurde, der das in Teilzeit machen möchte. Dann bin ich angesprochen worden. Einheitliche Gehälter gibt es für Gleichstellungsbeauftragte nicht, auch keine einheitlichen Stellenanforderungen. Von der Verwaltungskraft bis zur promovierten Akademikerin kann da alles vertreten sein. Für diesen Job braucht man eine Gebärmutter, doch das allein sollte für die Tätigkeit eigentlich nicht ausreichen.

KarriereSPIEGEL: …eine Gebärmutter?

Ebeling: Ja, es gibt nur ganz wenige – vielleicht zwei, drei – männliche Gleichstellungsbeauftragte in Deutschland. In Nordhorn in Niedersachsen hat sich mal ein Mann eingeklagt, ist dann aber beim Arbeitsgericht Erfurt gescheitert. Männer dürfen diesen Job meist nicht machen, eine solche Ungleichheit im Berufleben gibt es sonst nirgendwo.

KarriereSPIEGEL: Gibt es denn Klarheit über die Aufgaben?

Ebeling: Welche Schwerpunkte Gleichstellungsbeauftragte wählen, bleibt ihnen selbst überlassen. Ich habe mich für beide Geschlechter eingesetzt. Traditionell wird dieser Job so gesehen, dass es um die Gleichstellung der Frau im Hinblick auf die Besserstellung des Mannes geht: Man vermutet noch immer eine Geschlechterhierarchie wie vor 30 Jahren, macht also das männliche Prinzip zum Maßstab aller Dinge und will daran die Anliegen der Frauen ausrichten.

KarriereSPIEGEL: Was ist daran falsch? Im Berufsleben verdienen Frauen im Schnitt weniger und erreichen weit seltener Führungspositionen, kurzum: Sie haben nicht die gleichen Chancen wie Männer.

Ebeling: Da argumentieren Sie zu kurz. Überwiegend haben wir Tarifverträge, und das Märchen von den 25 Prozent weniger Lohn hat das Statistische Bundesamt aufgelöst – weniger Wochenarbeitszeit, weniger Geld.

KarriereSPIEGEL: Wenn Sie das so sehen, finden Sie Frauenbeauftragte für den Bereich Beruf überflüssig?

Ebeling: Genau.

KarriereSPIEGEL: Sie haben also einen Job gemacht, den Sie eigentlich für sinnlos halten?

Ebeling: Damals habe ich das noch nicht so gesehen. Aber wenn Sie sich mal unter Gleichstellungsbeauftragten umhören, dann ist eigentlich Konsens: „Die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau ist erreicht. Rechtlich ist alles in Ordnung, wir sind auf einem Level.“ Nur, sagen dann die Frauen weiter, es gibt immer noch ganz, ganz viel zu tun.

KarriereSPIEGEL: Und Sie denken, dass die Gleichberechtigung in Deutschland abgeschlossen ist?

Ebeling: So würde ich das nicht sagen. Ich habe aber ein bisschen Angst, dass Frauen – wenn sie tatsächlich alle in Vollzeit arbeiten – im Wirtschaftsleben genauso ausgebeutet werden wie Männer. Und dann sehen auch die Frauen ihre Kinder kaum noch und sind allein für die Arbeit da.

KarriereSPIEGEL: Wären Sie lieber Männerbeauftragte gewesen?

Ebeling: Nein, es geht mir schon um beide Geschlechter. Jedoch gibt es auf beiden Seiten berechtigte Gleichstellungsinteressen. Väter etwa sind nach Scheidung und Trennung nicht gleichgestellt, wenn sie Umgang mit ihren Kindern haben wollen. Unverheiratete Männer stehen noch schlechter da, von rechtlicher Gleichstellung von Vater und Mutter kann da nicht die Rede sein. Auch die Bildungsmisere der Jungen ist ein Thema, das in den Bereich der Gleichstellung gehört.

KarriereSPIEGEL: Sie stellen auch Frauenhäuser in Frage. Warum?

