13.03.2018 – ntv – Fluchtpunkt Männerhaus: Wenn die Gewalt von Frauen ausgeht

Dienstag, 13. März 2018
Fluchtpunkt Männerhaus
Wenn die Gewalt von Frauen ausgeht

Von Peter Poprawa

Kaum ein Mann vertraut sich Freunden oder Kollegen an, wenn er Opfer von Gewalt durch seine Frau geworden ist. Oft siegt die Angst, verlacht zu werden. Im brandenburgischen Ketzin finden Männer Zuflucht, die sich entschieden haben, zu gehen.

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12.04.2015 – SWI swissinfo.ch – Männerhaus „ZwüscheHalt“: Ein sicherer Hafen für gewaltbetroffene Männer

Männerhaus „ZwüscheHalt“
Ein sicherer Hafen für gewaltbetroffene Männer
Von Jo Fahy
12. April 2015 – 11:00

Als vor fünf Jahren das erste Haus für Männer eröffnet wurde, die Opfer von häuslicher Gewalt wurden, stellten nicht wenige die Notwendigkeit einer solchen Institution in Frage. Heute sei das Thema weitgehend enttabuisiert, sagen die Verantwortlichen des Männerhauses.

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18.04.2015 – Thüringische Landeszeitung – Geraer Verein Gleichmaß kämpft gegen einseitige Familienpolitik

Geraer Verein Gleichmaß kämpft gegen einseitige Familienpolitik
18.04.2015 – 05:00 Uhr

Gleichberechtigung soll für beide Geschlechter gelten: Der Geraer Verein Gleichmaß ist eine Lobby für Trennungseltern und von häuslicher Gewalt betroffene Männer. Wir sprachen mit dem Initiator Tristan Rosenkranz über fehlende Förderungen und aggressive Stimmungen.

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12.03.2015 – Die Zeit – Gewalt gegen Männer: Wenn Frauen ihre Fäuste einsetzen

Gewalt gegen Männer
Wenn Frauen ihre Fäuste einsetzen

Männer, die von ihren Frauen verprügelt werden, passen schlecht ins gesellschaftliche Rollenklischee. Es gibt sie trotzdem. Doch entsprechende Hilfsangebote sind rar.

von Katharina Schuler

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18.11.2009 – Die Zeit – Männerhaus: Ein Ort für geschlagene Männer

Männerhaus

Ein Ort für geschlagene Männer

In Brandenburg steht das erste Männerhaus, das kaum einer kennt. Zwei von den Frauen enttäuschte Rentner kümmern sich um die misshandelten Männer.

von Çiğdem Akyol

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20.11.2009 – Tagesanzeiger – Ich rechne durchaus mit Polizeibesuch

Nicole Althaus am Freitag den 20. November 2009
«Ich rechne durchaus mit Polizeibesuch»

«Gemäss der Stadtpolizei Zürich ist immerhin in jedem fünften Fall von häuslicher Gewalt der Mann das Opfer» – Das Foto zeigt eine nachgestellte Szene.

Es steht im Kanton Aargau, hat eine Küche, ein Wohn- und fünf Schlafzimmer und nimmt ab 10. Dezember Männer auf, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind: «ZwüscheHalt» ist das erste Männerhaus der Schweiz. Der Mamablog wollte vom Initianten Oliver Hunziker wissen, ob es dem starken Geschlecht wirklich so schlecht geht, dass es untertauchen muss.

Herr Hunziker, rechnen Sie vor Weihnachten mit einem Ansturm von Männern mit blauen Augen und blutender Nase? Weiterlesen

19.08.2011 – Spiegel – Gefeuerte Gleichstellungsbeauftragte „Für diesen Job braucht man eine Gebärmutter“

Sozialpädagogin Ebeling: „Männer dürfen diesen Job meist nicht machen“

Monika Ebeling ist streitbar. Ihren Job als Gleichstellungsbeauftragte in Goslar verlor die Sozialpädagogin, weil sie sich zu sehr für Männer einsetzte. Im Interview kritisiert sie einen Feminismus, den sie als verzopft, ideologisch, männerfeindlich beschreibt.

