14.12.2015 – Süddeutsche Zeitung – In fremden Händen

14. Dezember 2015 Aus Heft 50/2015 Familie

In fremden Händen

Jugendämter greifen zunehmend in Familien ein und bringen Kinder in Heimen oder Pflegefamilien unter. Manche Entscheidungen der Ämter sind verheerend – und wer einmal in die Mühlen geraten ist, kommt so leicht nicht mehr heraus. Sechs Leidensgeschichten.

Von Katrin Langhans und Rainer Stadler

In Deutschland gibt es rund 600 Jugendämter. Sie sind kommunale Behörden und sollen sicherstellen, dass Kinder geborgen und gesund aufwachsen. Sie planen Spielplätze, sie beraten Jugendliche, die sich beim Einstieg ins Berufsleben schwertun, sie unterstützen Eltern bei der Erziehung. Das Jugendamt soll aber nicht nur helfen, sondern auch kontrollieren, dass Kinder in ihren Familien nicht vernachlässigt oder misshandelt werden. Andernfalls kann es eine Inobhutnahme verfügen: Das Kind wird aus seiner Familie genommen und in einer Pflegefamilie oder einem Heim untergebracht. Die Zahl der Kinder, die Jugendämter aus ihren Familien nehmen, steigt: Vor zehn Jahren waren es rund 25 000 Kinder, vergangenes Jahr fast 50 000. In der Öffentlichkeit wird diese Entwicklung oft damit erklärt, dass Eltern mit ihrer Erziehungsaufgabe zunehmend überfordert seien. Es gibt aber Fälle, die eher den Verdacht nähren, dass ein Apparat außer Kontrolle geraten ist: dass Familien, die vielleicht Hilfe bräuchten, mit staatlicher Gewalt schikaniert und auseinandergerissen werden – mit wenig Rücksicht auf Gesetze und auf das Gut, das eigentlich über allem steht: das Kindeswohl.

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25.04.2018 (Mittwoch) um 10:00h – Pressekonferenz – Verein Väter ohne Rechte, 1010 Wien

25.04.2018 (Mittwoch)
Pressekonferenz – Verein Väter ohne Rechte

Der „Internationale PAS-Tag“ findet jährlich am 25. April statt. Seit vielen Jahren fordern Betroffene, die vorsätzliche Entfremdung von Kindern endlich unter Strafandrohung zu stellen. Derzeit kann die Petition „PAS ins Strafrecht“ (44/BI) am Server des österreichischen Parlaments gezeichnet werden.

Termin
25.04.2018, 10:00 – 12:00 Uhr

Cafe Prückel, Goldsaal
Stubenring 24
1010 Wien, Österreich

Pressekonferenz Väter ohne Rechte

Podium:
RA Mag. Michaela Krankl
RA Mag. Thomas Kaumberger
RA Dr. Alexander Krasser
Franz Brunner, VOR
Martin Morauf, VOR

Für Brötchen und Mineralwasser ist gesorgt, Pressemappen vor Ort.

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25.06.2017 – Epoch Times – Ist das Böse weiblich? Gerichts-Psychiaterin auf der Suche nach den „Schuldigen“

Verblüffende Einblicke bei der psychiatrischen Begutachtung von Verbrechen öffnen Hanna und Nora Ziegert in ihrem Buch „Die Schuldigen“. Sie nennen es einen Bericht über „Wahre Verbrechen. Echte Täterinnen. Und das, was sie menschlich macht.“

Von Roland R. Ropers / Gastautor
25. June 2017 Aktualisiert: 26. Juni 2017 0:01

Die 1953 in Berlin geborene Psychiaterin und Lehranalytikerin Dr. Hanna Ziegert arbeitet seit Jahrzehnten in eigener Praxis in München und als Gutachterin bei Gerichtsprozessen. Aus der Fülle ihrer empathischen Begegnungen mit Strafgefangenen hat sie gemeinsam mit ihrer Tochter Nora Ziegert, promovierte Juristin und angehende Notarin, ein Buch zusammengestellt, das dem Leser Einblick geben soll in das Leben von schicksalhaften Tätern und Opfern.

Hanna Ziegert: „Das Buch ist insofern etwas Besonderes, als wir es als Mutter und Tochter gemeinsam gestalten konnten. Wir finden es insbesondere spannend, dass wir in dieser Konstellation über die Destruktivität von Frauen berichten. Außerdem erzählt erstmals eine psychiatrische Gutachterin aus ihrem beruflichen Alltag.

Der Beitrag, den Frauen zu Verbrechen leisten, findet oft nicht ausreichend Beachtung. Unsere Gesellschaft mag vordergründig männer-dominiert sein – hintergründig ist sie männer-feindlich. Nicht nur im Umgang mit Straftätern wird deutlich, dass wir allzu oft Mann und Frau in bewährte Täter- und Opferrollen einordnen, ohne ihr Handeln im Einzelnen zu hinterfragen.“ Weiterlesen

05.09.2013 – Süddeutsche Zeitung – Nach Kritik kaltgestellt

5. September 2013, 15:04 Uhr
Gerichtsgutachterin in Bayern
Nach Kritik kaltgestellt

„Ich weiß nicht, ob ich mich jemals begutachten lassen würde.“ Hanna Ziegert hat sich bei „Beckmann“ zum Fall Gustl Mollath kritisch über die bayerische Justiz und die Vergabe forensischer Gutachten geäußert. Prompt wird sie in mehreren Verfahren als Gutachterin abgelehnt.