Ebeling: In Goslar musste man sehen, dass das Frauenhaus nicht wirtschaftlich lief und konzeptionell hätte weiterentwickelt werden können. Ein gutes Vorbild sind zum Beispiel die Oranje-Häuser in den Niederlanden. Sie sind etwas anders als unsere Frauenhäuser, kapseln sich nicht so ab. Dort wird mit der ganzen Familie gearbeitet, also auch mit den Männern, das sollte obligatorisch sein. Ich hätte außerdem nichts dagegen, wenn zumindest größere Gemeinden eine Gewaltschutzwohnung für Männer einrichten würden, wenn diese Opfer häuslicher Gewalt werden. Dann könnte man sich ein neutrales Bild machen, ob so etwas nachgefragt wird.

KarriereSPIEGEL: Die Arbeit deutscher Gleichstellungsbeauftragter beurteilen Sie als unzeitgemäß. Was hat Sie gestört?

Ebeling: Ich bin ja vom Alter nicht weit weg von denjenigen Frauen, die jetzt mit ihrem Gleichstellungsjob Silberhochzeit feiern, und jüngere Kolleginnen gibt es nur wenige. Diese Netzwerke empfinde ich als sehr ideologisch. Das ist alles sehr feministisch und frauenpolitisch ausgerichtet, geht oft ganz schnell in eine Männer verachtende Sicht hinein. Es gibt auch einen klaren Unterschied zwischen den Gleichstellungsbeauftragten in den neuen und den alten Bundesländern. Mir kommen die ostdeutschen Frauenbeauftragten ein bisschen flotter und dynamischer vor.

KarriereSPIEGEL: Was wäre Ihnen persönlich im Arbeitsleben wichtig?

Ebeling: Ich denke, beide müssten die Wahl haben, Mann und Frau, ob sie arbeiten oder sich um die Kinder kümmern wollen.

KarriereSPIEGEL: Können sie doch!

Ebeling: Das sehe ich nicht so. Unser Wirtschaftssystem hält für beide Geschlechter die gleichen Probleme bereit. Wir sollen alle verfügbar sein, und die Kinder gehen in die staatliche Betreuung.

KarriereSPIEGEL: Was schlagen Sie vor?

Ebeling: Es wäre sicher gut, wenn die Führungskräfte in den Unternehmen sensibler für die Probleme von Männern und Frauen werden. Hoffnung macht mir, dass es unter den Führungskräften – gerade bei den Untervierzigjährigen – schon rund 30 Prozent Frauen gibt. Und das ohne Quote . Wir müssen der Entwicklung Raum lassen. Es wird sich noch viel ändern.

Das Interview führte KarriereSPIEGEL-Autorin Margarete Hucht (Jahrgang 1968), freie Journalistin in Berlin.

Quelle: Spiegel – http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,777422,00.html

 

16.08.2011 – Goslarsche Zeitung – Kindergarten-Leiterin Ebeling soll gehen

JERSTEDT. Wenige Wochen nach ihrer Abberufung durch den Rat als Goslarer Gleichstellungsbeauftragte soll Monika Ebeling auch ihren Halbtags-Job als Leiterin des städtischen Kindergartens „Löwenzahn“ in Jerstedt verlieren. Die FDP hat einen entsprechenden Ratsantrag gestellt.

Begründet wird dieser Vorstoß von den Liberalen mit den Ausführungen Ebelings in einem Artikel im Nachrichtenmagazin „Focus“ Ende Juli über den Geschlechterkampf sowie mit der untersagten Werbung im Kindergarten für eine private Grundschule außerhalb Goslars.

Mit dem „Focus“-Beitrag, so argumentieren die liberalen Antragsteller, habe die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte Ebeling „die Grenzen des Mäßigungsgebotes, die ihr als Kommunalangestellte auferlegt sind, endgültig überschritten“. Dabei beziehen sich die Liberalen auf Äußerungen Ebelings, die in ähnlicher Form schon im Frühjahr eine weit über Goslar hinaus reichende, hitzige Diskussion über die Interpretation ihres Arbeitsfeldes ausgelöst hatte.

Die FDP zitiert Ebeling wörtlich, dass „der Geschlechterkampf der vergangenen Jahrzehnte zahllose geknechtete und paralysierte Männer als Kanonenfutter und Industriesklaven hinterlassen“ habe. Weiterhin würde sie behaupten, dass „politisch Verantwortliche und pädagogische Fachkräfte ihre feindselige Haltung gegenüber männlichen Kindern nur unzureichend kaschieren“. Dieser Einschätzung der Arbeit auch in den Goslarer Kindertagesstätten widerspreche man entschieden, erklärt FDP-Fraktionschef Christian Rehse.

