16.12.2019 – Die Welt – Neue Studie: Vier von sechs LKA-Chefs in NRW waren NS-Kriegsverbrecher

Vier von sechs LKA-Chefs in NRW waren NS-Kriegsverbrecher
Veröffentlicht am 16.12.2019

Ein Historiker erhielt den Auftrag, die ersten Chefs des LKA Nordrhein-Westfalen unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis ist bestürzend. Innenminister Reul sagt, die Betreffenden hätten nie mehr als Polizisten arbeiten dürfen.

Schießbefehle, Massenerschießungen, Judenverfolgung: Die ersten vier ehemaligen Chefs des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen sind nach Ansicht von Historikern an NS-Verbrechen beteiligt gewesen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die am Montag in Düsseldorf vorgestellt wurde. Der Polizeihistoriker Martin Hölzl (Münster) hatte für die Studie in Archiven mehrerer europäischer Länder geforscht.

Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen war im Oktober 1946 gegründet worden. Im Oktober 2016 hatte die Behörde ihr 70-jähriges Bestehen gefeiert.

Im Vorfeld waren Zweifel aufgekommen, ob es klug wäre, alle Behördenchefs bei dieser Gelegenheit zu ehren. Polizeihistoriker Hölzl erhielt den Auftrag, sich auf die Spurensuche zu begeben, und wurde in erheblichem Ausmaß fündig.

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18.12.2019 – Lippische Landes-Zeitung – Film zum Lügde-Prozess: Die Aufarbeitung des Unfassbaren

Detmold. Kaum ein Kriminalfall hat Lippe in seinen Grundfesten so sehr erschüttert wie der Missbrauchsfall Lügde. Über Jahrzehnte hinweg sind auf dem Campingplatz „Eichwald“ in Elbrinxen“ Kinder auf unvorstellbare Weise sexuell missbraucht worden. Es gab vereinzelte Hinweise, die nie konsequent genug verfolgt wurden, erst die Aussage eines zehnjährigen Mädchens bringt die Ermittlungen Ende 2018 ins Rollen. Am 5. September dieses Jahres sind die Haupttäter für 450 Einzeltaten an 32 Kindern vor dem Detmolder Landgericht verurteilt worden.

Dauercamper Andreas V. (56) muss für 13 Jahre in Haft, sein 34-jähriger Mittäter Mario S. für 12 Jahre – für beide ordnet die Jugendschutzkammer die anschließende Sicherungsverwahrung an. Zu Prozessbeginn sitzt noch ein dritter Angeklagter in Saal 165. Dessen Verfahren wird aber abgetrennt. Heiko V. (49) aus Stade kann das Gericht mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe als freier Mann verlassen. Ganz Deutschland verfolgt den Missbrauchsprozess in Detmold, der an zehn Prozesstagen immer weitere, unfassbare Details offenbart.

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19.03.2019 – Ostsee Zeitung – Missbrauchsfall Lügde: Jugendamt erhielt Hinweise auf Pädophilie

17:57 19.03.2019
Panorama Behördenfehler
Missbrauchsfall Lügde: Jugendamt erhielt Hinweise auf Pädophilie

Bei der Polizei verschwundene Kinderporno-Dateien, im Jugendamt gelöschte Akten: Erleichterten Behörden den tausendfachen Kindesmissbrauch von Lügde, indem sie untätig blieben? Der Landkreis Hameln entschuldigt sich erstmals bei den Opfern.

Lügde. Es war nicht nur die vermüllte Behausung auf dem Campingplatz und der große Altersunterschied: Trotz mehrfacher Hinweise auf Pädophilie hat das Jugendamt Hameln einen heute 56-Jährigen als Pflegevater für ein kleines Mädchen eingesetzt. Der Mann aus Lügde im Weserbergland gilt als Hauptverdächtiger im Fall von tausendfachem Kindesmissbrauch mit mindestens 34 Opfern. Hamelns Landrat Tjark Bartels (SPD) räumte am Dienstag ein, dass schon 2016 eine Jobcenter-Mitarbeiterin, ein anderer Vater sowie eine Kindergarten-Psychologin den Verdacht auf sexuell übergriffiges Verhalten äußerten. Diese Hinweise seien in den Akten vermerkt. In der Vergangenheit hatte der Landrat darauf verwiesen, dass sich die Akten noch bei der Staatsanwaltschaft befinden.

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19.03.2019 – NTV – Beamter in Paderborn: Kinderpornos bei Polizist aus NRW entdeckt

Panorama
Dienstag, 19. März 2019
Beamter in Paderborn Kinderpornos bei Polizist aus NRW entdeckt

Ein Polizist aus Nordrhein-Westfalen wird mit Kinderpornos erwischt. Nach RTL-Recherchen ist der Beamte aus Ostwestfalen bereits suspendiert, aber noch nicht festgenommen. NRW-Innenminister Reul kündigt Konsequenzen an.

