16.08.2012 – Kurier – “Gestohlene Kindheit”: Am Schauplatz im Kinderheim

Die Reportage von Christine Grabner wird am Freitag auf ORF 2 ausgestrahlt. Im Kinderheim Wilhelminenberg haben Kinder schreckliches erlebt.

Skandalheim Wilhelminenberg: Der ORF war auf Spurensuche

Betroffene berichten – “Es gab immer nur Hiebe und Hausarbeit. Wir hatten keine Kindheit”, sagt das ehemalige Heimkind Elfie. Im Wiener Kinderheim Wilhelminenberg soll sie Schreckliches erlebt haben: Demütigungen und sexuelle Gewalt. Geholfen hat ihr keiner, und die Täter wurden nie bestraft. Bis heute leidet die 52-jährige Wienerin an den Folgen ihrer Heimzeit.

“Gestohlene Kindheit” heißt die Reportage von Christine Grabner, die am Freitag um 21.15 Uhr in der Sendereihe “Am Schauplatz” auf ORF 2 ausgestrahlt wird. Gedreht hat das ORF-Team im Schloss Wilhelminenberg, im ehemaligen Kinderheim Wimmersdorf und auch in der KURIER-Redaktion. Das ehemalige Heimkind Elfie wollte der als äußerst brutal geltenden Erzieherin Linda vom Wilhelminenberg “noch einmal in die Augen schauen”.

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20.06.2012 – ORF – Schockbericht zu Gewalt in Heimen

Die einstigen Wiener Kinderheime waren ein Ort des Schreckens, heißt es im Endbericht der Historikerkommission. In Erzählungen ehemaliger Heimkinder zeigte sich „lieblose, menschenverachtende und gewaltsame Erziehung“.

Das Gremium unter dem Vorsitz des Zeithistorikers Reinhard Sieder beschäftigte sich mit den Zuständen in den Anstalten. Untersucht wurde der Zeitraum von den 1950er bis in die 1970er Jahre. Untersucht wurden sowohl städtische Einrichtungen als auch andere private und konfessionelle Heime, in die vom Wiener Jugendamt regelmäßig Kinder geschickt wurden.

Vorsitzender: „Katastrophe unglaublichen Ausmaßes“
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21.05.2012 – Profil – Heimskandal: Historikerbericht dokumentiert Gewaltexzesse

Die Historikerkommission zum Wiener Heimskandal erklärt Gewalt und Missbrauch mit NS-Traditionen, autoritärem Spießertum, fehlender Kontrolle und feigem Wegschauen.

Schon die Aufzählung so genannter Erziehungsmethoden, die in Kinder- und Jugendheimen des sozialdemokratisch regierten Wien üblich waren, lässt einem Tränen in die Augen schießen: Schläge mit dem Ochsenziemer, Kniebeugen um Mitternacht, eiskalte Duschen, Kellerhaft, Redeverbot, Klogang in Gruppen, Demütigung durch Blöße, Zwang aufzuessen, auch das Erbrochene.

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