Ein weiterer Grund ist für die Goslarer Liberalen die Nicht-Reaktion der Verwaltung auf eine „trotz Untersagung“ ausgehängte Werbung für eine private Grundschule außerhalb Goslars in Bredelem, während man im Stadtteil um den Erhalt der eigenen Grundschule kämpfe. Die FDP stelle daher den Antrag, Ebeling die Leitung des Kindergartens „unverzüglich zu entziehen“.

Die Verwaltung gab keine Stellungnahme ab: Es handele sich um eine Personalangelegenheit, die nicht öffentlich zu behandeln sei.

16.08.2011
Von Heinz-Georg Breuer

Quelle: Goslarsche Zeitung – http://www.goslarsche.de/Home/harz/goslar_arid,215132.html

 

16.08.2011 – Goslarsche Zeitung – Monika Ebeling soll auch Job als Jerstedter Kindergartenleiterin verlieren

JERSTEDT. Wenige Wochen nach ihrer Abberufung als Gleichstellungsbeauftragte soll Monika Ebeling auch ihren Job als Leiterin des städtischen Kindergartens Löwenzahn in Jerstedt verlieren. Die FDP-Fraktion hat einen entsprechenden Ratsantrag gestellt. Begründet wird dies unter anderem mit Werbung im Kindergarten für eine private Grundschule außerhalb Goslars.

Quelle: Goslarsche Zeitung – http://www.goslarsche.de/Home/startseite/harzticker_arid,215074.html

 

Mehr Artikel zum Skandal von Goslar rund um Monika Ebeling:

24.06.2011 – Tagesanzeiger – Wir Frauen müssten jetzt drei Jahre lang schweigen – Monika Ebeling im Interview

12.06.2011 – Harzkreiskurier Wernigerode – Schlacht um Goslar – Unterschlagung einer Sitzungsniederschrift

10.06.2011 – Presse berichtet über fragwürdige Praktiken im Frauenhaus Goslar

01.06.2011 – Monika Ebeling live in Stern-TV – Weshalb Gleichberechtigung offenbar nur für Frauen gilt

13.05.2011 – Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar, Monika Ebeling unter feministischem Druck

 

24.06.2011 – Tagesanzeiger – Wir Frauen müssten jetzt drei Jahre lang schweigen – Monika Ebeling im Interview

Monika Ebeling, die entlassene Gleichstellungsbeauftragte aus Goslar, ist am Samstag bei der IG Antifeminismus zu Gast. Im Interview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnetz kritisiert sie die gängige Gleichstellungspolitik.

[…]

Wie war es als «progressive» Gleichstellungsbeauftragte im links-grünen Umfeld?

Egal welches Umfeld – Deutschland ist ja CDU-FDP-regiert –, es herrscht in der Gleichstellungspolitik ein fundamental-feministischer Mainstream. Und wenn man die Apartheid der Geschlechter – «der Mann steht über der Frau, die Frau ist das Opfer» – nicht einfach akzeptiert, ist das sehr provokativ. Es gab eine kleine Gruppe von Frauen, die sich drei Jahre lang stark für meine Abberufung engagiert und diese letztlich erreicht hat. Natürlich haben sich dafür auch ein paar Männer einspannen lassen. Mobbing ist ein grosses Wort, aber hier trifft es wohl zu: Zuerst wurden mir die feministischen Leviten gelesen, offiziell in der grossen Runde. Ich sass da auf dem heissen Stuhl. Später haben einige dieser Frauen meine Info-Mails abbestellt mit der Begründung, meine Informationen würden keine Frauenanliegen aufgreifen. Ich wurde zu Frauentreffen nicht mehr eingeladen, und schliesslich wurde mir auch das Gespräch verweigert, das härteste Mittel. Es gab eine Initiative für ein interfraktionelles Gespräch, was die Frauen aus links-grün abgelehnt haben, es mache keinen Sinn.

Haben Sie sich auch mal als Verräterin gefühlt?

Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, ob ich mein Geschlecht verrate, wenn ich mich nicht mehr ausschliesslich um Frauenanliegen kümmere. Doch im deutschen Grundrecht, Artikel 3, steht die Gleichstellung von Mann und Frau festgeschrieben. Nur das «und» wollen viele nicht richtig wahrhaben.

Sie wehren sich gegen die Opferhaltung. Der Streit um die Stigmatisierung der Frau hat letztlich zu Ihrer Abberufung geführt.

Es waren zwei Anlässe. Eine Ausstellung und eine Broschüre über Gewalt in Paarbeziehungen. Jede Berufsbezeichnung war in der Broschüre männlich und weiblich angegeben, nur bei Täter und Opfer ist immer ganz klar: Täter ist männlich. Da habe ich mich dagegen gewehrt, es stimmt ja auch nach neusten Erkenntnissen nicht mit der Realität überein, dass Frauen keine Gewalt ausüben. Der andere Fall war die Brötchentüte zur Kinderschutzwoche, bei der die Frauen miteinbezogen wurden. Das habe ich moniert. Es wurden nur die Männer nicht genannt. Warum?

In jungen Jahren haben Sie die Gleichstellungsaktivistinnen als grosse Schwestern bezeichnet; heute sehen Sie sie als verbitterte Kämpferinnen. Wann war die Wende?

Bei der Diskussion um den Abtreibungsparagrafen 218 in den Siebzigerjahren. Dabei hat sich das weibliche Geschlecht isoliert, indem es die Männer von der Diskussion ausgeschlossen hat, nach dem Motto: «Das ist mein Bauch, der Inhalt gehört mir». Damals sind die Feministinnen inhaltlich stehen geblieben.

Ist die mitteleuropäische Gleichstellungspolitik überholt?

Ja, wir müssen sie neu erfinden. Nicht beerdigen, aber die Männerpolitik einfliessen lassen. Es braucht Männer- und Frauenförderung, und dabei gibt es sogar eine Schnittmenge. Es darf keinen Wettbewerb unter den Geschlechtern geben, wer mehr Geld kriegt et cetera. Ich würde mit Ursula März – die in der «Zeit» beschrieb, warum sie die Debatten über die Rolle der Frau nicht mehr erträgt – vorschlagen, dass die Frauen jetzt versuchsweise drei Jahre lang schweigen und so lange Männerthemen beackert werden.

Ganz vollendet ist die Frauenpolitik ja noch nicht, an Schaltstellen der Macht fehlen die Frauen, und Lohnunterschiede gibt es auch immer noch.

Ja, aber wir haben rechtliche Gleichstellung. Und die gesellschaftliche ist eine andere Ebene, die einfach mehr Zeit braucht. Vielleicht richten wir Frauen den Fokus auch zu sehr auf Macht und Geld.

[…]

Zur Person

Monika Ebeling (51) aus Braunschweig war bis vor kurzem Gleichstellungsbeauftragte der Kleinstadt Goslar. Ihre Abwahl Mitte Mai machte im ganzen deutschsprachigen Raum grosse Schlagzeilen, weil der Hintergrund ihre zu männerfreundliche Haltung ist, die ihr von den Vertreterinnen der links-grünen Parteien vorgeworfen wird. Am Samstag tritt die studierte Sozialarbeiterin, die hauptberuflich einen Kindergarten leitet, an einem Treffen der IG Antifeminismus Schweiz auf. (blu)

Von Claudia Blumer. Aktualisiert am 24.06.2011

(Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

Erstellt: 24.06.2011, 08:53 Uhr

Quelle: Tagesanzeiger – http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wir-Frauen-muessten-jetzt-drei-Jahre-lang-schweigen/story/15308621

 

Weitere Artikel zum Skandal in Goslar rund um Monika Ebeling:

12.06.2011 – Harzkreiskurier Wernigerode – Schlacht um Goslar – Unterschlagung einer Sitzungsniederschrift

10.06.2011 – Presse berichtet über fragwürdige Praktiken im Frauenhaus Goslar

01.06.2011 – Monika Ebeling live in Stern-TV – Weshalb Gleichberechtigung offenbar nur für Frauen gilt

13.05.2011 – Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar, Monika Ebeling unter feministischem Druck

 

 