In Nordrhein-Westfalen ist erneut ein Polizist wegen des Besitzes von Kinderpornos aufgeflogen. Wie RTL berichtet, wurde bei einem Beamten der Kreispolizei Paderborn umfangreiches Material gefunden. Der Schutzpolizist wurde demnach bereits am vergangenen Freitag suspendiert, jedoch nicht festgenommen. NRW-Innenminister Herbert Reul bestätigte jetzt den Fall gegenüber dem Sender.

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14.03.2019 – Die Welt – Missbrauchsfall Lügde: Mehr Opfer und mehr Polizeipannen

Nordrhein-Westfalen
Missbrauchsfall Lügde
Mehr Opfer und mehr Polizeipannen
Stand: 14.03.2019 | Lesedauer: 3 Minuten

Von Dorothea Hülsmeier

Wie konnte es im Missbrauchsfall Lügde zu mehreren Polizeipannen kommen? Und warum hat nicht früher die Polizei Bielefeld die umfangreichen Ermittlungen übernommen? Innenminister Reul musste sich im Innenausschuss Fragen stellen.

Der Missbrauchsfall von Lügde nimmt immer erschreckendere Ausmaße an. Die Zahl der Opfer sei inzwischen auf mindestens 34 gestiegen, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags. Bei 14 weiteren Personen bestehe der Verdacht, dass auch sie Opfer des vielfachen Missbrauchs auf einem Campingplatz geworden sein könnten. Reul rechnet daher mit einer weiter steigenden Opferzahl. Bislang waren die Ermittler von mindestens 31 Opfern ausgegangen.

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07.10.2016 – Die Welt – Lässt das Kevin-Syndrom Jugendämter überreagieren?

Lässt das Kevin-Syndrom Jugendämter überreagieren?
Von Sabine Menkens | Stand: 07.10.2016 | Lesedauer: 6 Minuten
Zahl offizieller Kindeswohlgefährdungen steigt deutlich an – auch weil Behörden genauer hinsehen. Doch die Union fürchtet, dass viele Kinder vorschnell aus ihren Familien gerissen werden

Die Zahlen klingen alarmierend. 20.800 akute Kindeswohlgefährdungen haben deutsche Jugendämter im vergangenen Jahr festgestellt, ein Anstieg von 11,7 Prozent im Vergleich zu 2014. Dazu knapp 24.000 latente Gefährdungen des Kindeswohls, ein Plus von 7,9 Prozent. In 43.200 Fällen wurde zumindest ein „Hilfe- und Unterstützungsbedarf“ attestiert. Das ist die Bilanz, die deutsche Jugendämter aus den insgesamt 129.000 Verfahren gezogen haben, die 2015 zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls angestrengt wurden. Zahlen, hinter denen sich häufig unermessliches Leid verbirgt: Vernachlässigung, psychische und körperliche Misshandlung, sexuelle Gewalt.

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14.10.2014 – FAZ – Unter dem Deckmantel der Vielfalt

Sexualaufklärung in Schulen
Unter dem Deckmantel der Vielfalt

Kinder sollen ihre „Lieblingsstellung“ zeigen, Puffs planen, Massagen üben. Die sexuelle Aufklärung missachtet Grenzen. Die Politik will es so. Kinderschützer schlagen Alarm.

14.10.2014, von Antje Schmelcher

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21.01.2015 – Badische Zeitung – Wie der Kinderarzt den kleinen Jungen sterben sah

Tod des Dreijährigen
Wie der Kinderarzt den kleinen Jungen sterben sah

Der Kinderarzt kannte den Jungen seit der Geburt. Am Ende konnte er dem sterbenden dreijährigen Jungen aus Lenzkirch nicht helfen. Er berichtet auch von einem Dilemma in solchen Fällen.

Von Peter Stellmach

„Es ist ein ganz entsetzliches Erlebnis, wenn man ein Kind dahat, das einen so entsetzlich traurig anschaut und dann den letzten Schnaufer macht.“ Für Sekunden ist es still in der Leitung. Wie ein Schlag ins Gesicht wirkt, was der Kinderarzt erzählt.

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06.12.2014 – Die Welt – Prostitution ist Drecksarbeit, nicht Sexarbeit

Käuflicher Sex
„Prostitution ist Drecksarbeit, nicht Sexarbeit“

Die meisten Prostituierten arbeiten freiwillig? Für die Frauenrechtlerin Lea Ackermann ist diese These die „große Lüge der Frauenpolitik“. Ein Gespräch über einen merkwürdigen „runden Tisch“ in NRW.

Von Till-R. Stoldt

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09.11.2014 – Die Welt – Doppeltes Zuhause

Mütter und Väter streiten sich immer häufiger vor Gericht um die Betreuung von Trennungskindern. Eine Elterninitiative verfasste jetzt eine Hamburger Erklärung: Residenzen bei beiden Eltern sollen gesetzlich verankert werden

Die bunte Zeichnung zeigt zwei kleine Kinder in einem Zimmer. Links daneben wohnt ihre Mutter in ihrem Haus, rechts daneben der Vater in seinem Haus. Die Eltern sind getrennt. Aber die beiden Häuser überschneiden sich, sodass die Kinder in ihrem Zimmer bei beiden Elternteilen leben und aufwachsen können. Es ist wohl das, was sich Trennungskinder am meisten wünschen.

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