11.05.2020 – LTO – BGH zur Vaterschaftsanfechtung: Das Recht der Mutter reicht weit

Erst heiratet sie – von einem anderen Mann schwanger – ihn, dann ficht sie die Vaterschaft an: Das wollte ein Mann aus Bayern nicht mit sich machen lassen. Doch der BGH gab nun der Mutter Recht.

Die Mutter eines Kindes hat grundsätzlich das Recht, nachträglich die Vaterschaft anzufechten. Daran ändert sich auch dann nichts, wenn sie den Mann schwanger geheiratet hat und beide von vornherein wussten, dass das Kind nicht von ihm ist. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Beschl. v. 18.3.2020, Az.: XII ZB 321/19).

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25.06.2017 – Epoch Times – Ist das Böse weiblich? Gerichts-Psychiaterin auf der Suche nach den „Schuldigen“

Verblüffende Einblicke bei der psychiatrischen Begutachtung von Verbrechen öffnen Hanna und Nora Ziegert in ihrem Buch „Die Schuldigen“. Sie nennen es einen Bericht über „Wahre Verbrechen. Echte Täterinnen. Und das, was sie menschlich macht.“

Von Roland R. Ropers / Gastautor
25. June 2017 Aktualisiert: 26. Juni 2017 0:01

Die 1953 in Berlin geborene Psychiaterin und Lehranalytikerin Dr. Hanna Ziegert arbeitet seit Jahrzehnten in eigener Praxis in München und als Gutachterin bei Gerichtsprozessen. Aus der Fülle ihrer empathischen Begegnungen mit Strafgefangenen hat sie gemeinsam mit ihrer Tochter Nora Ziegert, promovierte Juristin und angehende Notarin, ein Buch zusammengestellt, das dem Leser Einblick geben soll in das Leben von schicksalhaften Tätern und Opfern.

Hanna Ziegert: „Das Buch ist insofern etwas Besonderes, als wir es als Mutter und Tochter gemeinsam gestalten konnten. Wir finden es insbesondere spannend, dass wir in dieser Konstellation über die Destruktivität von Frauen berichten. Außerdem erzählt erstmals eine psychiatrische Gutachterin aus ihrem beruflichen Alltag.

Der Beitrag, den Frauen zu Verbrechen leisten, findet oft nicht ausreichend Beachtung. Unsere Gesellschaft mag vordergründig männer-dominiert sein – hintergründig ist sie männer-feindlich. Nicht nur im Umgang mit Straftätern wird deutlich, dass wir allzu oft Mann und Frau in bewährte Täter- und Opferrollen einordnen, ohne ihr Handeln im Einzelnen zu hinterfragen.“ Weiterlesen

05.09.2013 – Süddeutsche Zeitung – Nach Kritik kaltgestellt

5. September 2013, 15:04 Uhr
Gerichtsgutachterin in Bayern
Nach Kritik kaltgestellt

„Ich weiß nicht, ob ich mich jemals begutachten lassen würde.“ Hanna Ziegert hat sich bei „Beckmann“ zum Fall Gustl Mollath kritisch über die bayerische Justiz und die Vergabe forensischer Gutachten geäußert. Prompt wird sie in mehreren Verfahren als Gutachterin abgelehnt.

Von Hans Holzhaider

Weil sie sich in einer Fernsehsendung kritisch über die bayerische Justiz und die psychiatrische Begutachtung von Straftätern geäußert hat, muss die Münchner Psychiaterin Hanna Ziegert jetzt mit erheblichen beruflichen Problemen rechnen. Die Staatsanwaltschaft München I hat die Fachärztin, die seit mehr als 30 Jahren im ganzen Bundesgebiet als forensisch-psychiatrische Gutachterin tätig ist, in mehreren Verfahren „wegen Besorgnis der Befangenheit“ abgelehnt. Weiterlesen

11.11.2015 – Die Welt – Kinderkrankenschwester misshandelt Pflegekind

Kinderkrankenschwester misshandelt Pflegekind

Ausgerechnet eine Kinderkrankenschwester hat ihren vierjährigen Pflegejungen geschlagen und ihm schwere Verbrennungen zugefügt. Jetzt muss die fünffache Mutter aus Niederbayern ins Gefängnis.

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01.12.2014 – Süddeutsche Zeitung – Zwei Jahre Haft auf Bewährung für Vater

1. Dezember 2014, 17:08
Prozess wegen Kindesentzugs Zwei Jahre Haft auf Bewährung für Vater

Am Nürnberger Amtsgericht ist heute ein 39-Jähriger zu zwei Jahren Haft auf Bewährung veurteilt worden. Er hatte im Herbst 2013 seine vierjährige Tochter der Mutter auf offener Straße entrissen und in die Schweiz gebracht.

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21.11.2014 – Süddeutsche Zeitung – Gezeter und Gezerre

21. November 2014, 08:21
Prozess um Kindesentführung Gezeter und Gezerre

Auf offener Straße entreißen vier Männer einer Frau ihre vierjährige Tochter im Auftrag des Kindsvaters. So zumindest die Version der Mutter. Der Vater beteuert dagegen, nur zum Wohl des Kindes gehandelt zu haben.

Von Olaf Przybilla, Nürnberg

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20.10.2014 – RP-Online – Immer weniger Familien bestehen aus Ehepaaren mit Kindern

20. Oktober 2014 | 08.33 Uhr
Bericht des statistischen Bundesamtes
Immer weniger Familien bestehen aus Ehepaaren mit Kindern

Wiesbaden. Ein Bericht des statistischen Bundesamtes für das Jahr 2013 belegt: Noch sind in den meisten Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind die Eltern verheiratet. Der Trend zeigt aber, dass dies immer seltener der Fall ist. Die Ein-Kind-Familie wird zum dominierenden Modell.

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