12.06.2011 – Harzkreiskurier Wernigerode – Schlacht um Goslar – Unterschlagung einer Sitzungsniederschrift

Aufmerksam muss man schon sein, will man dem Stadtrat zu Goslar auf die Schliche kommen. Da war nun am 08.06.2011 die nächste Stadtratssitzung, dort sollte neben vielen anderen Sachen auch unter Punkt 3 die:

Genehmigung der Niederschrift über die 37. Sitzung des Rates der Stadt Goslar am 17.05.2011 – öffentlicher Teil –

durchgeführt werden. Nun hatte ich den Fraktionen einmal auf den Zahn gefühlt gehabt und muss dort irgendetwas festgestellt haben, was den Damen und Herren im Goslarer Rathaus gar nicht zu passen scheint, denn ich hatte hier in meinem Blog zweimal offen von Wahlbetrug gesprochen.

In jedem Fall wurde auf der Goslarer Webseite noch kurzfristig folgender Befehl an die Fraktionen eingestellt:

Klicke, um auf 2011-06-08_rat_nachtrag.pdf zuzugreifen

Haben die vielleicht jetzt, nach all dem Rummel um die Abwahl von Monika Ebeling und die Offenbarungen zum Goslarer Frauenhaus nun doch Zweifel an der Abwahl von Monika Ebeling?

Unterzeichnet hat diese Befehl ja die zweite Bürgermeister_in Gudrun Pfeiffer (CDU). Diese Frau ist ja bisher bei der „Hexenverbrennung“ von Monika Ebeling noch nicht in Erscheinung getreten, deshalb habe ich nichts gegen die Frau hervorzubringen, zumal sie ja der Fraktion angehört, bei der Monika Ebeling die meiste Zustimmung hatte.

Trotzdem bin ich neugierig und will von ihr wissen, warum es zu dieser Absetzung gekommen ist und welche Rechtsfolgen das unter Umständen haben könnte:

13:01 12.06.2011

Sehr geehrte Frau Pfeiffer,

da ich ein politisch sehr interessierter Mensch bin und auch an der öffentlichen Stadtratssitzung am 17.05.2011 sehr interessiert teilgenommen habe, war ich schon ein bisschen entsetzt, dass der zu Tagesordnungspunkt 3 in der 38.Sitzung des Stadtrates, nämlich die Genehmigung des Protokolls der 37. Sitzung, ersatzlos und ziemlich kurzfristig von der Tagesordnung ersatzlos gestrichen worden ist.

Klicke, um auf 2011-06-08_rat_nachtrag.pdf zuzugreifen

Interessant ist in dieser Hinsicht für mich, dass es sich bei dieser 37.Sitzung um eine (Ab)wahlsitzung gehandelt hat, in welcher ja der Antrag einer (Ab)wahl gestellt und beschlossen wurde und ein amtliches (Ab)wahlergebnis hätte verkündet werden müssen, dies gilt vor allen Dingen im Zuge einer Pressemitteilung.

Im Zuge des Informationsfreiheitsgesetzes und des Niedersächsischen Wahlgesetzes erbitte ich doch von ihnen eine Kopie dieser nicht genehmigten Niederschrift, das es sonst gegeben sein könnte, dass zum 17.06.2011 die Monatsfrist zur Bekanntgabe des offiziellen (Ab)wahlergebnisses verstrichen ist und die (Ab)wahl vom Landeswahlleiter annuliert werden könnte.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Knuth
http://www.harzkreiskurier.wordpress.com

Nun bin ich ja gespannt, was da nach den Feiertagen kommt, die Woche fängt erst Dienstag an, da müsste sie ja volle Betriebstemperatur haben. Wer auch solche brisanten Fragen stellen will, dem liefere ich hier die Adressen und Mailadressen aller Goslarer Stadträte. ==>LINK

Ist es nicht toll, Politiker löchern zu können? (frei nach Mel Brooks)

Erstellt 12. Juni 2011 von Michael Knuth in Uncategorized. Schlagworte: Goslar, Monika Ebeling, Parteien, Stadtrat, Wahlbetrug.

Quelle: http://harzkreiskurier.wordpress.com/2011/06/12/schlacht-um-goslar-unterschlagung-einer-sitzungsniederschrift/