Von Hans Holzhaider

Weil sie sich in einer Fernsehsendung kritisch über die bayerische Justiz und die psychiatrische Begutachtung von Straftätern geäußert hat, muss die Münchner Psychiaterin Hanna Ziegert jetzt mit erheblichen beruflichen Problemen rechnen. Die Staatsanwaltschaft München I hat die Fachärztin, die seit mehr als 30 Jahren im ganzen Bundesgebiet als forensisch-psychiatrische Gutachterin tätig ist, in mehreren Verfahren „wegen Besorgnis der Befangenheit“ abgelehnt. Weiterlesen

18.02.2015 – Die Presse – Unterhaltsrecht: „Unter 2000 Euro wird angespannt“

Werden Selbstständige pauschal verdächtigt, bei ihren Einkommensnachweisen zu schummeln? Betroffene sehen das so. Und machen es zum Thema bei den Kammerwahlen.

18.02.2015 | 18:22 | von Christine Kary (Die Presse)

Wien. „Unterhaltsrecht als existenzbedrohendes Abenteuer für Wirtschaftstreibende“, titelt die Plattform vaterverbot.at unter „Aktuelles“ auf ihrer Homepage. Wirtschaftstreibende, vor allem Ein-Personen-Unternehmer (EPU) und KMU, würden mit weit überhöhten Unterhaltsforderungen in die Insolvenz getrieben, heißt es da.

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19.11.2014 – ORF – „Normenkontrolle“ für Verurteilte möglich

Mit den letzten Beschlüssen zu einer Novelle für den Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat der Nationalrat am Mittwoch ein Gesetzespaket finalisiert, das Bürgern ab 1. Jänner den Weg zu den Verfassungsrichtern öffnen wird, wenn sie meinen, in einem Zivil- oder Strafverfahren wegen verfassungswidriger Normen verurteilt worden zu sein. Das ändert die heimische Rechtsordnung nachhaltig.

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19.11.2014 – ORF – Nationalrat beschließt Gesetzesbeschwerde

Nationalrat beschließt Gesetzesbeschwerde

Streitparteien werden sich künftig direkt an den Verfassungsgerichtshof (VfGH) wenden können. Das sieht die Gesetzesbeschwerde vor, die heute vom Nationalrat beschlossen wird.

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19.11.2014 – ORF – Justiz: Neues Beschwerderecht für Bürger

Neue Beschwerdemöglichkeit in Österreich: Wer meint, in einem Strafprozess oder bei einer Zivilklage nach einem verfassungswidrigen Gesetz verurteilt worden zu sein, kann sich ab Anfang Jänner direkt an den Verfassungsgerichtshof wenden. Mit 150 Beschwerden pro Jahr wird gerechnet. Das Gesetz soll heute im Nationalrat beschlossen werden.

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16.11.2014 – SRF – Wie neutral arbeiten die eritreischen Dolmetscher?

Wie neutral arbeiten die eritreischen Dolmetscher?

Christoph Nufer

Fast 10’000 Eritreer sind in der Schweiz im Asyl-Prozess. Für ihre Verfahren braucht es Dolmetscher. Doch sind diese unabhängig? In den Niederlanden wurden im Sommer drei eritreische Dolmetscher entlassen. Der Vorwurf: Sie seien Spitzel des Regimes. Könnte dies auch in der Schweiz der Fall sein?

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15.01.2012 – Presse – OGH-Präsident: „Richter sind keine Knallköpfe“

Eckart Ratz erklärt im Interview, warum man vor Blondinenwitzen keine Angst haben muss und wieso auch Gerichte in kleinen Orten wichtig sind. Eine Rüge gibt es für Richter, die für Urteile zu lange brauchen.

Die Presse: Mit Ihnen fungiert wieder ein Strafrechtler als oberster Repräsentant der Justiz …

Eckart Ratz: Ja, aber als OGH-Präsident stehe ich nicht an der Spitze der Justiz. Es hat mich immer gestört, wenn irgendwelche Präsidenten den Eindruck erweckt haben, dass sie eine Art „chief justice“ seien, die besonderen Einfluss auf die Rechtsprechung hätten. Einfluss auf die Rechtsprechung hat nur der, der die Argumente hat, und das kann auch der „kleinste“ Richter in einem Senat sein.

Aber die Strafjustiz erweckt momentan nicht den besten Eindruck in der Öffentlichkeit. Gehen Sie als Strafrechtler nicht mit einer Last an den Start, so wie wenn ein Marathonläufer mit Skischuhen laufen würde?

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