Im niedersächsischen Städtchen Goslar leitet Monika Ebeling einen Kindergarten und wurde 2008 zusätzlich Gleichstellungsbeauftragte. Im Mai dieses Jahres hat sie die Halbtagsstelle wieder verloren – mit erheblichem Getöse: Goslars Stadtrat berief Ebeling mit deutlicher Mehrheit ab. Gehen musste sie, weil sie sich in ihrer Arbeit nach Auffassung der Kritiker zu einseitig Männer-Belangen widmete, etwa geschiedenen Vätern, die ihre Kinder nicht sehen dürfen.

Schon länger hatte es Auseinandersetzungen zwischen Ebeling, 51, und Ratsmitgliedern gegeben. Sie gipfelten im „Tüten-Streit“ : Im Zuge einer Kinderschutzwoche sollte eine Botschaft auf Brötchentüten gedruckt werden. Der Vorschlag „Gewalt gegen Frauen und Kinder kommt nicht in die Tüte“ schien der Gleichstellungsbeauftragten unausgewogen; der Slogan richte sich zu einseitig gegen Männer und Väter, wie auch ein Handbuch zu einer Ausstellung über häusliche Gewalt. Männer aber seien nicht immer nur Täter; es gebe auch männliche Opfer durch gewalttätige Übergriffe von Frauen.

KarriereSPIEGEL: Frau Ebeling, knapp drei Jahre lang waren Sie Gleichstellungbeauftragte einer Kommune. Wie wird man das?

Ebeling: Bei mir war es so, dass die Stelle schon zwei, drei Jahre vakant war und jemand gesucht wurde, der das in Teilzeit machen möchte. Dann bin ich angesprochen worden. Einheitliche Gehälter gibt es für Gleichstellungsbeauftragte nicht, auch keine einheitlichen Stellenanforderungen. Von der Verwaltungskraft bis zur promovierten Akademikerin kann da alles vertreten sein. Für diesen Job braucht man eine Gebärmutter, doch das allein sollte für die Tätigkeit eigentlich nicht ausreichen.

KarriereSPIEGEL: …eine Gebärmutter?

Ebeling: Ja, es gibt nur ganz wenige – vielleicht zwei, drei – männliche Gleichstellungsbeauftragte in Deutschland. In Nordhorn in Niedersachsen hat sich mal ein Mann eingeklagt, ist dann aber beim Arbeitsgericht Erfurt gescheitert. Männer dürfen diesen Job meist nicht machen, eine solche Ungleichheit im Berufleben gibt es sonst nirgendwo.

KarriereSPIEGEL: Gibt es denn Klarheit über die Aufgaben?

Ebeling: Welche Schwerpunkte Gleichstellungsbeauftragte wählen, bleibt ihnen selbst überlassen. Ich habe mich für beide Geschlechter eingesetzt. Traditionell wird dieser Job so gesehen, dass es um die Gleichstellung der Frau im Hinblick auf die Besserstellung des Mannes geht: Man vermutet noch immer eine Geschlechterhierarchie wie vor 30 Jahren, macht also das männliche Prinzip zum Maßstab aller Dinge und will daran die Anliegen der Frauen ausrichten.

KarriereSPIEGEL: Was ist daran falsch? Im Berufsleben verdienen Frauen im Schnitt weniger und erreichen weit seltener Führungspositionen, kurzum: Sie haben nicht die gleichen Chancen wie Männer.

Ebeling: Da argumentieren Sie zu kurz. Überwiegend haben wir Tarifverträge, und das Märchen von den 25 Prozent weniger Lohn hat das Statistische Bundesamt aufgelöst – weniger Wochenarbeitszeit, weniger Geld.

KarriereSPIEGEL: Wenn Sie das so sehen, finden Sie Frauenbeauftragte für den Bereich Beruf überflüssig?

Ebeling: Genau.

KarriereSPIEGEL: Sie haben also einen Job gemacht, den Sie eigentlich für sinnlos halten?

Ebeling: Damals habe ich das noch nicht so gesehen. Aber wenn Sie sich mal unter Gleichstellungsbeauftragten umhören, dann ist eigentlich Konsens: „Die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau ist erreicht. Rechtlich ist alles in Ordnung, wir sind auf einem Level.“ Nur, sagen dann die Frauen weiter, es gibt immer noch ganz, ganz viel zu tun.

KarriereSPIEGEL: Und Sie denken, dass die Gleichberechtigung in Deutschland abgeschlossen ist?

Ebeling: So würde ich das nicht sagen. Ich habe aber ein bisschen Angst, dass Frauen – wenn sie tatsächlich alle in Vollzeit arbeiten – im Wirtschaftsleben genauso ausgebeutet werden wie Männer. Und dann sehen auch die Frauen ihre Kinder kaum noch und sind allein für die Arbeit da.

KarriereSPIEGEL: Wären Sie lieber Männerbeauftragte gewesen?

Ebeling: Nein, es geht mir schon um beide Geschlechter. Jedoch gibt es auf beiden Seiten berechtigte Gleichstellungsinteressen. Väter etwa sind nach Scheidung und Trennung nicht gleichgestellt, wenn sie Umgang mit ihren Kindern haben wollen. Unverheiratete Männer stehen noch schlechter da, von rechtlicher Gleichstellung von Vater und Mutter kann da nicht die Rede sein. Auch die Bildungsmisere der Jungen ist ein Thema, das in den Bereich der Gleichstellung gehört.

KarriereSPIEGEL: Sie stellen auch Frauenhäuser in Frage. Warum?

Ebeling: In Goslar musste man sehen, dass das Frauenhaus nicht wirtschaftlich lief und konzeptionell hätte weiterentwickelt werden können. Ein gutes Vorbild sind zum Beispiel die Oranje-Häuser in den Niederlanden. Sie sind etwas anders als unsere Frauenhäuser, kapseln sich nicht so ab. Dort wird mit der ganzen Familie gearbeitet, also auch mit den Männern, das sollte obligatorisch sein. Ich hätte außerdem nichts dagegen, wenn zumindest größere Gemeinden eine Gewaltschutzwohnung für Männer einrichten würden, wenn diese Opfer häuslicher Gewalt werden. Dann könnte man sich ein neutrales Bild machen, ob so etwas nachgefragt wird.

KarriereSPIEGEL: Die Arbeit deutscher Gleichstellungsbeauftragter beurteilen Sie als unzeitgemäß. Was hat Sie gestört?

Ebeling: Ich bin ja vom Alter nicht weit weg von denjenigen Frauen, die jetzt mit ihrem Gleichstellungsjob Silberhochzeit feiern, und jüngere Kolleginnen gibt es nur wenige. Diese Netzwerke empfinde ich als sehr ideologisch. Das ist alles sehr feministisch und frauenpolitisch ausgerichtet, geht oft ganz schnell in eine Männer verachtende Sicht hinein. Es gibt auch einen klaren Unterschied zwischen den Gleichstellungsbeauftragten in den neuen und den alten Bundesländern. Mir kommen die ostdeutschen Frauenbeauftragten ein bisschen flotter und dynamischer vor.

KarriereSPIEGEL: Was wäre Ihnen persönlich im Arbeitsleben wichtig?

Ebeling: Ich denke, beide müssten die Wahl haben, Mann und Frau, ob sie arbeiten oder sich um die Kinder kümmern wollen.

KarriereSPIEGEL: Können sie doch!

Ebeling: Das sehe ich nicht so. Unser Wirtschaftssystem hält für beide Geschlechter die gleichen Probleme bereit. Wir sollen alle verfügbar sein, und die Kinder gehen in die staatliche Betreuung.

KarriereSPIEGEL: Was schlagen Sie vor?

Ebeling: Es wäre sicher gut, wenn die Führungskräfte in den Unternehmen sensibler für die Probleme von Männern und Frauen werden. Hoffnung macht mir, dass es unter den Führungskräften – gerade bei den Untervierzigjährigen – schon rund 30 Prozent Frauen gibt. Und das ohne Quote . Wir müssen der Entwicklung Raum lassen. Es wird sich noch viel ändern.

Das Interview führte KarriereSPIEGEL-Autorin Margarete Hucht (Jahrgang 1968), freie Journalistin in Berlin.

Quelle: Spiegel – http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,777422,00.html